Am Donnerstag geht es für den SC Velbert gegen den Tabellenführer aus Vohwinkel.

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Velberts Bollwerk soll Topspiel-Sieg bringen

Philip Ronden
10. April 2017, 13:43 Uhr
Foto: Tillmann

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Am Donnerstag geht es für den SC Velbert gegen den Tabellenführer aus Vohwinkel.

Mit einem Sieg kann das Team von Ralf vom Dorp bis auf einen Punkt an die Spitze heranrücken und den Aufstiegskampf in eine ganz neue Situation versetzen.

Es läuft in den letzten Spielen einfach wieder für den SC Velbert. zweimal 3:0 und einmal 4:1 lauten die letzten Ergebnisse der Elf von Ralf vom Dorp. Darunter ein überzeugender Sieg gegen den aktuell zweitplatzierten Düsseldorfer SC 99. "Wir konnten ihren 31-Tore-Mann Shun Terada komplett aus dem Spiel nehmen. Er hatte nur einen Torschuss," lobt vom Dorp vor allem die Defensivleistung seines Teams. Der diese Saison überragende Terada weckt bei vielen höherklassigen Teams Begehrlichkeiten und traf den Großteil der Saison nach Belieben. Aber nicht gegen den SC Velbert!

Am Donnerstag erwartet vom Dorps Elf zwar kein Torjäger mit der Form von Terada, aber mit Tabellenführer Vohwinkel eine nicht weniger schwere Aufgabe. Der Aufsteiger spielt eine Saison nah an der Perfektion. Lediglich dreimal musste sich das Team von Trainer Marc Bach geschlagen geben. Einmal davon aber gegen den SC Velbert. Im Hinspiel verloren die Füchse unglücklich durch ein Eigentor von Tim-Philipp Schättler, das er auf der Gegenseite zwar zum 1:2-Anschlusstreffer wett machen konnte, was jedoch nicht zu einem Punktgewinn reichte. Vom Dorp erwartet daher ein ähnlich enge Partie wie im Hinspiel: "Vohwinkel ist eine sehr kompakt stehende Mannschaft, die taktisch disziplinierten Fußball pflegt," schätzt er den Gegner ein. "Für uns gilt es keine Fehler zu machen, denn wie man weiß ist Vohwinkel gnadenlos vor dem Tor."

Mit 64 Treffern stellt Vohwinkel daher wenig überraschend die zweitbeste Offensive der Liga. Der einzige Verein, der mehr trifft ist... der SC Velbert. "Wir sind vorne äußerst effektiv. Das ist super, bringt aber wenig ohne eine gute Defensive," sagt vom Dorp. In den letzten drei Spielen zappelte der Ball nur einmal im Netz von Velbert. Gründe für dieses Abwehrbollwerk hat vom Dorp schnell ausgemacht: "Wir haben dem Gegner vor allem in den Spielen gegen Viersen und Mönchengladbach nach Ballverlusten einfach zu viel Raum gegeben. Das war in der Rückwärtsbewegung einfach zu sorglos," stellt er fest. "Jetzt stehen wir seit drei Spielen wieder stabiler und können unsere Offensivqualitäten voll ausspielen," lobt vom Dorp die jüngsten Leistungen seiner Jungs.

Ob es am Ende wirklich für den großen Wurf reicht und Velbert in die Oberliga aufsteigt, kann vom Dorp nur schwer abschätzen: "Wir wollten möglichst lange oben mitspielen. Das tun wir. Wir haben jedoch keinen Druck aufzusteigen," gibt er Einblick in die Erwartungshaltung der nächsten Spiele. "Unsere Welt wird nicht zusammenbrechen, wenn der SC Velbert dieses Jahr nicht aufsteigt," fügt er noch hinzu.

Im Spiel gegen Vohwinkel und bei der Mission Aufstieg mithelfen, können dabei weder Nico Rymarcyk, noch Marc Stuckart. Für beide ist aufgrund von Knie- bzw. Hüftbeschwerden die Saison beendet.

Autor: Philip Ronden

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