Sollte die Reise nach Ostfriesland für die Fortuna zum Trauma werden?

Düsseldorf: Partie in Emden gedreht

"Pali" wahrt Aufstiegtraum

mg
07. Mai 2008, 22:45 Uhr

Sollte die Reise nach Ostfriesland für die Fortuna zum Trauma werden?

Wie im Vorjahr deutete alles lange auf eine ebenso unnötige wie dumme 0:1-Niederlage hin. Und wie in der vergangenen Saison hätte diese Pleite das Ende aller Träume von der 2. Liga bedeuten können. Die Duplizität der Ereignisse galt zunächst auch für den Torschützen. Rudolf Zedi hatte beim letzten Mal bereits nach neun Minuten getroffen. Diesmal war der Ex-Düsseldorfer kurz vor der Halbzeit mit einem Kopfball zum 1:0 erfolgreich. Doch der unermüdliche Kampf der keineswegs gut spielenden Fortuna wurde belohnt. Ahmet Cebe erzielte in der 71. Minute nach der ersten wirklich klaren Möglichkeiten der Gäste das 1:1

Zum Glück für die Fortuna hat Robert Palikuca sein Torjägergen wieder entdeckt. Nach einem Hampel-Freistoß köpfte er den 2:1-Siegtreffer fünf Minuten vor dem Ende.
"Das war für uns eine ganz bittere Niederlage", ärgerte sich Emdens Coach Stefan Emmerling. "Wir haben bis zum Umfallen gekämpft und am Ende haben Unachtsamkeiten das Spiel entschieden." Eigentlich hatten die Kickers die Landeshauptstädter nur symbolisch nass machen wollen.

Das hatten der Platzwart und ein Schlauch wohl etwas falsch verstanden. In der Nacht war der staubtrockene und bekannt holprige Platz gewässert worden. Der besagte Schlauch war geplatzt und hatte den Rasen vor der Haupttribüne teilweise zu einer Seenlandschaft verwandelt. Auch an anderen Stellen behinderten Pfützen nicht nur den Spielfluss, sondern der Ball blieb oft einfach liegen.

Die Emder hatten sich taktisch darauf eingestellt, wenn auch das hohe Spiel auf die Spitzen zunächst einfallslos wirkte. Die Fortuna hatte dennoch Schwierigkeiten, damit zurecht zu kommen und produzierte im Abwehrbereich einige Querschläger. Selbst dem sonst so souveränen Jens Langeneke unterliefen solche Schnitzer. "Wir haben ein sehr packendes Spiel gesehen", kommentiert Fortuna-Trainer Norbert Meier.

Gegen die robusten Kickers-Verteidiger konnten sich die Düsseldorfer Offensivkräfte, namentlich Ahmet Cebe, der den leicht angeschlagenen Axel Lawarée ersetzte, und Bekim Kastrati, nur ganz selten durchsetzen. In der 24. Minute hatte die Fortuna bei einem Überzahlangriff die einzige klare Chance in der ersten Hälfte. Cebe kam aber nicht richtig zum Abschluss.
Viel gefährlicher waren die Emder bis zur 42. Minute auch nicht.

Eine Sekunde Tiefschlaf des Gegners reichte Zedi. Nach einer Ecke stieg er unbedrängt hoch und köpfte zum 1:0 für Emden in den Winkel. Das Team von Meier kämpfte und bemühte sich, den Fluch des Rückstandes diesmal endlich zu besiegen. Die Gastgeber gaben sich mit der knappen Führung völlig zufrieden, wurden für die destruktive Spielweise ohne Zug nach vorne aber bitter bestraft. Ahmet Cebe nutzte die erste Verwirrung, in die Fortuna den Gegner stürzte zum 1:1-Ausgleich.

In der 80.Minute war das 2:1 für Fortuna eigentlich eine klare Sache. Nur für Lawarée nicht, der aus elf Meter freistehend am leeren Tor vorbeischoss. Da machte es Palikuca ein wenig später besser. Nach einem Hampel-Freistoß köpfte er zum auf Fortuna-Seite umjubelten Siegtreffer ein. Denn in der Schlussphase kämpfte die Mannschaft so, als wäre der Aufsteig damit schon perfekt. Drei Punkte, glänzende Aussichten und kein Trauma!

Autor: mg

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