Was Gladbach noch verbessern muss

23.12.2018

BL

Was Gladbach noch verbessern muss

Foto: firo

Borussia Mönchengladbach überwintert auf dem dritten Rang in der Fußball-Bundesliga. Das ist beachtlich. Doch es bleibt viel Arbeit.

Jonas Hofmann wollte die Welt an seinem Heimweg teilhaben lassen. Deswegen veröffentlichte er auf der Fotoplattform Instagram ein kurzes Video, wie er über die Autobahn in Richtung Heidelberg braust, untermalt mit dem Lied „Driving home for christmas“ von Chris Rea.

So wie er haben sich auch seine Mitspieler von Borussia Mönchengladbach am Wochenende auf den Weg nach Hause begeben, um dort Weihnachten zu feiern. Auszuspannen von einer Hinrunde, die beeindruckend war. Besser, als von vielen erwartet. Die Gladbacher stehen nach 17 Spielen auf Rang drei. Sie haben häufig begeistert, viele Tore geschossen, Chancen kreiert, weitestgehend sicher verteidigt. 


Für die absolute Spitze reicht es nicht

Aber, das zeigte die 1:2 (1:1)-Niederlage am Freitagabend bei Herbstmeister Borussia Dortmund, für die absolute Spitze reicht es nicht. Dafür ist die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking noch zu unerfahren, der Kader nicht breit genug – und ein wenig fehlte in Dortmund auch der Mut.

Deswegen bleibt natürlich viel zu tun, wenn die Muskeln erholt, die Geschenke ausgepackt, die Raketen an Silvester in die Luft gefeuert sind. Am 2. Januar startet die Borussia in die Vorbereitung, am 5. Januar fliegt der Klub ins Trainingslager im spanischen Jerez de la Frontera.

Richtiger Impuls durch neues System

„Wir wissen, woran wir zu arbeiten haben“, erklärte Hecking noch am Freitag in Dortmund. Der Trainer hat mit dem neuen 4-3-3-System den richtigen Impuls gesetzt, seine Mannschaft weiterentwickelt. Vor allem im eigenen Stadion ist sie eine Macht, alle acht Heimspiele wurden gewonnen. Dafür knatscht es auswärts häufiger. Auch, weil die Gegner dann meistens mutiger auftreten, aggressiver pressen. Da kann Heckings Elf schon mal Probleme bekommen, gerade wenn sie versucht, alles spielerisch zu lösen. Hier muss sie noch sicherer werden. Auch Alternativen im Aufbauspiel finden, wenn der Gegner den Weg ins Mittelfeld verbaut.

In den vergangen Partien war zudem zu beobachten, wie sehr der verletzte Abwehrchef Matthias Ginter fehlte. Genauso wie Jonas Hofmann, der sich auf der Acht zu einem Leistungsträger entwickelt hat. 

Hecking: Tage der Regeneration genießen

„Die Tage der Regeneration werden wir jetzt genießen und hoffen, dass unsere Verletzten schnell wieder da sind und uns in der Vorbereitung zur Verfügung stehen“, meinte Hecking. „Mit dem Start der Rückrunde denken wir weiter von Spiel zu Spiel, um dann eine ähnlich gute Rückrunde zu spielen.“

Ein neues Saisonziel wollen sie in Mönchengladbach also weiterhin nicht formulieren. Doch: Die Chance auf die Qualifikation zur Champions League besteht. „Natürlich ist die da“, erklärt Christoph Kramer. Aber: „Ein Ziel zu formulieren, bringt nichts. Das wäre vollkommen dumm.“

Autor: Marian Laske

Kommentieren

23.12.2018 - 19:18 - Lippebote

Die Gladbacher können ewig üben und verbessern - für die absolute Spitze wird es nie reichen !
Seit dem Aufstieg 1965 flatten die Nerven im entscheidenden Moment ! Leider ! Wie oft stand MG vor einem großen Erfolg ,um dann mal wieder an der eigenen Baseligkeit zu scheitern !
Beispiele : 7:1 gegen Inter Mailand, das Wiederholungsspiel verrissen...; 5:1 gegen Real , in Madrid 0:4.... usw.,usw. Einfach mal googeln !
Jedem anderen Verein traue ich mehr zu !

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken