Vier Niederlagen aus vier Spielen, den letzten Platz damit zementiert. Der Rückrundenstart hätte für den 1. FC Wülfrath eigentlich nicht schlechter laufen können.

1. FC Wülfrath

Zweigleisige Planungen nach vier Pleiten

23. März 2016, 17:30 Uhr
Foto: Nils Heimann

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Vier Niederlagen aus vier Spielen, den letzten Platz damit zementiert. Der Rückrundenstart hätte für den 1. FC Wülfrath eigentlich nicht schlechter laufen können.

Dabei haben die Bergischen mit dem Trainerwechsel zur Rückrunde auf Mesut Güngör ihre vielleicht letzte Patrone bereits verschossen, der Verein steht in der Tabelle mit dem Rücken zur Wand. Güngör weiß allerdings, woran es bei seiner Mannschaft hapert: Unsicheres Auftreten durch verlorenes Selbstvertrauen. Der Wülfrather Linienchef versucht daher Tugenden auszugraben, die seinen Spielern im ganzen Leistungsdruck abhanden gekommen sind: "Der Spaß und die Freude am Fußballspielen müssen wieder zurückkommen. Jeder kennt das doch, wenn man als Kind mit dem Ball unterm Arm beim Nachbarn geklingelt hat, weil man Bock hatte, ein bisschen zu kicken. So muss das sein und das versuchen wir wieder zu wecken."

Im Bestfall muss das schon an Gründonnerstag in der Auswärtspartie beim SC Blau-Weiß Oberhausen-Lirich funktionieren. Wenn es denn so etwas wie einen Funken Hoffnung gibt, muss dieser am besten sofort zum Lodern gebracht werden. Güngör: "Der Gegner interessiert uns nicht, selbst wenn es ein Oberligist oder sonst etwas wäre, wir müssen punkten. Und wenn ich sage, dass uns ein Punkt genügen würde, wäre das wohl sogar noch gelogen." Allerdings würde auch eine Niederlage an den Gedanken der Wülfrather nichts ändern: "Solange wir rechnerisch nicht abgestiegen sind, werden wir das bestmögliche aus uns herausholen. Und selbst wenn es so kommen sollte, werden wir uns immer noch mit Hurra und Anstand aus der Landesliga verabschieden."

Damit das allerdings nicht passiert, legt er sich derzeit in den Trainingseinheiten voll ins Zeug und lebt seinem Team den Glauben an das Wunder Klassenerhalt vor: "Das kostet natürlich viel Herzblut, aber wir haben nicht aufgegeben und werden auch nicht aufgeben."

Die Planungen für die kommende Spielzeit laufen dennoch zweigleisig, alles andere wäre schließlich schlichtweg unprofessionell. Güngör jedenfalls, der bereits unter anderem bei der SSVg Heiligenhaus bewiesen hat, dass er eine Mannschaft zu einem Aufstieg führen kann, wäre bereit, auch dann noch den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Eine Liste mit möglichen Akteuren für die Mannschaft der folgenden Saison, egal welche Spielklasse es letztendlich werden sollte, hat er bereits an den Sportlichen Leiter Joachim Dünn weitergegeben. Ein Arbeitspapier dafür hat er jedenfalls noch nicht, interessiert daran wäre er jedoch: "Es wurden noch keine Gespräche geführt, aber die werden noch kommen. Die Konzentration liegt sowieso erst einmal rein auf dem Sportlichen."

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