VfL Bochum

Am Anfang eines langes Weges

21. September 2015, 09:17 Uhr
Foto: firo

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Am Samstag war der Kabinentrakt des rewirpowerSTADIONs verwaist.

Nach dem kräftezehrenden, hochklassigen und jederzeit dramatischen Westschlager gegen Fortuna Düsseldorf hatte Gertjan Verbeek seinen Spielern Ruhe verordnet. Kein Wunder: Schon am Dienstag auf der Bielefelder Alm und erst recht am Freitag gegen den 1. FC Kaiserslautern warten auf den VfL neue Herausforderungen.

Das Spiel gegen die Fortuna hat gezeigt, dass die Verantwortlichen des VfL gut daran tun, nicht irgendwie übertriebene Erwartungen zu schüren und sich mit vielleicht allzu forschen Aussagen selbst unter Druck zu setzen. Warum sollte der VfL momentan ein Saisonziel proklamieren, um sich später daran messen zu müssen?

Zu Wochenbeginn steht in Bochum eine Aufsichtsratssitzung an, inklusive vollgespickter Tagesordnung. Ganz oben steht sicherlich die Vertragsverlängerung von Gertjan Verbeek. Unaufgeregt behandelt man dieses Thema, aber es ist doch klar, dass man in Bochum gerne mit dem niederländischen Trainer verlängern möchte.

Damit nicht genug: Denn während sich die VfL-Anhänger in der Nacht zum Samstag noch freudetrunken am zuvor erlebten Westschlager begeisterten, sind sie beim VfL schon einige Schritte weiter. So werden Christian Hochstätter und Nachwuchsleiter Jens Rasiejewski eine Erweiterung des im Sommer beschlossenen Jugendkonzeptes vorstellen.

Neue Sportpsychologen
Fast unbemerkt hat sich auch in der letzten Woche schon wieder etwas getan. Ab sofort verfügt der VfL sowohl im Profibereich als auch im Nachwuchs über je einen Sportpsychologen, der die Mannschaften mental betreut. Aufsichtsratsmitglied Martin Kree fordert dabei Geduld ein: „Wir sind erst am Anfang eines langen Weges, aber wir haben diese Geduld.“

Ohne Wenn und Aber: Der VfL hat in den letzten neun Monaten schon einen großen Schritt gemacht. Finanziell hat sich die Lage entspannt; sportlich sorgt das Team derzeit dafür, dass Bochum sowohl beim Ticket- als auch Fanartikelverkauf kräftig boomt. Und doch ist der nächste Schritt weit, das zeigte auch das Düsseldorf-Spiel, und als Beweis dient eine ganz nüchterne Zahl: 12 Millionen Euro lässt sich „F95“ den Spieleretat kosten. Das sind knapp 50 Prozent mehr als beim VfL.

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