Das Saisonfinale der Westfalenliga 2 droht einen unschönen Beigeschmack zu bekommen. Besonders im Hinblick auf den Abstiegskampf in der sechsthöchsten Liga.

WL 2: Kommentar

Abstiegskampf bekommt einen Beigeschmack

von Elmar Redemann
15. Mai 2011, 16:15 Uhr

Das Saisonfinale der Westfalenliga 2 droht einen unschönen Beigeschmack zu bekommen. Besonders im Hinblick auf den Abstiegskampf in der sechsthöchsten Liga.

Bei den Kellerkindern aus Herbede, Brambauer, Dröschede und Hassel wird das überraschend deutliche Ergebnis, das Konkurrent Westfalia Wickede gegen den ASC Dortmund erzielte, keinem gemundet haben. Augenzeugen berichteten zwar, dass es am Freitagabend keine Anzeichen für Aplerbecker Schützenhilfe gab – und von „Schiebung“ könne schon gar nicht die Rede sein. Nach der „Nicht-Leistung“ der 09er sahen sich die Verantwortlichen des ASC 09 aber schnell genötigt, sich für die Vorstellung zu entschuldigen. Und wer Trainer Mark Elbracht kennt, kann sich vorstellen, wie sehr es dem ehrgeizigen Coach gegen den Strich gehen wird, dass sich seine Mannschaft mit solch einem Ergebnis selbst in Verruf zu bringen droht.

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Noch größer war die Aufregung der Kellerkinder aber über das Nachspiel nach dem 1:1 zwischen dem SC Hassel und dem TuS Ennepetal. Wenn ein Spiel vom 31. Spieltag am Grünen Tisch gewertet wird, ist das schon schlimm genug. Und ob es sich wirklich nur um eine Unachtsamkeit der Ennepetaler Verantwortlichen gehandelt habe, darf angesichts der vorliegenden Informationen zumindest angezweifelt werden. Amer Khans Name hat nicht einfach gefehlt, für ihn tauchte Ramazan Mecal auf dem Spielbericht auf – und das stimmt zumindest nachdenklich. Und der TuS, der eigentlich einen exzellenten Ruf genießt, steht plötzlich im Zwielicht.

Es bleibt nur zu hoffen, dass sich kein Beteiligter mehr verdächtig macht, dass er es mit der sportlichen Fairness im Endspurt doch nicht ganz so ernst nimmt. Bei den Vereinen, die am Schluss unter dem Strich stehen, wird sonst nicht nur der bittere Geschmack des Abstiegs bleiben, sondern auch ein fades „Geschmäckle“ – das eklige Gefühl, dass es nicht ganz mit rechten Dingen zuging.

Autor: von Elmar Redemann

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