Westfalenliga 1

Nach Aderlass: So läuft es für den TuS 05 Sinsen

Dominik Hamers
11. November 2020, 15:40 Uhr
Symbolbild. Foto: Frank Oppitz

Symbolbild. Foto: Frank Oppitz

Fußball-Westfalenligist TuS 05 Sinsen hat sich gemausert. Ausgerechnet aber in die Phase des kurzzeitigen Aufschwungs fiel die Zwangspause. Der Fußball-Obmann kann das jedoch aus gutem Grund verkraften.

Da staunte die Konkurrenz nicht schlecht, als sie das Ergebnis aus Sinsen las. Der TuS 05 hatte Grün-Weiß Nottuln mit 4:0 besiegt. Nicht etwa ein Kellerkind, sondern eine Mannschaft aus dem Mittelfeld der Fußball-Westfalenliga 1. In der Partie festigte die Mannschaft von Trainer Michael Schrank den Eindruck, den sie bereits in den vorherigen Partien hinterlassen hatte. „Die Spieler haben sich gut entwickelt. Ich hätte nicht gedacht, dass sie so schnell zu einer Einheit werden“, sagt Fußball-Obmann Christos Karaissaidis.

Kurz darauf muss er sich entschuldigen. Sobald er spricht, kommt der Hustenreiz. Der Funktionär wurde kürzlich positiv auf das Coronavirus getestet. „Mich hat es erwischt“, betont er. „Ich hatte Glück, dass ich nicht ins Krankenhaus musste. Aber es hat mich körperlich fertig gemacht.“ Karaissaidis gibt zu, dass er die Krankheit zunächst unterschätzt hat. „Jetzt aber habe ich es am eigenen Leib erfahren und weiß, dass es kein Spaß ist.“

Daher konnte er die Zwangspause gut verkraften, auch wenn es deutlich besser lief als zu Saisonbeginn. „Wir waren zwar im Aufwind, aber das ist jetzt halt so“, sagt er. Wichtig sei ihm, dass sich innerhalb des Teams etwas getan habe. Nach dem personellen Aderlass im Sommer sowie der Aufgabe, eine neue Mannschaft zusammenzustellen, habe er zunächst Bedenken gehabt: „Viele der Spieler kannte ich nicht so gut. Wir alle mussten abwarten.“

Inzwischen aber sei die Handschrift des Trainers deutlich zu erkennen. „Am Anfang hatten wir kaum Stabilität, auch wenn wir nicht in allen Spielen, die wir verloren haben, schlecht waren“, erinnert sich Karaissaidis.

Der Funktionär fühlt sich mittlerweile wieder besser, auch wenn er weiterhin den Kontakt zu den Spielern vermeidet. Schließlich soll das Team wieder voll da sein, wenn es wieder losgeht. „Unser Ziel ist es, dass wir über dem Strich stehen. Der Klassenerhalt ist das Wichtigste in dieser Saison.“

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