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BV Osterfeld - Amateurvizemeister und ein Jahr zweite Liga

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Mittlerweile spielt BV Osterfeld nur noch in der Kreisliga.
Mittlerweile spielt BV Osterfeld nur noch in der Kreisliga. Foto: Martin Möller

Im Jahr 1960 kämpfte der BV Ostefeld um die Meisterschaft der Amateure, heute geht es um den Klassenerhalt in der Kreisliga A.

Es ist der 29. Juni 1960. Im Herforder Ludwig-Jahn-Stadion laufen die letzten Minuten der Saison. Und auch wenn man an diesem Mittwoch vor rund 9000 Zuschauern den Amateuren von Hannover 96 unterlegen ist und 0:3 verliert - es ist die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte für den BV Osterfeld.

Der 1919 gegründete Ballspielverein hatte die damals drittklassige Verbandsliga Niederrhein für sich entschieden und sich auch in der Aufstiegsrunde gegen den BV Selm und den 1999 aufgelösten SV Baesweiler durchgesetzt.

Als Westdeutscher Vertreter durfte der Oberhausener Klub neben dem Aufstieg in die II. Division West ebenfalls an der Finalrunde zur Deutschen Amateurmeisterschaft teilnehmen.

Im Halbfinale setzte sich BVO mit 2:0 gegen die Amateure des 1. FC Kaiserslautern mit Trainer und Weltmeister Ottmar Walter durch und erreichte im Endspiel gegen 96 vor 12.000 Zuschauern zunächst ein 1:1 nach Verlängerung. Damals gab es noch kein Elfmeterschießen, das Entscheidungsspiel gewann Hannover.

Das Team gegen Hannover 96: Mannschaftsführer Ernst Böhringer, Torwart Günter Büttner, Rudi Vollmeyer, Günter Pergler, Siegfried Scholz, Ede Sekulak, Werner Döring, Werner Richter, Edwin Sekulak, Willi Klimanek, Friedhelm Simons, Oskar Mnietzkowski, Helmut Vogelpoth, Heinz Sanetznik, Alfred Hübner.

Trainer: Ernst Duda.

Tore Hannover: 1:0 Patzke (36.), 2:0 Schmidtke (64.), 3:0 Schmidtke (68.).

Auch die Jugend sorgte in diesen Jahren für Aufsehen. Bereits im Jahr 1950 wurde die A-Jugend des Klubs westdeutscher Vizemeister (Titel an Union Gelsenkirchen), viele Spieler dieser Mannschaft waren in der Saison 1959/60 noch für die Erste Mannschaft in Osterfeld am Ball.

Der wohl prominenteste Name in der Klubhistorie ist wohl der spätere Bundesliga-Torschützenkönig Lothar Kobluhn, der 1971 für Rot-Weiß Oberhausen als bis heute einziger Defensivspieler diesen Titel gewann und bis 1963 beim BVO die Schuhe schnürte. Mit Péter Szabó spielte auch ein vormaliger ungarischer Nationalspieler (12 Einsätze) für den Verein, Willi Minnich - ebenfalls in der A-Jugend von 1950 - lief unter anderem für den 1. FC Köln, Borussia Mönchengladbach und RWO auf.

Nach einem Jahr in der II. Division stiegen die Osterfelder 1961 als Tabellenletzter wieder ab. Nach einigen Jahren zwischen Verbands- und Landesliga ging es in die Untiefen des Amateurfußballs. Mittlerweile kam der Verein schon lange Jahre nicht über die Kreisligen hinaus. In der Saison 2022/23 gelang der Aufstieg in die Kreisliga A, kurz vor dem Saisonende schwebt BVO dort jedoch in akuter Abstiegsgefahr.

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