Sportlich läuft es für die SG Essen-Schönebeck in dieser Saison noch nicht rund. Dennoch gibt es rund um die Ardelhütte auch zufriedene Gesichter.

Goddard zufrieden

Beim FCR nicht nur Lehrgeld bezahlt

Desirée Kraczyk
22. Oktober 2009, 15:47 Uhr

Sportlich läuft es für die SG Essen-Schönebeck in dieser Saison noch nicht rund. Dennoch gibt es rund um die Ardelhütte auch zufriedene Gesichter.

Eine davon ist Stephanie Goddard. Die Stürmerin wechselte im Sommer gemeinsam mit Vanessa Martini vom FCR 2001 Duisburg zum Revier-Rivalen, und das vor allem mit der Hoffnung auf mehr Einsatzzeiten. Die 21-Jährige darf sich zwar mit den Titeln UEFA Women‘s Cup- und DFB-Pokalsiegerin schmücken, aber die zwei Jahre hat sie sich dennoch anders vorgestellt. „Bereut habe ich den Wechsel zum FCR Duisburg nicht. Ich habe viel gelernt im Training mit den Nationalspielerinnen und musste jedes Mal an meine Grenzen gehen“, erklärt Goddard, die anschließend aber auch ein drastischeres Fazit zieht: „Ich bin richtig auf den Arsch gefallen.“

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Verzweifelt ist die angehende Sonderschulpädagogin aber nicht und der „Typ, der sich sofort aus dem Staub macht wenn es nicht läuft“ ist sie ohnehin nicht. Bei der SG Essen-Schönebeck darf die U19-Europameisterin von 2007 nun das, was sie immer wollte: in der 1. Bundesliga spielen, und das nicht nur als gelegentliche Einwechselspielerin. In den bisherigen Partien war sie in der Startelf gesetzt. Am vergangenen Sonntag erzielte Goddard gegen den USV Jena außerdem ihr erstes Bundesliga-Tor für die SGS. Der 2:3-Anschlusstreffer in der 57. Minute diente zudem als Weckruf für die gesamte Mannschaft, die zuvor „die schlechteste erste Halbzeit lieferte, die ich in meiner Zeit als Trainer in Essen gesehen habe“, wie Agolli nach dem 3:3-Entstand gestand. Eine Erklärung für das Auftreten hat Goddard allerdings nicht: „Wir haben uns das auch anders vorgestellt.“ Die Verletztenmisere will die gebürtige Rintelnerin, die ihre Karriere beim beim FC Gütersloh begann, indes nicht als Ausrede gelten lassen.

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Was zählt sind die Punkte, und wenn es gegen die vermeintlichen Gegner auf Augenhöhe nicht klappt, dann eben gegen die Top-Teams. Am Sonntag trifft die Agolli-Elf auf den amtierenden Deutschen Meister Turbine Potsdam. Goddard, die in Dortmund wohnt und auch studiert, gibt sich vor der Partie keineswegs pessimistisch: „Ehrlich gesagt halte ich es nicht für unwahrscheinlich, dass wir in Potsdam einen Punkt holen. Gegen Bayern München hatten wir auch unsere Chancen und die Niederlage [0:3] ist zu hoch ausgefallen.“

Zu verlieren haben die Schönebeckerinnen ohnehin nichts. Derzeit gehe es darum, wie ein Eichhörnchen Punkte zu sammeln, wie Coach Agolli erklärt. „Wir können ja Fußball spielen. Hoffnungen, in Potsdam etwas zu holen, bestehen somit“, betont Goddard nochmal mit Nachdruck.

Autor: Desirée Kraczyk

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