2. Bundesliga

Bochum-Trainer Reis: „Niederlage wird uns nicht umwerfen"

Tizian Canizales
31. Januar 2021, 17:22 Uhr
Foto: Udo Kreikenbohm

Foto: Udo Kreikenbohm

Nach sechs ungeschlagenen Spielen musste der VfL Bochum gegen den Karlsruher SC eine bittere 1:2 (0:1)-Niederlage einstecken. Trainer Thomas Reis sah dabei große Probleme im Passspiel.

In den vergangenen Wochen hatte der VfL Bochum ein gewisses Spielglück erarbeitet und knappe Partien stets für sich entschieden. An diesem Nachmittag setzte Karlsruhes Jerome Gondorf diesem Bochumer Trend allerdings ein jähes Ende, als er nach 84 Minuten im Sechzehner zu viel Platz bekam und den Ball zum Siegtreffer in den kurzen Winkel schoss. „Ich glaube, dass es ein ausgeglichenes Spiel war. Umso ärgerlicher ist, dass wir es durch zwei Standards verloren haben", monierte Trainer Thomas Reis nach Abpfiff.


Denn nicht nur der entscheidende Treffer von Gondorf fiel nach einem Eckball. Auch dem zwischenzeitlichen 1:0-Führungstreffer von Robin Bormuth (14.) war eine Ecke vorausgegangen. „Schon im Jugendbereich lernt man, dass man so lange verteidigen muss, bis der Ball aus der Gefahrenzone raus ist. Das haben wir nicht getan und Karlsruhe hat das sehr gut ausgenutzt“, analysierte der Bochumer Trainer.

VfL Bochum nicht zwingend: „Technik und Passspiel waren sehr unsauber"

Damit kassierte der VfL schon zum zweiten Mal binnen vier Tagen zwei Gegentore. Beim 3:2-Sieg gegen den FC St. Pauli konnte die Offensive um das Duo Simon Zoller/Robert Zulj das Ergebnis noch korrigieren. Gegen den KSC war der VfL im Angriff allerdings über weite Strecken nicht zwingend genug und schaffte es zu selten, Torgefahr zu erzeugen. 


Den fehlenden Zug im letzten Drittel machte auch Reis als einen der Knackpunkte aus. „Um den Sechzehner herum hatten wir immer wieder gute Aktionen. Es gab wieder sieben, acht Situationen, in denen wir den Mitspieler im Strafraum nicht gefunden haben. Das ist ein Manko, das ich immer wieder angeprangert habe. Technik und Passspiel waren sehr unsauber. Daran müssen wir arbeiten“, forderte er. 

So passte irgendwie auch ins Bild, dass der zwischenzeitliche Ausgleich durch einen defensiven Mittelfeldspieler fiel. Nach einer Flanke von Robert Zulj stand Anthony Losilla in Mittelstürmerposition vor dem leeren Tor. Der Franzosen traf den Ball jedoch etwas unglücklich, sodass der heranspringende KSC-Keeper Marius Gersbeck den Einschlag fast noch verhindert hätte (55.).

Am Ende wäre ein Punkt für den VfL ebenso verdient wie zufriedenstellend gewesen. Die unglückliche Niederlage ließ Reis jedoch nicht nervös werden. „Es war klar, dass wir nicht alle Spiele erfolgreich gestalten würden. Ich denke, dass ein Punkt verdient gewesen wäre, aber jetzt müssen wir daraus unsere Lehren ziehen", so der 47-Jährige.

Dabei setzt er vor der nächsten englischen Woche auch auf den guten Geist in der Mannschaft. „Bisher hat die Mannschaft immer sehr, sehr gut auf Negativerlebnisse reagiert. Diese Niederlage wird uns nicht umwerfen", versprach Reis.

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