RevierSport sprach mit Neven Subotic über sein Erfolgsgeheimnis, die Transfergerüchte um seine Person und den Irrsinn von Marktwerten im modernen Fußball.

Subotic im Interview

"Ich war ein richtiges Schnäppchen"

Matthias Dersch
09. Dezember 2009, 22:23 Uhr

RevierSport sprach mit Neven Subotic über sein Erfolgsgeheimnis, die Transfergerüchte um seine Person und den Irrsinn von Marktwerten im modernen Fußball.

Neven Subotic wird am Donnerstag erst 21 Jahre alt - und trotzdem gehört er in der jungen BVB-Mannschaft schon zu den erfahreneren Kräften. Kein Wunder, dass sein Name immer wieder mit englischen Topklubs in Verbindung gebracht wird.

RevierSport sprach mit dem Innenverteidiger über sein Erfolgsgeheimnis, die ewigen Transfergerüchte um seine Person und den Irrsinn von Marktwerten im modernen Fußball.

Neven Subotic, acht Spiele in Serie hat der BVB nicht mehr verloren. 18 Punkte füllten in der Zeit das Konto. Verraten Sie uns das Erfolgsgeheimnis?

Am Anfang der Saison hatten wir Probleme, die nötige Stabilität innerhalb des Teams zu finden. Wir haben zwar nicht schlecht gespielt, es gab aber immer wieder Schwächeperioden innerhalb unserer Partien. Uns fehlte einfach dieses eine Spiel, das den Startschuss zu einer erfolgreichen Serie eingeläutet hätte.

Die Serie läuft gerade…

Wir gewinnen jetzt die knappen Spiele, weil wir es schaffen, über 90 Minuten unser Spiel durchzuziehen. Und unser Plus ist, dass wir immer mehr wollen. Wir geben uns nicht mit den acht unbesiegten Partien zufrieden. Wir müssen doch nur auf die Tabelle schauen. Wir stehen auf dem siebten Platz. Viel bewegt haben wir uns trotz der 18 Punkte in Serie noch nicht.

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Ist der Startschuss zu der erfolgreichen Zeit die Systemumstellung von 4-4-2 auf 4-2-3-1 gewesen?

Es sieht ganz so aus. Die neue Taktik kommt uns entgegen. Die zwei Sechser vor der Abwehr sorgen für mehr Stabilität und Ballkontrolle. Der gegnerische Spielmacher hat doch seit Wochen Probleme, den Ball zu seinen Stürmern durchzustecken.

Ein Verdienst der Doppelsechs?

Nuri Sahin und Sven Bender bilden die Idealbesetzung für dieses System. Nuri ist zweikampfstark, spielt geniale Pässe und hat eine große Spielübersicht. Sven gewinnt viele Eins-gegen-Eins-Duelle in der Defensive, schaltet schnell um und spielt genaue Diagonalpässe. Es gibt aber viele weitere Gründe, warum es bei uns so gut läuft.
[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/011/016-11411_preview.jpeg Foto: firo.[/imgbox]
Welche noch?

Mit Lucas Barrios haben wir einen Stürmer, der den Ball halten kann, regelmäßig trifft und seine Mitspieler einsetzt. Natürlich hatte er am Anfang seine Probleme. Das ist aber ganz normal, wenn man neu ist in der Bundesliga. Zudem sind Kuba, Kevin Großkreutz und Nelson Valdez die richtigen Leute für die Außenpositionen.

Einen wichtigen Faktor haben Sie vergessen.

Welchen?

Das Innenverteidiger-Duo Neven Subotic und Mats Hummel. 17 Mal bildeten Sie zusammen mit ihm die Innenverteidigung, 17 Mal verlor der BVB nicht. Hat Sie diese Statistik überrascht?

Als ich in der vergangenen Woche zum ersten Mal von dieser unglaublichen Serie hörte, war ich schon überrascht. Ich wusste gar nichts von unserer Statistik. Aber ich habe es gerne in der Presse gelesen. Welcher Spieler will denn nicht in der Öffentlichkeit gelobt werden?

Was macht ihre Zusammenarbeit so erfolgreich?

Ich kann jetzt kein Geheimrezept präsentieren. Wir bereiten uns ganz normal auf jede Partie vor. Und wahrscheinlich wie jeder Innenverteidiger der Bundesliga gehen wir mit dem Vorsatz ins Spiel, keinen Gegentreffer zu kassieren. Und das hat bisher ganz gut geklappt.

Autor: Matthias Dersch

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