Viele dachten nach der Meldung am späten Donnerstagabend an einen Aprilscherz. Dem war nicht so - Magnus Niemöller hört nach der Saison in Erkenschwick auf.

SpVgg Erkenschwick

Kein Aprilscherz - Niemöller hört auf

Pascal Biedenweg
04. April 2016, 16:43 Uhr
Foto: Heimann

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Viele dachten nach der Meldung am späten Donnerstagabend an einen Aprilscherz. Dem war nicht so - Magnus Niemöller hört nach der Saison in Erkenschwick auf.

Als die Meldung, Magnus Niemöller hört zum Saisonende auf, am 31. März gegen halb elf verlautet wurde, dachte das Gros wohl an einen verfrühten Aprilscherz. Doch in den darauffolgenden Tagen wurde die Meldung zur Gewissheit: Niemöller will nicht mehr. Nach fünf Jahren als Trainer der Spielvereinigung wird der 42-Jährige seinen Vertrag nicht verlängern. "Die Entscheidung ist schon länger in mir gereift. Schlimm war es, diese meiner Mannschaft mitzuteilen. Ich habe mich noch nie so elend gefühlt,“ offenbart Niemöller. Dem Waltroper fehlte letztlich wohl die Motivation, einen neuen Umbruch in Erkenschwick einzuleiten: "Ich konnte die Frage, ob ich nochmals die Energie dazu aufbringe, eine neue Truppe aufzubauen, nicht zu hundert Prozent mit Ja beantworten,“ gibt er preis.

Klar wäre es schön gewesen, hätten wir um den Aufstieg mitspielen können
Magnus Niemöller (SpVgg Erkenschwick)

Niemöller befindet sich also auf Abschieds-Tournee. Es scheint so, als wolle seine Mannschaft alles daran setzen, dass diese eine schöne wird. Die SpVgg konnte die letzten fünf Partien allesamt siegreich bestreiten und rangiert mittlerweile in der Rückrunden-Tabelle auf Position Eins. Selbst der erfahrende Coach ist überrascht, dass die Rückrunde so gut verläuft: "Das ist natürlich eine herausragende Entwicklung. Wir haben in meiner Amtszeit noch nie fünfmal hintereinander gewonnen. Außerdem haben wir nach gut zwei Jahren endlich wieder einen Rückstand gedreht. Meine Truppe präsentiert sich momentan sensationell."

Gut möglich, dass auch die nicht beantragte Regionalliga-Lizenz, Ausschlag für seine Entscheidung gegeben hat. Immerhin wird dadurch die Mannschaft und der Trainer um einen möglichen Aufstieg gebracht: "Klar wäre es schön gewesen, hätten wir um den Aufstieg mitspielen können. Das wäre ein positiver Druck gewesen. Aber so können wir jetzt jedem beweisen, dass es keinen Zusammenhang mit dem Lizenz-Thema und unserer Leistung gibt. Unsere momentane Situation ist ein großer Verdienst meiner Männer. Das ist keinesfalls alltäglich. Die Mannschaft zeigt einen enormen Charakter - diese Mentalität wird durch Fakten unterstrichen."

Ab der kommenden Spielzeit müssen sich die Verantwortlichen am Stimberg einen neuen Linienchef suchen. Wer dieser sein wird, steht bislang noch in den Sternen. Aber eines ist bekannt - die Ära Magnus Niemöller geht wirklich zu Ende.

Autor: Pascal Biedenweg

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