Viktoria Köln rettet Remis gegen RWO

17.02.2019

Regionalliga

Viktoria Köln rettet Remis gegen RWO

Foto: Micha Korb

In der Regionalliga West ist die Vorentscheidung um den Aufstieg zunächst vertagt. Spitzenreiter Viktoria Köln rettete gegen den Mitkonkurrenten Rot-Weiß Oberhausen lediglich ein torloses Remis ins Ziel. 

Vor dem Anpfiff zum Spitzenspiel des 22. Spieltags der Regionalliga West wusste der Tabellenführer, welche Chance sich für ihn bot. Am Vortag patzte die Konkurrenz: Die U23 des BVB spielte lediglich Remis gegen Wiedenbrück (1:1), der hochgehandelte SV Rödinghausen verlor gegen die Reserve von Borussia Mönchengladbach überraschend mit 0:1. Durch die Punkteteilung gegen Rot-Weiß Oberhausen ist der Vorsprung der Kölner dennoch auf komfortable sieben Punkte angewachsen.


Viktoria-Trainer Glöckner: "Spielerisch unterirdisch"

„Das Unentschieden geht ein Stück weit in Ordnung. Ich glaube, dass uns im Spiel nach vorne die richtigen Lösungen gefehlt haben. Es war ein ordentlicher Druck da. Selbst die Spieler, die nicht im Kader waren, waren nervös“, gestand Viktorias Sportvorstand Franz Wunderlich nach dem Abpfiff im Sportpark Höhenberg. In den vorangegangenen 90 Minuten bot sich den Zuschauern ein umkämpftes, aber schwaches Fußballspiel, dem es an Torchancen mangelte. „Fakt ist, von beiden Mannschaften war es nicht das beste Fußballspiel. Ich fand es spielerisch unterirdisch. Wir wollten heute mehr bieten, letztendlich geht das Unentschieden in Ordnung“, kommentierte Viktoria-Trainer Patrick Glöckner das Geschehen auf dem Rasen.

Wenn es vor den 1814 Zuschauern im Sportpark Höhenberg gefährlich wurde, dann waren die Gäste aus Oberhausen dafür verantwortlich. So trafen die Kleeblätter gleich zweimal in Person von Christian März (62.) sowie Philipp Gödde (86.) das Aluminium. „Ich glaube, dass wir mehr Chancen hatten, das Spiel zu gewinnen“, erklärte RWO-Trainer Mike Terranova frustriert nach dem Spielende. Dass das Duell mit dem Tabellenführer der Startschuss für eine Oberhausener Aufholjagd hätte werden können, war auch der Viktoria bewusst. „Es steht ja auch etwas auf dem Spiel. Wir wussten, dass die Oberhausener vor dem Spiel offensiv in ihren Äußerungen waren, aber man hat auch gemerkt, dass sie Druck hatten“, betonte Viktorias Wunderlich.

Trotz der verpassten Chance, den Vorsprung auf den Zweitplatzierten auf fast uneinholbare neun Punkte auszubauen, stapelte der Aufstiegsfavorit nach dem Abpfiff tief. „Du kannst noch so viel trainieren, du kannst den Wettkampfstress aber nicht simulieren. Ich bin froh, dass wir das erste Spiel hinter uns haben. Wir haben Oberhausen auf Distanz gehalten, auf Rödinghausen einen Punkt gut gemacht und ich denke, dass wenn die Mannschaft zwei, drei Spiele gespielt hat, auch noch Luft nach oben hat“, zog Wunderlich im Gespräch ein Fazit zur Punkteteilung. 

Autor: Max Daum

Kommentieren

20.02.2019 - 09:45 - neigefraiche

.... Ich auch nicht!
Fein ausgearbeitete Sichtweise, Top!

20.02.2019 - 09:32 - simsalabim

@Brückenschänke
Die Zuschauerzahlen bei Viktoria sind in den vergangenen Jahren immer konstant geblieben( ca.1100-1500).
Was nützen einem die vielen Zuschauer, wenn 2/3 von denen ein Verhalten an Tag legt, das einem neutralen Zuschauer zum Fremdschämen verleitet. Da werden volle Bierbecher auf die Ersatzspieler der Gäste geschmissen, ausgewechselte Gästespieler werden aufs übelste beleidigt und bespuckt und der Gästebus wird mit Steinen beschmissen. Das alles habe ich bei der Viktoria noch nicht gesehen.

19.02.2019 - 15:07 - neigefraiche

Zum Thema: Die derzeitigen Leistungen in Köln (also beim FC, bei der Viktoria und der Fortuna) sind unterirdisch, ein Massenphänomen. Bei den Ansprüchen die FC und Viktoria heute stellen, kommt trotz anprechendem Tabellenplatz deutlich zu wenig heraus. Keine Entwicklung sichtbar, nicht in der Mannschaft, auch nicht bei einzelnen Spielern. Mit attraktivem Spiel kann Viktoria nicht nur der Konkurrenz enteilen, sondern wie schon unten Schäl Sick erwähnt, neue Zuschauer generieren und halten. Frühe Planungssicherheit bedeutet eine lange Saisonvorbereitung auf Liga 3, ein nicht zu vernachlässigender Vorteil. An den jetzigen Verhältnissen festzuhalten gefährdet nicht nur den Aufstieg an sich sondern auch mit verzögerter Planungssicherheit trotz möglicherweise erfolgtem Aufstieg den Klassenerhalt in der Folgesaison.

Es muss JETZT was passieren. Aussitzen ist keine Option!

19.02.2019 - 14:55 - neigefraiche

@ brückenschänke:
Sind deinem Weltbild nach auch Herkenrath, Straelen, Rödinghausen, Jena, Uerdingen, Fortuna Köln, Augsburg, Ingolstadt, Leverkusen, Wolfsburg, Leipzig, Hoffenheim, um nur einige zu nennen, sowie sämtliche Aktiengesellschaften (oder in solche ausgegliederte) oder weitere in ihrer Historie aus wirtschaftlichen Gründen fusionierten Vereine tatsächlich alles "Plastik"-Vereine? Dann hast du aber ziemlich viele Feindbilder, die dir nichts bedeuten ....Vielleicht ist Fußball gar nichts für dich, bei soviel bedeutungsloser Abneigung. Selbst im Tischtennis gibt es Fusionen. Vielleicht ist Sport allgemein nichts für dich ....

Und wieso eigentlich "bedeutungslos", wenn du seit Jahren kaum einen Artikel auslässt zu kommentieren, in dem du ausführlich darstellst wie groß deine Abneigung gegen Viktoria ist?

Sackhüpfen wäre etwas für dich: Meines Wissens gibt es da keine Plastikvereine ....

18.02.2019 - 22:41 - Mystique

Genauso unbedeutend wie RWE?
Wenn man sportlich schon seit Jahren im Nirvana herumdümpelt, bleiben einem natürlich nur die Zuschauerzahlen, mit denen man prahlen kann. Schon peinlich, wenn man damit noch hausieren geht, obwohl man sportlich eine graue Maus ist.

Zum Glück gibt es hier aber noch einige andere User mit Niveau, die trotz anderer Fanzugehörigkeit sachlich diskutieren können.

18.02.2019 - 18:02 - Brückenschänke

@Grave.
Wieso fertiges Feinbild? Ich bin kein "Feind" irgendeines Vereins.
Schon gar nicht ein "Feind" der Viktoria. Dazu ist der Club zu unbedeutend.

18.02.2019 - 17:50 - Brückenschänke

Besser Brückenschänke als Oddjob.

18.02.2019 - 17:40 - Grave

@Brückenschänke
Jetzt schönt also schon Wikipedia Viktorias Historie, durch Verschweigen! Ja, dann schreib es doch rein...

Und Herr Wernze kommt trotzdem nicht aus Essen, er hat schon vor Jahrzehnten lange Zeit in Köln gewohnt, und irgendwann dann auch mal in Windeck. Dass Germania Dattenfeld es bis in die fünfte bzw. quasi sogar vierte Liga geschafft hat war laut Herrn Wernze nie so geplant, jedenfalls hat man eingesehen dass ein entlegenes Örtchen wie Windeck höherklassigen Fußball strukturell nicht bewältigen kann.

Und Nein, Herr Wernze hat sich Viktoria nicht in Gutsherrenart ausgesucht, der SCB Viktoria ist auf ihn zugegangen als man Geld zur Bewältigung eines privaten Vergleichsverfahrens brauchte.

Und eine gute Jugendarbeit hatte Viktoria Kökn übrigens schon immer, schon vor Wernze, auch zu Zeiten als man jeden Pfennig noch zweimal umdrehen musste.

Aber das alles passt natürlich nicht ins fertige Feindbild eines Plastikvereins.

18.02.2019 - 15:49 - Oddjob

Selbstredend sind dem Pleb 1800 Zusacher (sic!) peinlich, da helfen auch keine Erklärungsversuche, insbesondere, wenn die jeweiligen Statements, vermutlich mit zittrigen Händen, direkt aus den Brückenschänken der Republik abgesondert werden.
Es frappiert natürlich ein wenig, wenn als der Teil der Argumentation die Trainerentlassungen angeführt werden. Wieviele waren es genau seit 2011? Beeindrucken Sie die Leserschaft doch mal mit Fachwissen, Herr Plastikschänke!

18.02.2019 - 14:47 - Brückenschänke

Die "historische Entwicklung" der Viktoria ist einerseits durchaus bekannt und andererseits (geschönt weil unvollständig) auch bei Wikipedia nachzulesen. Tatsache ist aber auch, dass Wernze (der natürlich seinen wirtschaftlichen Stadort in und von Essen aufgebaut hat) sich in der damligen NRW-Liga zunächst einen anderen Club aussuchte, mit dem er aber den erwünschten Aufstieg nicht erreichen konnte. Welche Beziehungen hatte dieser Herr denn zu Germania Windeck? Wahrscheinlich die gleichlautenden wie zu seinem jetzigen Club. Es ging doch vor allem darum, einen Verein zu finden, den man plastizieren also nach eigenem Gusto formen kann (wenige Mitglieder, Zusammenlegungen verschiedener Vereine, besonders in Hinblick auf die vom Verband vorgegebenen Bedingungen, wie z.B. Jugendarbeit etc.). So etwas ist selbstverständlich ein Plastikverein. Seine Vereinsführung (An- und Verkauf von Spielern, Entlassungen von Trainern usw.) ist ja auch dementsprechend.
Bei meiner Feststellung verbleibe ich. 1800 Zusacher bei einem Spitzenduell der Regionallige West sind und bleiben einfach peinlich.

18.02.2019 - 13:51 - Grave

@Brückenschänke
Um die Gründe von Herrn Wernze - der mitnichten aus Essen kommt, sondern dort, warum auch immer, nur seinen Firmensitz hat - nachvollziehen zu können müsstest Du dich mal mit der Vor-Geschichte des "Plastikvereins" auseinandersetzen, den FC Viktoria Köln würde es ohne einen SC Viktoria Köln ja überhaupt nicht geben.

Gestern waren jedenfalls ca. 600 Oberhausener nach Köln mitgereist, ich finde das sehr respektabel, und immerhin noch 1200 Kölner haben sich, obwohl Nachmittags auch die Kölner Haie vor gut 18000 Zuschauern gespielt haben, für Viertligafußball beim lediglich drittbesten Fußball-Verein der Stadt interessiert. Um das richtig einzuordnen muss man sich als außenstehender Nicht-Kölner ggf. sicherlich etwas informieren. Der beste Fußball Club Essens mag in Essen mit Viertligafußball noch viele Zuschauer anlocken, als Nummer drei in Köln ist das dort nicht so leicht.

18.02.2019 - 13:29 - Frömberg6

@brückenschänke: was bist du dein von ein Vogel? Im Gegensatz zum RWE hat es Oberhausen wenigstens geschafft über Jahre eine gute Rolle in Liga 2 zu schaffen. Kehr mal lieber vor der eigenen Haustür.

18.02.2019 - 10:56 - hadi

Viktoria schwächelt sich von Spiel zu Spiel durch die Saison, unzählige 1:0 Siege bestätigen das. Dem Viktoriaanhänger scheint das zu reichen. Die Konkurenz in der Liga versteht es nicht, daraus Nutzen zu ziehen, wahrscheinlich reichen die sportlichen Mittel nicht aus.

17.02.2019 - 22:12 - Brückenschänke

@Grave:
Meine Bemerkung (peinliche Zuschauerzahl für ein Spitzenduell) bezog sich vor allem auf diesen komischen und völlig überflüssigen, zusammengeschusterten Plastikverein des Steuerexperten aus (immerhin!) Essen, der seit xJahren aus welchen Gründen auch immer Geld in dieses Konstrukt pumpt. Die klägliche Besucherzahl ist sicher erst durch die RWO-Fans zustande gekommen, die ja bekannterweise selbst ihr eigenes Stadion nicht füllen können. Der Viktoria-Finanzier wäre vlt. besser beraten, sein Geld an die Kölner Tafel oder an andere soziale Einrichtungen zu überweisen. Zumindest aus Gründen der Abschreibung.

17.02.2019 - 20:28 - Schäl Sick

Ganz schwaches Spiel. Da macht man eine Vorbereitung mit Trainingslager, Testspielen und allem Pipapo, und dann läuft nichts zusammen. Das war Angsthasenfußball, nach Ballgewinn trabten die meisten auf der Stelle, viel zu wenig Bewegung. So kann man keine Tore schießen.

Um die Leute, die an diesem sonnigen Tag zum ersten Mal in Höhenberg waren (waren einige), tut's mir leid. So gewinnt die Viktoria keine neuen Zuschauer.

Einziger Lichtblick: Lukas Musculus hat mir nach seiner Einwechslung ganz gut gefallen.

17.02.2019 - 19:56 - Grave

@Brückenschänke
Für RWE wären 1814 Zuschauer bei einem Spitzenspiel in der Tat wenig. Aber RWE ist im Regionalligabereich ja auch eine Ausnahme, im Durchschnitt haben die meisten Regionaligisten sogar noch weniger Zuschauer als Viktoria.
Man stelle sich mal vor alle Regionalligisten hätten so viele Zuschauer wie Rot-Weiss, dann hätte RWE ja gar kein Alleinstellungsmerkmal mehr, und wenn die anderen Vereine mit den hohen Zuschauereinnahmen dann auch noch gut wirtschaften käme RWE nie wieder nach oben. Klingt doch irgendwie traurig, oder.

Vielleicht ist es aber auch peinlich mit dem gewaltigen Potential von Rot-Weiss so tief zu sinken. Aber es geht noch tiefer, wir Viktorianer "durften" es viele Jahre lang erleben, wie es Jahr für Jahr dann auch weniger Zuschauer wurden.

17.02.2019 - 19:37 - redbull1de

@Lorheide
Ich hoffe, dass Ihr übernächsten Dienstag zahlreich erscheint.
Es gibt nichts schlimmeres als solche Spielverlegungen für Sport1.
Vermutlich bleiben von beiden Seiten viele daheim.

17.02.2019 - 19:32 - redbull1de

Da ist er wieder.@Du schöner RWE.
Der Zuschauer-Experte."gin" getrunken?
Das mit dem Zuschauen kennst Du ja.

17.02.2019 - 19:21 - Lohrheide

Finde die Zuschauerzahl bemerkenswert. Viktoria hazt ja nun mal nicht viel Stammpublikum, da hat OB sicher einiges mitgebracht. Glückwunsch zum Punkt, RWO, ihr erweist euch langsam als Spitzenteam.

17.02.2019 - 19:20 - Viktor1904

Beide Spitzenspiele (MG-RH + Viktoria-RWO) verliefen in den ersten Halbzeiten fast identisch.
Durch teilweise hartes körperbetontes Spiel im Mittelfeld neutralisierten sich alle.Folglich zwei 0:0s mit wenig Torchancen zur Pause.Nur der goldene Hammerfreistoß von Benger vermasselte die Torlosigkeit, letztendlich zu unseren Gunsten.Die letzten 15 Min. in Höhenberg entschädigten etwas für eine ansonsten schwächere Vorstellung ( nur eine echte Torgelegenheit durch Derflinger für uns ).RWO hätte Siegen können, aber in dieser Saison entscheidet sich der Fußballgott wohl für uns :-)
Unsere Mannschaft muss noch etwas investieren um es zu schaffen.Auf Dauer werden die 7 Punkte bei zu verhaltener Spielweise nicht reichen.
Vik Vik Viktoria

17.02.2019 - 18:52 - Hotteköln

Wenigstens hat unser Trainer das Spiel und unsere Leistung passend als unterirdisch eingeschätzt. Das soll die Leistung der Oberhausener nicht schlecht machen weil sie nicht gewonnen haben. Vorderes Mittelfeld und Sturm hat nicht stattgefunden. Nur selbstgefälliges hin- und Hergeschiebe im Mittelfeld. Zu wenig für unsere Ansprüche.
Wunderlich, Derflinger, Bunjaku, Holzweiler... alle unterirdisch. Könnte noch mehr aufzählen will ich aber nicht :(

17.02.2019 - 18:46 - Du schöner RWE

wieso RWO ist doch ein Zuschauermagnet, bitte keine Schwannzvergleiche. Gehören halt zuschauertechnisch genau in diese Liga, da gin´bt es keine zwei Meinungen.

17.02.2019 - 17:22 - Bacardicola

Ist ja dieses Jahr wieder ein Hauen und Stechen von Platz 2 bis 9

17.02.2019 - 17:15 - Brückenschänke

1814 Zuschaer bei einem Spitzenduell. Das ist einfach nur peinlich.

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