04.11.2018

Kein öffentliches Training

Tedesco schließt Schalke-Türen

Foto: Firo

Schalke verzichtet in der kommenden Woche auf ein öffentliches Training - erstmals in der Amtszeit von Trainer Domenico Tedesco.

Erstmals unter Trainer Domenico Tedesco verzichtet Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 innerhalb einer Woche während der Saison auf ein öffentliches Training. Die Königsblauen treffen am Dienstag in der Champions League auf Galatasaray Istanbul (21 Uhr) und treten am Sonntag bei Eintracht Frankfurt an (18 Uhr). Die Trainingseinheiten am Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Bisher hatte Tedesco die Türen höchstens ein- bis zweimal pro Woche geschlossen - auch in den Englischen Wochen.

Diskussionen zwischen Schalke und dem BVB


Angekündigt hatte Tedesco bei seinem Amtsantritt im Juni 2017 etwas anderes. "Bei uns geht es darum, einen Plan zu haben, den wir Spiel für Spiel optimieren wollen, und uns zu steigern und uns zu verbessern. Das dürft ihr live und in fast jedem Training erleben. Wir wollen uns nicht abschotten. Das Abschotten sollen andere machen. Wir sind ein Klub, der Fans lebt und liebt", hatte der Trainer den Mitgliedern bei der Jahreshauptversammlung zugerufen.

Diskussionen über die öffentlichen Trainingseinheiten gab es schon zwischen Schalke und dem Revierrivalen Borussia Dortmund, der nur selten seine Fans auf dem Trainingsgelände in Dortmund-Brackel zuschauen lässt. Schalkes Sportvorstand Christian Heidel stichelte im November 2016: "Der BVB öffnet die Türen für ein Auslandsbüro in Singapur, wir pflegen den direkten Kontakt zu unseren Fans und öffnen weiterhin die Türen zu unserem Trainingsgelände auf Schalke. Jeder geht seinen eigenen Weg und das ist auch gut so."

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke begründete die Entscheidung der BVB-Bosse im Oktober 2016 im Gespräch mit dem BVB-Online-Fanzine schwatzgelb.de: "Öffentliche Trainingseinheiten hätte jeder gerne - aber die schießen dir das Arbeiten inzwischen komplett kaputt. Stichworte: Handyvideos, neue Medien, keine Chance mehr, professionell, vertrauensvoll zu arbeiten. Jeder dürfte mir zustimmen, wenn ich sage, dass ein wesentlicher Unterschied zwischen beiden Klubs darin besteht, dass in Dortmund während der vergangenen Jahre jene Ruhe herrschte, die man benötigt. Und das hat vielleicht auch ein ganz kleines Stück weit mit den öffentlichen Trainings zu tun." (aer)

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