Das tat richtig weh: Die TSG Sprockhövel hat die erste Niederlage ihrer noch kurzen Regionalliga-Historie eingesteckt, die aber war gleich ziemlich heftig.

TSG Sprockhövel

Klatsche in Ahlen tat richtig weh

dw
07. August 2016, 09:28 Uhr
Foto: Volker Speckenwirth

Foto: Volker Speckenwirth

Das tat richtig weh: Die TSG Sprockhövel hat die erste Niederlage ihrer noch kurzen Regionalliga-Historie eingesteckt, die aber war gleich ziemlich heftig.

5:0 hieß es nach 90 Minuten im Wersestadion bei Rot-Weiß Ahlen. Das Team von Mircea Onisemiuc verteidigte dadurch die Tabellenführung.

Obwohl die TSG mit großen Personalsorgen nach Ahlen reiste und Gastgeber RW als Tabellenführer ins Spiel ging, war zunächst die TSG die bessere Mannschaft. Nicht einmal zwei Minuten waren gespielt, als Emre Demir Adrian Wasilewski steil in den Strafraum schickte, der den Ball aber knapp verpasste. Sprockhövel attackierte Ahlen früh, oft mussten sich die Rot-Weißen mit Kurzpässen aus dem eigenen Strafraum befreien, an der Mittellinie hatte die TSG den Ball schon meist zurückerobert. Nur die Torgefahr fehlte.

Ahlen kam zunächst kaum in die gegnerische Hälfte, traf aber direkt mit dem ersten Schuss: Finn Heiserholt wusste Max Machtemes nach einem Steilpass nur noch mit einem Foul zu stoppen. Gelb und Freistoß war die richtige Entscheidung des Unparteiischen – Cihan Yilmaz zirkelte den Ball aus knapp 20 Metern unhaltbar in den Winkel.

Ahlen zu abgeklärt für Sprockhövel

Die TSG attackierte wild, presste die Ahlener Abwehrkette oft schon im eigenen Strafraum an. Die Rot-Weißen hielten abgeklärt dagegen, konnten sich meist fußballerisch befreien und spielten auch sonst ziemlich clever: Phasenweise überließen sie der TSG viel Ballbesitz im Spielaufbau und zogen sich zurück. Die Blauen wussten damit meist aber wenig anzufangen und boten stattdessen Raum für Konter. Nach einem Gegenstoß über links verpasste Jan Klauke zunächst das 2:0, Machtemes brachte den Ball aber nochmals in den Sechzehner, wo Yilmaz ganz frei stand und sein zweites Tor machte. Ganz bitter für die TSG.

Nach dem Seitenwechsel hatte sich Sprockhövel etwas vorgenommen und Jimmy Antwi-Adjej hätte nach 50 Minuten aus spitzem Winkel fast den Anschluss erzielt, er scheiterte aber am Torwart. Ahlen spielte weiter abgeklärt und konterte clever: Der eingewechselte Ex-Sprockhöveler Emre Yesilova tauchte nach einer knappen Stunde frei vor TSG-Keeper Benz und legte zurück auf Gianluca Marzulla, der das 3:0 erzielte. Sprockhövel war zwar bemüht, strahlte aber überhaupt keine Torgefahr aus. Anders RWA: Mehrmals ließ sich die TSG-Abwehr in der Schlussphase von langen Bällen düpieren, zwei solcher Angriffe nutzen Yesilova und Kallenbach, auf 5:0 zu erhöhen.
Ahlen-Trainer lobt die TSG

TSG-Coach Balaika war nachher geknickt: „Wir wollten selbstbewusst auftreten und den Gegner schon im Aufbauspiel stören. Das ist uns aber nur 20 Minuten lang gelungen. Am Ende haben wir es Ahlen leicht gemacht. Das ist ein bitterer Tag für uns, aber das haut uns nicht um.“ Aufmunterung gab es vom Trainerkollegen Mircea Onisemiuc. Der Ex-Essener war sichtlich beeindruckt von der Herangehensweise des jungen TSG-Teams und sagte in Richtung Balaika: „Ihr war richtig bissig und extrem motiviert. Wie ihr in den ersten 30 Minuten Pressing gespielt habt und die Räume zugestellt, das macht ihr sehr gut. Hochachtung, wenn das über 90 Minuten klappt. Ich hoffe ihr schafft das – es gefällt mir, was bei euch passiert.“

Autor: dw

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