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Mark Uth
Auf Schalke gejagt, mit dem 1. FC Köln auf Kurs Europa

(7) Kommentare
Mark Uth: Auf Schalke gejagt, mit dem 1. FC Köln auf Kurs Europa
Foto: firo

Mark Uth erlebte beim Schalker Abstieg schlimme Szenen. Mit Köln kämpft er nun um Europa. Gegen Schalke setzt er einen kleinen Stich.

Offensivspieler Mark Uth hat derzeit allen Grund, zufrieden zu sein. Mit dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln liegt der 30 Jahre alte Ex-Schalker auf Kurs Europa. Für welchen Wettbewerb es für den aktuellen Tabellensiebten reichen wird, ist Uth letztlich egal: „Ich würde mich generell über Europa freuen. Es spielt nicht eine allzu große Rolle, welcher von beiden Wettbewerben es wird“, sagte er im Sky-Interview. „Die Europa League wäre schon geil, aber die Conference League würden wir auch annehmen.“

Hinter Mark Uth liegt eine bewegte Zeit. Vor fast genau einem Jahr erlebte er mit dem FC Schalke 04 die wohl schrecklichste Phase in seinem Fußballerleben – sportlich und auch persönlich. Nach der Niederlage gegen Arminia Bielefeld stand Schalke als Absteiger aus der Bundesliga fest. Einige Anhänger waren an diesem Abend so wütend, dass sie den Mannschaftsbus an der Arena erwarteten und die Spieler zur Rede stellten. Bei einer verbalen Diskussion blieb es jedoch nicht: Es kam zu Handgreiflichkeiten und Jagdszenen. Direkt betroffen: Mark Uth.

Ausschreitungen nach Schalker Abstieg belasteten Mark Uth

Der 30-Jährige berichtete später, wie ihn die Situation auch noch lange nach den Ausschreitungen belastet habe. Er sprach von Schlafstörungen.

Doch das liegt nun hinter dem gebürtigen Kölner. Nach dem Abstieg ging er zurück in seine Heimatstadt. „Ich bin natürlich sehr froh, zu Hause bei meinem Herzensverein zu sein“, sagt Uth nun. Ein kleiner Stich in Richtung Schalke, wo er nie glücklich wurde, nie Fuß fasste. Viele Anhänger machten ihm mangelnden Einsatz zum Vorwurf.

In Köln blüht der Ex-Schalker auf

Ablösefrei hatte Schalke ihn 2018 aus Hoffenheim geholt und große Erwartungen gehabt. Sein damaliger Marktwert lag bei 18 Millionen Euro. Doch Klub und Spieler wollten nie richtig zueinander finden. Im Januar 2020 verlieh Schalke Uth nach Köln, gerne wäre er dort geblieben. Doch ein Transfer kam nicht zustande. Erst nach dem Schalker Abstieg wechselte Uth ablösefrei nach Köln. Sein Marktwert war mittlerweile auf drei Millionen Euro gesunken.

Doch In Köln blühte Uth auf, verpasste in der Bundesliga-Saison nur vier Spiele – in der Schalker Abstiegssaison waren es 14, am letzten Spieltag beim 1. FC Köln (0:1) stand er nicht einmal im Kader. Mit seiner Entwicklung in Köln ist er zufrieden: „Wir haben uns vorgenommen, eine tolle Saison zu spielen und keiner hat uns geglaubt. Wir konnten es im Endeffekt bisher bestätigen. Umso schöner ist es dann für mich wieder hier zu sein und eine tolle Saison zu spielen“, sagte er.

Trotz Schalke-Erlebnissen: Uth freut sich über Rückkehr der Fans

Nach seinen Erlebnissen auf Schalke wäre es beinahe verständlich, hätte Mark Uth nun ein gespaltenes Verhältnis zur Fanszene – doch so ist es nicht. Er freut sich über die Rückkehr der Fans und Ultras in die Stadien: „Sie sind ganz, ganz wichtig für uns. Man hat es auch in Berlin gesehen, als die Ultras dann reinkamen. Ich hatte Gänsehaut, denn es war einfach schön. Wir freuen uns sehr, dass sie wieder da sind und uns nach vorne peitschen“, sagte er. „Ich glaube, für ganz Fußball-Deutschland ist es extrem wichtig, dass die Ultras wieder dabei sind.“

Versöhnliche Worte für einen, der auch die hässliche Seite von Fußballkult erlebt hat. Mark Uths Konzentration gilt nun dem Endspurt in der Bundesliga – und dem Kampf um Europa. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) kommt Arminia Bielefeld. Ein schwieriges Spiel: Die Ostwestfalen strampeln noch gegen den Abstieg. Das weiß auch Uth: „Wir müssen Vollgas geben, die Intensität hochfahren und dann können wir diese Spiele gewinnen. Aber einfach wird es ganz sicher nicht.“

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KOMMENTARE

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awg 2022-04-22 11:32:57 Uhr
Der Verein wollte schon "zu ihm finden" - genauso wie die Fans. Doch der Leistungsverweigerer Uth wollte nicht ....
Baby 2022-04-22 12:17:22 Uhr
naja, deswegen jagt man ja keinen Menschen, oder?
Toad 2022-04-22 13:51:07 Uhr
@ Baby
Nein, das tut man nicht und ist auch auf keinen Fall zu rechtfertigen.
Ich finde auch, dass man diese Art von Artikeln mal so langsam unterlassen sollte. Gefühlt wird auf RS mehr über ehemalige Schalker berichtet als über aktuelle Themen. Negative Schlagzeilen generieren halt mehr Klicks.
Glück auf
Gemare 2022-04-22 14:50:42 Uhr
Kein Mensch hat ihm " verboten" bei dem Verein, der ihn sehr gut bezahlt hat ,vernünftig Fussball zu spielen!!!!
Warum ist er überhaupt nach Schalke gekommen wenn der FC sein Lieblingsverein ist???
Wurstfigur 2022-04-22 16:24:56 Uhr
@Melanie Meyer:

"am letzten Spieltag beim 1. FC Köln (0:1) stand er nicht einmal im Kader."

Ganz, ganz schlecht recherhiert Frau Meyer. Er stand nicht im Kader weil er darum gebettelt hat doch nicht gegen "seinen" FC Köln spielen zu müssen. Nachher hätte er sie noch in die 2. Liga geschossen...
Robbie 2022-04-22 17:49:05 Uhr
"Vor fast genau einem Jahr erlebte er mit dem FC Schalke 04 die wohl schrecklichste Phase in seinem Fußballerleben – sportlich und auch persönlich."

Nicht nur er erlebte eine schreckliche Phase, wir erst recht. Am Besten war noch, dass er nicht gegen Köln antreten wollte. Schalke ließ ihn gewähren, da war wohl dem Letzten klar in diesem Versein sind nur noch Id***** am Werk. Zum Glück sind diese Leute alle weg.
Lokutus 2022-04-23 19:50:08 Uhr
@Gemare
Dir verbietet ja auch niemand Stuß zu reden !
In der Abstiegstruppe hätte Ronaldo wie ein Gehbehinderter ausgesehen. Uth war nicht besser oder schlechter als andere Schalker...die Fans haben sich nur auf einige eingeschossen, weil es ja so schön ist einzelnen die Schuld zu geben ! Und dann auf typische Schalker Art körperlich zu regeln....

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