Nach mehr als zwei Jahren (!) verlor der ASC Dortmund II erstmals wieder ein Ligapunktspiel und schrieb damit ein kleines Stück Kreisligafußballgeschichte.

DO: Kreisliga kompakt

Historisch: Erste Pleite nach über zwei Jahren

14. November 2011, 14:14 Uhr

Nach mehr als zwei Jahren (!) verlor der ASC Dortmund II erstmals wieder ein Ligapunktspiel und schrieb damit ein kleines Stück Kreisligafußballgeschichte.

Kreisliga A 1

Mit Marcus Dahlhaus schwingt bei der Reserve der SG Lütgendortmund ein ganz erfahrener Mann das Trainerzepter. Dahlhaus betreute zuvor viele Jahre Nachwuchskicker, „von den Minikickern bis zu den A-Junioren“, wie er stolz berichtet. Jetzt ist er für die Geschicke des A-Liga-Teams zuständig, hat den Aufsteiger aktuell bis auf Platz zehn geführt und viele seiner Zöglinge von damals in den eigenen Reihen. „Ich habe vor der Saison auch Rang acht bis zehn als Ziel ausgegeben, das muss drin sein“, formuliert Dahlhaus die für einen Aufsteiger durchaus optimistische Vorgabe. Mit Siegen wie dem beachtlichen 4:1 zuletzt gegen die DJK Nette bewies die SG Lütgendortmund aber gewiss schon ihr Potenzial.

Und auch die in naher Zukunft anstehenden Aufgaben wollen die Lütgendortmunder erfolgreich bestreiten. „Aus den nächsten drei Spielen wollen wir neun Punkte einfahren“, fordert Dahlhaus Erfolgserlebnisse im Derby gegen Hellweg, gegen den SC Dortmund sowie SuS Oespel Kley. „Wir müssen aber kaltschnäuziger vor dem Tor werden. Momentan brauchen wir noch 40 Chancen um endlich mal zu treffen“, will Dahlhaus das große Manko der schwachen Chancenverwertung ausmerzen. Denkbar schwieriger ist die Situation beim Tabellenletzten FC Hangeney, der auch gegen den Hombrucher SV II klar mit 0:6 verlor. An der Tabellenspitze sicherte sich Bodelschwingh ein knappes 1:0 gegen den SC Dortmund und auch Verfolger Urania gewann (1:0 gegen Germania Westerfilde).

Kreisliga A 2

Geschichte wurde geschrieben! Das Spitzenspiel zwischen dem Kirchhörder SC II und dem Aplerbecker SC II verloren die Gäste nicht nur mit 1:2, sondern damit auch ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit. Erstmals seit dem 18. Oktober 2009, d.h. nach mehr als zwei Jahren (!) ging der ASC in einem Ligapunktspiel als Verlierer vom Feld. „Uns war ja aber auch klar, dass das nicht ewig Bestand haben wird“, relativiert Sebastian Grundmann, Trainer des ASC. Dennoch ist das Ergebnis für das Spitzenteam „natürlich ganz bitter. Ausgerechnet gegen den Konkurrenten zu verlieren, das ist sehr sehr ärgerlich“.

Zwar brachte Patrick Wedemann den ASC nach den frühen Gegentoren durch Nils Jessinghaus (18.) und Timo Link (26.) auf 1:2 heran (66.), doch der ASC vermochte es in der Folgezeit nicht, genügend Druck aufzubauen. „Am Ende war natürlich auch die Mannschaft sehr enttäuscht. Ich denke aber, dass es oben eng bleiben wird. Wir haben jetzt erst mal mit Post und Barop, die beide erstaunlich gut spielen, zwei schwere Aufgaben vor der Brust“, blickt Grundmann bereits den kommenden Partien entgegen. Rot-Weiß Barop (9:0 über Preußen Lünen II) und insbesondere die Postler, die überraschend Westfalia Wickedes Reserve mit 5:1 schlugen, schossen sich am Wochenende schon mal für ihre Duelle mit dem ASC warm.

Kreisliga A 3

Befreiend wirkte der 3:1-Erfolg bei der DJK TuS Körne II für alle Beteiligten auf Seiten Preußen Lünens. Mit dem vierten Saisonsieg schob sich die Mannschaft von Holger Branse bis auf Platz zwölf vor und kann bei aktuell sieben Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz endlich etwas durchatmen. „Natürlich war der Sieg ganz wichtig, wir standen ja auch ordentlich unter Druck. Jetzt freuen wir uns erst mal auf die 14 Tage Pause und hoffen, dass einige der verletzten Spieler wieder zurückkommen werden“, schnaufte auch Lünens 1. Vorsitzender Hans Birk kräftig durch.

Als erste Prämisse haben die Preußen insbesondere ob der aktuellen Lage den Klassenverbleib als Ziel auserkoren, wobei Birk noch etwas weiter voranprescht: „Ein guter Mittelfeldplatz war mal vor der Saison auserkoren worden.“ Um den zu erreichen müssen die Lüner allerdings konstanter werden. Mannschaften wie SuS Derne, Neuasseln oder Gahmen sind den Preußen noch um Einiges voraus. Ganz oben zieht weiter der VfB Lünen seine Kreise. Der VfB schlug Gahmen mit 2:0. Doch auch der erste Jäger Alemannia Scharnhorst hat am kommenden Freitag die Möglichkeit weiter heranzukommen. Dann tritt die Elf von Coach Markus Schmidt im Nachholspiel beim SuS Derne an.

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