Zumindest ergebnistechnisch sind die jungen Kleeblätter wieder in der Erfolgsspur.

RWO U23

Arbeitssieg gegen das Schlusslicht

04. Dezember 2016, 19:48 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Zumindest ergebnistechnisch sind die jungen Kleeblätter wieder in der Erfolgsspur.

Trotzdem war die Verunsicherung im Team von Dimi Pappas fast über die gesamten 90 Minuten gegen das Schlusslicht förmlich greifbar. Lediglich in den ersten 20 Minuten nach dem Seitenwechsel zeigten die Oberhausener, warum sie die erste Hälfte der Hinrunde in der Landesliga so dominiert haben.

In der ersten Halbzeit lief kaum etwas zusammen für die Gastgeber. Das Team schien überrascht von der forschen Spielweise der Gäste, die die Oberhausener schon früh attackierten. Die erste Chance ergab sich daher aus einem Konter über Nico Kuipers, der Raphael Steinmetz bediente, dessen Schuss zur Ecke abgeblockt wurde (7.). Ansonsten aber fehlte das Tempo, um die hoch stehende Gästeabwehr in Verlegenheit zu bringen. Viktor Klejonkin (20.) auf Weseler Seite und Manuel Schiebener (23.) für RWO hatten die jeweils größte Chance für ihr Team auf dem Fuß. „Da haben wir ohne Herz gespielt“, fasste Pappas richtig zusammen.

Das änderte sich nach Wiederanpfiff. Die Zweikämpfe wurden angenommen und mit vielen Ballgewinnen rollte ein Angriff nach dem nächsten auf das Weseler Tor. In der 48. Minute zielte Kuipers freistehend aus acht Metern per Kopf noch deutlich neben das Tor, fünf Minuten später machte er es nach einer Ecke von Daniel Neustädter besser und nickte zur mittlerweile verdienten Führung ein. RWO blieb am Drücker, versäumte es aber, nachzulegen. So ab der 65. Minute etwa ließ der Druck wieder nach, dennoch erhöhte Steinmetz in der 71. Minute mit einem platzierten Distanzschuss.

Damit schien die Sache durch, doch nun machte sich die große Verunsicherung bemerkbar. Nachdem Kapitän Kevin Krystofiak von Keeper Nuri Can bei einer Ecke an der Rippe verletzt wurde und ausgewechselt werden musste, war das Loch im Mittelfeld unübersehbar. Der Anschlusstreffer von Klejonkin (78.) war dennoch völlig unnötig, da sich Robin Riebling und Neustädter nicht einig waren und dem Weseler Stürmer den Ball praktisch auflegten. Danach gab es noch zwei bange Momente nach Standardsituationen zu überstehen, ehe die drei Punkte nach zuletzt vier sieglosen Spielen amtlich waren.

Autor: bö

Kommentieren