Nach der 0:4-Klatsche in Cronenberg steht fest: Der 1. FC Kleve verpasst erneut denkbar knapp den Aufstieg in die Oberliga Niederrhein.

Kleve

Immer feiern die anderen Teams - Aufstiegs-Gen fehlt

Pascal Biedenweg
12. Juni 2016, 19:25 Uhr
Foto: Ketzer

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Nach der 0:4-Klatsche in Cronenberg steht fest: Der 1. FC Kleve verpasst erneut denkbar knapp den Aufstieg in die Oberliga Niederrhein.

Trauer, Fassungslosigkeit, Wut, Enttäuschung - diese Substantive beschreiben die Klever Gefühlslage nach dem Abpfiff in Wuppertal sehr gut. Die Klever Akteure und Trainer Thomas von Kuczkowski standen noch minutenlang nach Abpfiff konsterniert auf dem Spielfeld - und mussten dem Cronenberger SC beim Feiern zusehen. FCK-Coach von Kuszkowski fand nur schwer Worte: "Keine Ahnung was ich sagen soll. Ich bin einfach nur leer. Immer feiern die anderen Teams."

In der Tat kann man dem 1. FC Kleve das Aufstiegs-Gen absprechen. Bereits im letzten Jahr scheiterten die Niederrheiner in der Relegation. Damals in einer Dreier-Gruppe mit dem FSV Duisburg und Düsseldorf-West. Die Düsseldorfer konnten am Ende jubeln - heute die Wuppertaler. Kein einziges Mal die Klever. Dabei sah es nach dem Hinspiel gut aus - Kleve konnte sich durch das 1:0 eine gute Ausgangsposition erarbeiten. Das 0:4-Desaster in Cronenberg wirft aber einige Fragen auf. von Kuszkowski nimmt seine Truppe dennoch in Schutz: "Ich weiß nicht, ob das ein Einbruch war. Wir bekommen schnell zwei Gegentore, danach bist du natürlich verunsichert, denn du hast die gute Ausgangsposition weggeschenkt. In Folge dessen mussten wir mehr riskieren und bekommen prompt das 0:3. Dann sitzt du in der Kabine und planst eine Heldenheschichte. Dann kriegst du direkt nach Wiederbeginn das 0:4. Das ist bitter und ich bin sehr bedient."

So bedient, dass der Klever Coach noch keine Gedanken an die kommende Saison verschwenden möchte: "Der Verein wird auch in Zukunft eine intakte Truppe zur Verfügung haben und sich gut aufstellen. Da mache ich mir wenig Sorgen. Ich habe zwar zugesagt für nächstes Jahr, aber ich muss jetzt abwarten, wie es in mir innerlich aussieht und ob ich wieder genug Kraft tanken kann."

Autor: Pascal Biedenweg

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