2. Liga

VfL Bochum verliert spät, bleibt aber Zweiter

Tizian Canizales
31. Januar 2021, 15:19 Uhr
Simon Zoller (hinten) im Zweikampf mit Karlsruhes Jannis Reibold. Foto: dpa

Simon Zoller (hinten) im Zweikampf mit Karlsruhes Jannis Reibold. Foto: dpa

In einem abwechslungsreichen Zweitligaspiel hat der VfL Bochum gegen den Karlsruher SC spät mit 1:2 (0:1) verloren. Dennoch bleibt der VfL Tabellenzweiter. Die Brennpunkte.

Ausgangslage:

Gerade einmal zwei volle Tage hatte der VfL Bochum, um sich nach dem turbulenten 3:2-Sieg beim FC St. Pauli auf den Karlsruher SC vorzubereiten. Dabei sollte das Duell mit den Badenern ein Topspiel werden. Der KSC hat aus den vorigen fünf Partien vier gewonnen und kam damit ähnlich formstark wie der VfL daher, der in sechs Partien fünf Siege geholt hatte.


Bis auf Fortuna Düsseldorf hatten die unmittelbaren Tabellennachbarn des VfL obendrein allesamt gewonnen, weshalb Bochum gegen Karlsruhe nachlegen wollte. Thomas Reis vertraute dafür der gleichen Elf wie am Donnerstag in Hamburg. 

Analyse:

Vom Anpfiff weg bekam der VfL erstaunlich viel Platz, aus dem die ersten gefährlichen Angriffe resultierten. Schon nach vier Minuten hätte Armel Bella-Kotchap per Kopf die Führung markieren müssen. Er setzte den Ball jedoch knapp über das Tor. 


Es entwickelte sich eine muntere Anfangsphase, in der beide Teams den Weg nach vorne suchten. Karlsruhe meldete sich mit einem Eckball an, den Robin Bormuth aus kurzer Distanz ins Tor bugsierte (14.). So lief Bochum zum zweiten Mal binnen vier Tagen einem frühen Rückstand hinterher. 

Und diesmal wirkte die Reis-Elf beeindruckt. Der Zug aus den Anfangsminuten ging verloren, stattdessen hätten die Karlsruher nach einem Riemann-Fehlpass um ein Haar erhöht. Marc Lorenz traf allerdings nur den Pfosten (23.). Erst gegen Ende der ersten Hälfte kam Bochum wieder etwas besser rein, brachte KSC-Keeper Marius Gersbeck jedoch nicht in Bedrängnis. So blieb es zur Pause bei der verdienten Gästeführung.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde der VfL nicht zwingender. Dementsprechend fällt das 1:1 in die Kategorie "Zufallsprodukt". Nach einer Flanke von Robert Zulj stand Kapitän Anthony Losilla in Mittelstürmerposition frei und schoss zum Ausgleich ein (55.).

Beide Teams spielten auch in der Folge auf Sieg. Beiden fehlten jedoch auch die zwingenden Abschlussaktionen. Auch Silvère Ganvoula, der nach 61 Minuten die Mittelstürmerposition des etwas müde wirkenden Simon Zoller übernahm, konnte keine entscheidenden Akzente setzen. Stattdessen traf Jerome Gondorf kurz vor Schluss zum 2:1 für die Gäste und fügte dem VfL die erste Niederlage nach sechs ungeschlagenen Spielen zu.

Glück gehabt:

Schiedsrichter Christoph Gunsch machte schon nach einer Viertelstunde mit einer Gelben Karte gegen Maxim Leitsch klar, dass er an diesem Tag nicht viel laufen lassen würde. Das bekamen auch Robert Zulj, Christian Gamboa und Karlsruhes Marvin Wanitzek zu spüren, die ebenfalls vor der Pause verwarnt wurden. 


Hätte Gunsch seine Linie konsequenter durchgezogen, wäre Gamboa noch vor dem Halbzeitpfiff für ein taktisches Foul vom Platz geflogen. Der Unparteiische ließ jedoch Milde walten und Reis sah sich gezwungen, zu reagieren. Gamboa blieb zur Pause in der Kabine. Stattdessen rückte Herbert Bockhorn auf die Rechtsverteidigerposition und Milos Pantovic kam ins Spiel. 

Erkenntnis und Fazit:

Der VfL Bochum kann noch verlieren. Nach 84 Minuten standen die Zeichen eigentlich schon auf Unentschieden, da verlor die Hintermannschaft Jerome Gondorf aus den Augen. Der ehemalige Darmstädter fackelte nicht lange und drosch den Ball in den kurzen Winkel. Nach sechs Spielen ohne Niederlage musste der VfL damit mal wieder alle Punkte abgeben, bleibt aber dennoch Zweiter.

[Widget Platzhalter]

Weitere News zum VfL Bochum

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren

01.02.2021 - 20:17 - meinvfl

Ich finde es von Sesi unverantwortlich, im Sturm nicht noch einmal aufzurüsten. Wie man immer wieder liest, ist z. B. Cebio Soukou von Arm. Bielefeld zu haben. Hinzu kommt, dass er Bochumer ist und gerne in seine Heimat wechseln möchte. Als Alternative zu Ganvoula wäre er allemal interessant. Aber Sesi baut auf den vorhandenen Kader und vergibt dadurch womöglich eine große Chance direkt aufzusteigen.

31.01.2021 - 17:27 - Idefix a.D.

DANKE! ;-)

Ach ja, abwarten und Tee trinken ;-) Es wäre ja am Ende zu schön um wahr zu sein :-) :-) :-)

Ein Kumpel von mir wünscht sich seit Wochen das Relegationsspiel Schalke gegen Bochum. Ohne da mutlos zu sein - aus Erfahrung würde ich mir dann lieber den direkten Aufstieg wünschen. Zum einen weil ich dem VfL nicht noch einmal Wünsche in einem "Endspiel" vom DFB zum zweiten Sieger gekürt zu werden (angebl. Abseits von Leifeld 1988) und zum anderen - bei einem Bochumer Erfolg wäre das Gejammer und Geheule der "Ückendorfer" nicht zu ertragen :-) :-) :-) :-) :-) :-)

Lass ma gut sein - der HSV wird es dieses Jahr schaffen. Dazu möglicherweise Düsseldorf - was ich gar nicht verstehen kann, so wie die spielen. Und das Relegationsspiel wird Fürth oder Kiel am Ende bestreiten, was dann egal gegen wen ein klarer Sieg für den "Erstligisten" werden dürfte (also - notfalls auch mit 2 Unentschieden :-) :-) :-) wird der Erstligist sich durchsetzen)

31.01.2021 - 16:31 - HSV4Ever

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag !

Und sonst:
Sieht trotzdem noch gut aus, VfL hat's ja selbst in der Hand.

VG

31.01.2021 - 15:54 - Idefix a.D.

Moin, moin zusammen!

Passiert - Mund abwaschen und weiter! Nächstes Spiel - neues Glück ;-)

Hatte mir zwar zum Geburtstag gewünscht, aber ich wünsche mir auch zu jedem Geburtstag einen Porsche oder einen Ferrari .... :-) :-) :-)

Trotzdem euch allen einen Sonntag!


1848 blau-weiße Grüße