Der Aufstiegskampf in der Kreisliga B treibt immer seltsamere Blüten. Am Dienstag brachte ein Urteil der Spruchkammer erneut

Kreis DU/MH/ Dinslaken: Kreisliga B

Aufstiegskampf wird immer verrückter

Moritz Rieckhoff
31. Mai 2007, 14:34 Uhr

Der Aufstiegskampf in der Kreisliga B treibt immer seltsamere Blüten. Am Dienstag brachte ein Urteil der Spruchkammer erneut "schwung" in das mittlerweile höchst undurchsichtige Aufstiegsrennen. Demnach bekommt der SV Hamborn 90 II, als Tabellendritter des Abschlussklassements eigentlich unter ferner Liefen, nun erneut die Chance seine Aufstiegsträume doch noch zu realisieren. Hintergrund ist ein nachgezogener Punkteabzug gegen den 1.FC Hagenshof. Die Neumühler hatten im Punktspiel gegen den "Nord-Konkurrenten" aus Hamborn zwei Spieler durch eine Rote Karte verloren.

Das es im weiteren Verlauf der Partie zu einem Abbruch der selbigen kam, ist zwar unschön, trägt aber zur Erklärung des hiesigen Sachverhaltes nicht bei. Viel entscheidender und zudem Inhalt des von Hamborn 90 II eingelegten Protestes ist die Tatsache, dass der FC im darauffolgenden Meisterschaftsspiel einen der rot-gesperrten Spieler eingesetzt haben soll.

Verantwortliche des ersten Fußball-Klubs Hagenshof protestieren gegen diese Darstellung der Geschehnisse bis heute vehement (siehe Seite 2). Die Spruchkammer entschied anders und gab dem Einspruch der 90iger statt. Quasi in letzter Sekunde schafften es die Kicker vom Iltispark so doch noch auf Platz zwei ihrer Gruppe- Punktgleich mit dem 1.FC Hagenshof. Somit stehen sich nun der, aufgrund der Ereignisse im Qualifikationsspiel gegen Walsum 09 eigentlich schon disqualifizierte, FC Hagenshof und das Team von Hamborn 90 II in einem weiteren Ausscheidungsspiel gegenüber.[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/174-2203_preview.jpeg Siegessicher: Die Mannschaft des HSV Hilal[/imgbox]

Ein Sieg nützt allerdings nur dem Sportverein Hamborn etwas. Ob der Gegner siegt oder verliert ist indes völlig bedeutungslos. Selbst bei einem Triumph hat die Elf von Ex-Trainer Peter Nogai keine Chance mehr auf den Aufstieg. Bei den Sportfreunden Walsum, die nach Lage der Dinge höchst wahrscheinlich den SV Hamborn zum Kräftemessen fordern werden, sieht man des Hickhack mit gemischten Gefühlen: "Das ganze schadet natürlich dem Fußball an sich", äußert sich Marc Sommer, Geschäftsführer bei den "Römer-Hof Kickern" besorgt über die Zustände, gibt aber gleichzeitig zu Protokoll: "Letztendlich ist es uns schon recht, wenn wir nun noch einmal gegen Hamborn antreten." Die Begründung liefert der 30-jährige gleich mit: "Hagenshof ist eine viel stärkere Mannschaft als unser kommender Gegner. Ich denke, wir haben gute Chancen, ins Finale vor zu stoßen."

Endspielgegner wäre im Falle des Erfolges die Equipe des HSV Hilal. Bei den Rot-Weißen herrscht nach dem souveränen Sieg im zweiten Halbfinale gegen Schwarz-Weiß Duisburg Euphorie. Kein Wunder das HSV-Coach Temel Sahin die Faust ballt: "Wer unser Gegner ist, interessiert uns nicht. Meine Jungs sind heiß und ich habe keinen Zweifel, dass wir am Ende aufsteigen." Eine weitaus ruhigere Vorbereitung als sie der Gegner hatte, egal ob dieser nun aus Walsum oder aus Hamborn kommen wird, spricht in jedem Fall für den seit 1985 existenten Hochfelder Sport Verein.

Die Spiele im Überblick:

03. Juni 2007, 15 Uhr (Platzanlage SV Duissern)

1. FC Hagenshof- Hamborn 90 II

07.06. 2007, 15 Uhr (Platzanlage Viktoria Beeck)

Walsum 09- 1.FC Hagenshof/Hamborn 90 II

10.06.2007, 15 Uhr (Platzanlage SV Duissern)

HSV Hilal- Hamborn 90 II/Walsum 09

Auf Seite 2: Leserbrief zum Thema von Peter Nogai (Ex-Trainer FC Hagenshof)

Autor: Moritz Rieckhoff

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