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BVB-Kommentar
Die größte Geldvernichtungsmaschine der Bundesliga

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BVB: Ein Kommentar zur Dortmunder Transferpolitik

Borussia Dortmund hat nach dem desaströsen Abschneiden in der Hinrunde mit einem Millionen-Transfer reagiert. Ein Kommentar zur Dortmunder Transferpolitik.

Mit einigen warmen Worten wurde Dong-Won Ji am Montag von den BVB-Verantwortlichen verabschiedet. Wie es sich bei einem Abgang gehört, erhielt der Spieler auch ein obligatorisches Dankeschön für seine geleistete Arbeit - selbst wenn dieser in seinem halben Jahr beim BVB ausschließlich dazu beigetragen hat, den Trikotverkauf in Asien anzukurbeln. Bei Dong-Won Ji handelte es sich noch um einen sportlichen Fehlgriff, der leicht zu verkraften ist, zumal der Südkoreaner ablösefrei aus Augsburg gekommen war. Was sich die sportliche Leitung des amtierenden Vizemeisters von diesem und von vielen anderen Transfers in den letzten beiden Jahren versprochen hat, ist genauso unerklärlich wie die Leistungen der Schwarz-Gelben oder der Umstand, dass Marco Reus jahrelang ohne Führerschein durch die Gegend fahren kann.

Als Meisterschaftskandidat in die Saison gestartet, überwintert der BVB auf dem vorletzten Tabellenplatz. Dieser beispiellose Absturz hat den einstigen Bayern-Schreck zur Lachnummer der Nation gemacht. Einer der Hauptgründe für das Scheitern der Borussia ist zweifellos die miese Transferpolitik von Zorc, Klopp und Co. Bisher hatten die Verantwortlichen in den letzten Jahren ein tolles Näschen bei den Zugängen. Anders zuletzt:

Unglaubliche 118 Millionen haben die Westfalen laut Transfermarkt in den letzten knapp zwei Jahren in die Hand genommen, um nach den Abgängen von Mario Götze und Robert Lewandowski mit den Bayern Schritt halten zu können. Vier Millionen Euro mehr als der Rivale aus dem Süden. Der BVB hat sich jedoch sportlich nicht verstärkt, sondern ist zur größten Geldvernichtungsmaschine der Bundesliga geworden. Das einst goldene Händchen, das den BVB früher bei den Low-Budget-Transfers von Mats Hummels, Lukasz Piszczek oder Robert Lewandowski ausgezeichnet hatte, ist den Verantwortlichen komplett abhanden gekommen.

Internationale Experimente

Abgesehen von Sokratis konnte keiner der teuer verpflichteten Spieler den Erwartungen gerecht werden. Warum sich Matthias Ginter als Weltmeister bezeichnen darf, dürfte bislang jedem Fußballfan ein großes Rätsel sein. Shinji Kagawa hat das Fußballspielen in Manchester offenbar verlernt, Adrian Ramos ist ein würdiger Ersatz für Julian Schieber. Vor allem die internationalen Experimente waren für den BVB ein teurer Griff ins Klo. Chancentod Henrikh Mkhitaryan, Pierre-Emmerick Aubameyang, Milos Jojic, Ciro Immobile - über allen hielt der Verein bis zuletzt die schützende Hand. Es wurde um Geduld gebeten. Alles andere wäre freilich auch ein Schuldeingeständnis gewesen.

Doch statt aus den eigenen Fehlern zu lernen, hat die BVB-Führung nun voller Stolz den nächsten sündhaft teuren Exoten präsentiert. Fünf Tore in der ersten Liga Österreichs haben den Marktwert des Slowenen Kevin Kampl offenbar auf zwölf Millionen Euro geschraubt, so viel hat der BVB zumindest nach Medieninformationen für Kampl in die Hand genommen. Einerseits ist das ein weiteres trauriges Beispiel für die perverse Inflation im europäischen Fußball, andererseits aber auch ein Indiz für die fehlende Einsicht und die Panik im BVB-Lager.

(40) Kommentare

1. Bundesliga

Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 FC Bayern München 34 24 5 5 97:37 60 77
2 Borussia Dortmund 34 22 3 9 85:52 33 69
3 Bayer 04 Leverkusen 34 19 7 8 80:47 33 64
4 RB Leipzig 34 17 7 10 72:37 35 58
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 FC Bayern München 17 13 2 2 48:15 33 41
2 Borussia Dortmund 17 13 0 4 52:28 24 39
3 RB Leipzig 17 11 2 4 43:17 26 35
4 FSV Mainz 05 17 10 5 2 33:11 22 35
Pl. Mannschaft Sp g u v Tore Diff Pkt.
1 FC Bayern München 17 11 3 3 49:22 27 36
2 Bayer 04 Leverkusen 17 9 5 3 41:24 17 32
3 Borussia Dortmund 17 9 3 5 33:24 9 30
4 SC Freiburg 17 7 5 5 26:21 5 26
5 RB Leipzig 17 6 5 6 29:20 9 23

Transfers

Borussia Dortmund

07/2021

07/2021

07/2021

07/2021

Borussia Dortmund

34 H
Hertha BSC Berlin
Samstag, 14.05.2022 15:30 Uhr
2:1 (0:1)
34 H
Hertha BSC Berlin
Samstag, 14.05.2022 15:30 Uhr
2:1 (0:1)

Torjäger

Borussia Dortmund

# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 22 87 0,9
2
Julian Brandt

Mittelfeld

9 232 0,3
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1 18 56 1,5
2
Marco Reus

Mittelfeld

5 275 0,3
# Name Tore Min./Tore Tore/Sp.
1
Julian Brandt

Mittelfeld

7 150 0,4
2 4 228 0,3
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5
1
2
3
4
5

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KOMMENTARE

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lappes 2014-12-23 16:47:48 Uhr
Herr Herms !

Setzen,sechs !


Zuletzt modifiziert von lappes am 23.12.2014 - 16:48:48
Siegergenetik 2014-12-24 15:46:09 Uhr
Der Kommentar von Herrn Herms ist an oberflächlichen Stammtischparolen nicht mehr zu überbieten und bewegt sich auf dem Niveau des Boulevards. Obwohl es ein Leichtes wäre, diesen geistigen Dünnpfiff detailliert mit sachlichen Argumenten zu wiederlegen, habe ich an dieser Stelle keine Lust dazu - meine Zeit ist mir einfach zu schade dafür. Dennoch öchte ich ihnen, Herrn Herms, wenigstens einen auf's sportliche bezogene Hinweis geben: Richten sie Ihren geistigen Fokus nur fünf Minuten auf den HSV. Gehen sie kurz in sich. Erinnern sie sich an den von Ihnen benutzten Begriff "Geldverbrennungsmaschine". Vielleicht erscheint vor ihrem geistige Auge nun das Gesicht eines Gewissen Herrn Kühne. Erinnern sie sich an all die Trainer, die kommen und gingen, deren Bezüge weiterliefen und - laufen ( zumindest Herr Fink und Herr Slomka dürften zu den bestbezahlten Freigestellten Deutschlands gehören ). Denken sie an Stars wie van der Vaart, Illicevic, Adler, Rudnevs oder Lasogga die nach deren Selbstverständnis mindestens um die UEFA-Cupplätze spielen müßten, in der Realität aber nicht erst seit dieser Saison gegen den Abstieg spielen, insofern sie überhaupt auf dem Platz stehen. Vielleicht kommen sie dann auch noch darauf, dass sie diese Fakten irgendwie nicht ganz so positiv auf den Marktwert der exemplarisch aufgezählten Spieler.

Dem Verfasser des Kommentars rate ich, sich der BILD-Zeitung anzuschließen, oder sich um die Reinigung der Redaktionsräume zu kümmern.

Frohe Weihnachten !


Zuletzt modifiziert von Siegergenetik am 24.12.2014 - 15:47:30
Traumzauberer 2014-12-26 09:08:44 Uhr
Der Kommentar ist sehr reißerisch geschrieben udn einzelne Formulierungen lassen den Verdacht aufkommen, daß der Schreiber nicht gerade ein großer BvB Fan ist.
Außerdem ein Kommentar zur Unzeit. In Dortmund herrschen zur Zeit andere Probleme, da braucht man nicht noch drauftreten.

Trotzdem hat er meiner Meinung nach mit einigen Dingen Recht. Dortmund war schon mal erfolgreicher mit seinen Transfers. Aber das passiert überall. Auch in Bayern.

Der BvB hat jahrelang sein Image als finanziell unterlegener Bayern - Jäger gepflegt, der eigentlich keine Chance hatte, aber aufgrund der grenzenlosen Harmonie im Verein und des Weltklassetrainers Klopp stets dagegen gehalten hat.
Wenn man sich die im Artikel genannten Zahlen so anschaut, muß man dieses Bild teilweise korrigieren.

Ich hoffe, daß Dortmund die Kurve kriegt, und in der Rückrunde entsprechend auftritt.
Das wäre wichtig für den Rhrgebietsfußball.
Ein Abstieg ist nicht realistisch.

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