Die Vorkommnisse rund um das Regionalliga-West-Livespiel zwischen Fortuna Köln und Alemannia Aachen (1:1) vom Montag beim TV-Sender Sport1 sind auch Tage danach noch großes Gesprächsthema.

RL West

Fortuna-Kapitän schießt gegen Ultras, Aachen verurteilt Vorkommnisse

08. November 2019, 09:40 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Die Vorkommnisse rund um das Regionalliga-West-Livespiel zwischen Fortuna Köln und Alemannia Aachen (1:1) vom Montag beim TV-Sender Sport1 sind auch Tage danach noch großes Gesprächsthema.

Was war passiert? Sowohl ein Teil der Fortuna-Anhänger als auch die rund 600 Alemannia-Fans unter den insgesamt 2613 Besuchern im Kölner Südstadion nutzten das TV-Livespiel von Sport1, um gegen den Sender und die fanunfreundliche Anstoßzeit am Montagabend um 20.15 Uhr auf ihre Art und Weise zu protestieren.

Nach gut einer halben Stunde ging es los: Beide Fanlager protestierten mit Trillerpfeifen lautstark gegen Sport1. Aus dem Fortuna Fan-Block flogen zudem Tennisbälle auf das Spielfeld. Eine Fortsetzung des Spiels war für den Unparteiischen Christian Scheper nicht möglich. Er schickte beide Mannschaften in die Katakomben. 16 lange Minuten verhaarten beide Mannschaften im Stadion-Innenraum. 

Sport-1-Chefredakteur Dirc Seemann, Fortuna Kölns Trainer Thomas Stratos und auch Aachens Übungsleiter Fuat Kilic hatten die Proteste gegenüber RevierSport bereits scharf kritisiert.


Nun meldet sich die Alemannia nochmal in einer Pressemitteilung zu Wort - mit deutlichen Worten: "Wir verurteilen es aufs Schärfste, dass mit dieser Aktion Gesundheit und Sicherheit von vielen hundert Fans auf der Tribüne riskiert wurden. Die Alemannia wird die Polizei und die Ermittlungsbehörden uneingeschränkt dabei unterstützen, die Täter zu identifizieren. Ermittelte Täter müssen mit entsprechenden Strafen und ggf. mit Regressforderungen sowie Stadionverboten rechnen. Der Verein, die TSV Alemannia Aachen GmbH, Sponsoren und besonders der Großteil der treuen Alemannia Fans sind nicht mehr gewillt, dieses Verhalten zu tolerieren und dabei zuzusehen wie einige wenige dem Verein immer wieder Schaden zufügen." 

Fortuna Kölns Kapitän: Nicht die beste Werbung für den Verein

Klare Worte fand auch Franko Uzelac, Fortuna Kölns Kapitän, im Gespräch mit dem Kölner Stadt-Anzeiger. Uzelac hatte nach dem Spiel seinen Mitspielern auch den Gang in die Fankurve verboten. "Niemand geht dahin!", lautet die Anweisung des Spielführers.

Uzelac erklärt: "Ganz ehrlich: Das finde ich dämlich. Uns wurde gesagt, dass nur die Stimmung boykottiert würde. Die Aktionen und die Unterbrechung hat uns dann völlig aus dem Spielfluss herausgeworfen. Das war mit Sicherheit nicht die beste Werbung für den Verein."

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08.11.2019 - 11:51 - ArnoKnoblauch

Das nennt man dann wohl bewusste Verzerrung von Fakten.

Glückwunsch, Reviersport! Das könnte man glatt dem melden.

08.11.2019 - 10:48 - Tak47los

Ist das der Ernst dieser Redaktion?
Die Alemannia kritisiert auf der Vereinshomepage lediglich die Pyro-Aktion zu Beginn der 2.Halbzeit.
Zitat" In der zweiten Halbzeit unseres Regionalliga-West-Spiels am vergangenen Montag wurden erneut Pyrotechnik und Feuerwerkskörper in einem Bereich des Aachener Fanblocks gezündet.

Wir verurteilen es aufs Schärfste, dass mit dieser Aktion Gesundheit und Sicherheit von vielen hundert Fans auf der Tribüne riskiert"

Die RS-Redaktion lässt bewusst den ersten Teil aus. Zum friedlichem Protest hat die Alemannia sich nicht geäußert - zumal diese Spielunterbrechung mehr als lächerlich gewesen ist.
Darf man demnächst auch nicht mehr zu laut jubeln?
Und der Uzelac scheint ja ein dufter Typ zu sein. Lappen.