Markus Weinzierl müsste jetzt eigentlich zu besonderen Sicherheitsmaßnahmen greifen, um seine wenigen verbliebenen Offensivspieler gegen alle Gefahren zu schützen.

Sturmproblem

Schalke fahndet nach Torschützen

Thomas Tartemann
31. Oktober 2016, 16:45 Uhr
Foto: firo

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Markus Weinzierl müsste jetzt eigentlich zu besonderen Sicherheitsmaßnahmen greifen, um seine wenigen verbliebenen Offensivspieler gegen alle Gefahren zu schützen.

Dem FC Schalke 04 gehen die Angreifer aus. Nach Millionen-Einkauf Breel Embolo, der sich vor zwei Wochen in Augsburg das Sprunggelenk und das Wadenbein gebrochen hatte, meldete sich vor dem Nachbarschafts-Duell bei Borussia Dortmund auch Klaas-Jan Huntelaar ab. Der 33 Jahre alte Angreifer zog sich im Training eine Teilruptur des Außenbands zu. Voraussichtliche Ausfallzeit: vier Wochen. In der Adventszeit kann der „Hunter“ beim Hinrunden-Endspurt in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen (11. Dezember), den SC Freiburg (17. Dezember), beim Hamburger SV (20. Dezember) und im letzten Europa-League-Gruppenspiel in Salzburg (8. Dezember) wieder mitmischen.

Teil-Entwarnung nach Meyer-MRT

Zumindest kurzfristig muss Weinzierl noch stärker improvisieren als bisher. Max Meyer, der an seiner neuen Rolle als zweite Spitze durchaus Gefallen gefunden hat, steht am Donnerstag gegen FK Krasnodar (21.05 Uhr/Sport1) nicht zur Verfügung. Meyer musste in Dortmund nach einem Zweikampf mit BVB-Verteidiger Sokratis ausgewechselt werden. Meyer veröffentlichte nach dem Spiel auf Facebook ein Foto von seinem lädierten Knöchel. Dazu schrieb er: „Geiles Derby heute. Hoffe, nichts Schlimmeres.“

Die MRT-Untersuchung am Sonntag brachte zumindest Teil-Entwarnung: nichts gerissen. Trotzdem muss der Offensiv-Allrounder einige Tage aussetzen. Möglicherweise reicht es am kommenden Sonntag (17.30 Uhr/Sky) gegen Werder Bremen zum Comeback.

Ob Franco Di Santo gegen Krasnodar und danach gegen seinen Ex-Klub Werder zur Verfügung stehen wird, ist offen. Im Derby gegen den BVB musste der Stürmer mit Problemen an der Bauchmuskulatur vorzeitig ausgetauscht werden.
Choupo-Moting muss auf Schalke vorne ran

Ohne Di Santo, der zwar im ­Abschluss harmlos ist, dafür aber durch seine hohe Laufbereitschaft gut ins Schalker Pressing-System passt, wird es eng in vorderster Front. Als Alternative muss dann zumindest kurzfristig Eric Maxim Choupo-Moting ran.

Normalerweise fühlt sich „Choupo“ auf dem linken oder rechten Flügel am wohlsten. „Wir sind im Moment ein bisschen gebeutelt“, sagt Schalkes Sport-Vorstand Christian Heidel und stärkt den Kräften, die jetzt in der Notlage in die Bresche springen müssen, den Rücken: „Die Jungs genießen unser volles Vertrauen.“

Zur Winterpause wird ein Nachlegen auf dem Transfermarkt immer wahrscheinlicher. Heidel sondiert zurzeit im Verborgenen. Auf die Frage, ob Ersatz für den schwer verletzten Embolo kommt, meinte der 53-Jährige: „Selbst, wenn es so wäre, würde ich es öffentlich nicht sagen.“ Heidel denkt dabei auch an den sensiblen Stürmer, der sich mit ganz kleinen Schritten wieder herankämpfen muss. Jetzt von einer Transfer-Offensive zu lesen, wäre für Embolo Gift. Aber irgendwann wird Heidel handeln müssen.

Autor: Thomas Tartemann

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