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BO: Kreisliga kompakt
Altenbochumer Derby: Post triumphiert

Bochum: Kreisliga kompakt

Ivo Kleinschwärzer ärgert den Stadtrivalen gleich vierfach. Auch auf den anderen Plätzen ballerten sich einige den Winterfrust von der Seele: Kreisliga kompakt.

Kreisliga A 1

Es gibt Derbys, die sind heiß umkämpft. Und es gibt Derbys, in denen die eine Mannschaft die andere förmlich abschlachtet. So geschehen am Wochenende zwischen SC Post Altenbochum und den Sportfreunden Altenbochum. Durch den 6:0-Kantersieg zementierte Post nicht nur seine Tabellenposition, sondern stellte auch eindrucksvoll klar wer der Beste im Bochumer Stadtteil ist.

„Man of the Match“ war dabei ohne Frage Ivo Kleinschwärzer. Der Post-Stürmer war von den Sportfreunden überhaupt nicht zu stoppen und netzte gleich vier Mal ein (19., 79., 84., 86.). SF-Trainer Bruno Otto redete sich obgleich dieser Demütigung für seine Spieler anschließend in Rage: „Wir haben das Fußballspielen komplett eingestellt. Das ist nicht nachvollziehbar und wird Konsequenzen haben.“

Verfolger Westfalia Bochum gewann sein Spiel ebenfalls, mühte sich allerdings zu einem 3:2-Heimsieg gegen RW Stiepel. Zur Pause lag das Team noch 1:2 zurück, drehte aber nach dem Seitenwechsel die Partie zu seinen Gunsten. In der Tabelle beträgt der Rückstand auf Post Altenbochum damit weiterhin nur drei Zähler, die Altenbochumer haben allerdings noch zwei Spiele in der Hinterhand.

Vöde im Winterschlaf – RW Leithe weiterhin punktlos

Grund zur Sorge muss Trainer Lars Mündelein mit Blick auf die Tabelle noch nicht haben. Der SV Vöde rangiert jenseits von Gut und Böse auf einem Mittelfeldplatz. Die aktuelle Form seiner Mannschaft beunruhigt den Linienchef dagegen schon: „Das war jetzt die dritte Niederlage in Serie. Wir sind noch nicht so richtig aus der Winterpause gekommen.“ Gegen den BV Langendreer 07 gab es beim 0:4 jedenfalls weder Punkte noch Aussicht auf Verbesserung.

Die Reserve von RW Leithe kann einem dagegen fast schon leidtun. Im 17. Spiel gab es die 17. Niederlage. Diesmal erfreute sich die SpVgg Gehrte am Schlusslicht und schoss einen souveränen 5:0-Sieg heraus. Trainer Carsten Buttler gefiel aber nicht nur die Treffsicherheit seiner Spieler, sondern auch die Arbeit seiner Defensivkräfte: „Endlich stand hinten mal wieder die Null“.

Kreisliga A 2

Ex-Profi Abdul Iyodo macht seinen Trainer froh. Dem Stürmer der SG Wattenscheid 09 II gelang gegen DJK Adler Dahlhausen im zweiten Durchgang ein lupenreiner Hattrick (64., 86., 90.). Spielertrainer Engin Tuncay sprach deshalb nach dem 4:1-Heimsieg an der Berliner Straße von einem „super Wochenende“ für seine Jungs. Die Reserve der Lohrheidekicker - diesmal unter anderem mit Ex-Junioren-Nationalspieler Kai Koitka aus dem Oberligakicker verstärkt – verteidigte damit ihre Tabellenführung souverän. Tuncay und Co. spielte aber auch der gleichzeitige 2:3-Ausrutscher von Verfolger und Rivale SW Wattenscheid 08 II in die Karten. Deren Trainer Alexander Schmidt war nach der Niederlage seines Teams gegen Amacspor Dahlhausen „ziemlich enttäuscht“ und steht in den zwei Nachholspielen jetzt besonders unter Druck.

Keinen Bock mehr hat wohl TuS-Coach Michael Paul. Nach der 1:3-Niederlage gegen TuS Blankenstein gab der Trainer „aus persönlichen Gründen“ seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt. Ärgerlich für Paul war wohl auch die Tatsache, dass sein Team wieder einmal eine Führung aus der Hand gab. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir das Spiel noch verlieren können“, war der Verantwortliche nach dem Spielende entsprechend sauer.

Schmutzige Siege und blutleere Auftritte

Im Abstiegskampf der A2-Staffel gab es keine Befreiungsschläge. Schlusslicht SW Eppendorf II verlor auch gegen DJK Wattenscheid mit 0:2 und hat weiterhin zwölf Punkte Rückstand auf den Vorletzten aus Leithe. Allerdings verkaufte sich Eppendorf so teuer, dass DJK Wattenscheids Trainer Ralf Fischer trotz des Sieges von einer katastrophalen Leistung seiner Spieler sprach: „Das war nicht gut. Das war schmutzig“.

Der Vorletzte RW Leithe leistete bei seiner 1:2-Niederlage gegen SG Welper ebenfalls lange Widerstand. Erst in der zweiten Halbzeit musste Rainer Gebauers Team den K.o.-Schlag hinnehmen. Dabei hatte sein Team eigentlich die besseren Gelegenheiten, die Führung zu erzielen. „Welper war einfach bissiger, teilweise ist es auch Kopfsache. Das ist eben das Problem wenn du unten drin stehst.“

Arminia Bochum II ist zwar noch nicht gerettet, gegen SV BW Weitmar zeigte das Team aber immerhin, dass es seine Chancen auch nutzen kann. Beim 4:2-Auswärtssieg kamen zu keiner Zeit Zweifel am Sieger auf. Der Trainer der unterlegenen Gäste, Weitmar-Coach Andreas Gomolluch, bescheinigte seinem Team daher trotz Ergebniskosmetik eine „blutleere Vorstellung“.

Kreisliga A 3

Was ist nur mit Bommern los? Patzte das Team bereits letzte Woche gegen die Reserve von TuS Heven (wir berichteten), gab es für den (Noch-)Spitzenreiter der A3-Staffel bereits die nächste Niederlage. Trainer Lars Kerwel und sein Team verloren auch auf eigenem Platz gegen den ärgsten Verfolger SV Herbede II mit 0:2. Damit beträgt der Abstand der beiden Teams „nur“ noch zehn Punkte, Herbede hat noch ein Nachholspiel. In der aktuellen Form von SV Bommern dürfte die Aufstiegsfrage somit vielleicht noch einmal spannend werden.

Hinter den beiden möchte auch DJK Ruhrtal Witten noch ein Wörtchen mitreden. Gegen den VfB Langendreerholz gab es einen absolut ungefährdeten 4:2-Heimsieg. Der Gegner um Coach Björn Sperber betrieb zwar in der zweiten Halbzeit trotz eines 0:3-Rückstandes immerhin noch Schadensbegrenzung – Sperber war jedoch restlos bedient: „Das war einfach grottenschlecht“.

Der TuS Heven macht derweil dort weiter, wo er letzte Woche gegen Bommern aufgehört hat: Seinem Gegner haushohe Klatschen beizubringen. Diesmal musste die SpVgg Gerthe II als Sparringspartner herhalten und kassierte eine 0:6-Packung. Gerthe-Coach Marcus Kretschmann war sehr enttäuscht: „Das ist nach sieben Spielen die erste Niederlage. Wir konnten gegen Heven leider nicht an die Leistung der Vorwochen anknüpfen.“ Lebenszeichen von Concordias „Zwoter“- Stockum II jetzt Letzter

Einen „verdienten Sieg“ fuhr das bisherige Schlusslicht Concordia Wiemelhausen II ein. Gegen den ebenfalls abstiegsbedrohten FSV Witten gab es einen 2:0-Heimsieg. Trainer Manfred Stopienski konnte sich zwar über den Sieg freuen, mahnte seine Spieler aber angesichts der weiter engen Tabellensituation jetzt nicht nachzulassen.

Die Rote Laterne geht nach dem Concordia-Sieg an TuS Stockum II. Das Team lieferte BV Langendreer 07 lange Zeit einen Kampf auf Biegen und Brechen, musste sich am Ende aber mit einem 3:3-Unentschieden zufrieden geben – trotz dreimaliger Führung. Langendreers Trainer Thomas Martin sah sein Team allerdings nicht nur als „moralischen Sieger“ sondern hätte sich am Ende „durchaus vorstellen können, das Spiel noch zu gewinnen“.

Alles Wissenswerte zu den vier Staffeln der Kreisliga B finden Sie auf der nächsten Seite.

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