Gegen das Schlusslicht aus Sprockhövel haben sich die Preußen zwar nicht mit Ruhm bekleckert, aber

OLW: Sprockhövel - Münster 0:2

Sonderlob für weibliches Schiedsrichter-Trio

tr
12. April 2008, 19:12 Uhr

Gegen das Schlusslicht aus Sprockhövel haben sich die Preußen zwar nicht mit Ruhm bekleckert, aber "am Ende zählt nur der Sieg", stellt Münsters Coach Roger Schmidt zufrieden fest. Denn Münster sackte sich nach den beiden Treffern von Massih Wassey (28.) und Michael Erzen (33.) den 2:0 (2:0)-Dreier vor 1.100 Zuschauern im Hagener "Ischeland Stadion" ein.

Doch die Fans rieben sich bereits vor dem Anpfiff die Augen, denn zum ersten Mal leiteten drei Frauen eine Oberliga-Partie. Und Schiedsrichterin Marina Wozniak aus Herne lieferte zusammen mit ihren Assistentinnen Kathrin Heimann und Sylvia Kuhn eine exzellente Leistung ab. Das Trio erlaubte sich keine Fehlentscheidungen und leitete das Duell sachlich und unscheinbar. "Deren Auftritt war vollkommen okay", zollte TSG-Coach Robert Wasilewski dem weiblichen Gespann ein Sonderlob. "Das war von den jungen Damen ein toller Auftritt. Im allgemeinen gab es nicht viel zu meckern. Manche männliche Vertreter sind da schon ganz anders, denn die spielen sich manchmal auf."

Während Wasilewski für die Frauen in schwarz nur positive Worte fand, ging er mit seiner Elf schon härter ins Gericht: "Wir haben den ersten Durchgang mal wieder völlig verschlafen. Wir waren viel zu ängstlich und Münster hat die Chancen eiskalt genutzt." Bei der Pausenansprache muss er dann aber den richtigen Ton getroffen haben, denn die TSG kam wie verwandelt aus der Kabine. "Die zweiten 45 Minuten haben wir uns ordentlich präsentiert. Damit war ich zufrieden, auch wenn die Preußen einen Gang zurückgeschraubt haben. Am Ende bleibt festzuhalten, dass wir die letzten Spiele in dieser Liga als Lernphase nehmen."

Autor: tr

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