RWE: Vertrags-Angebot kam zur korrekten Zeit

Zinke über die Arbeit

Oliver Gerulat
29. Januar 2009, 10:47 Uhr

"Es kann nur eine Vorgabe geben", lässt sich Sebastian Zinke nicht lange bitten, wenn man ihn fragt, was ihn nach Essen trieb.

"Natürlich wollen wir hoch, es sind zwar elf Punkte Abstand nach oben, aber es ist vieles möglich." Lange überredet werden musste der 23-Jährige nicht. "Das Angebot kam, ich habe zugegriffen." Vor allen Dingen, weil bei seinem Ex-Klub Wilhelmshaven zuletzt einiges Durcheinander herrschte (RS berichtete).

Thomas Strunz, Geschäftsführer Sport bei RWE: "Die Spielgenehmigung ist da, das Thema ist erledigt." Aktuell hat Zinke ein Appartement im Oberhausener NH-Hotel, "das für die nächsten Wochen genügt." Sein Vertrag läuft bis zum 30. Juni, verlängert sich nach einer bestimmten Anzahl an Matches. "Das sieht bislang alles sehr positiv aus", legt sich der vierfache U20-Nationalspieler fest. Nur der Abstand auf Kaiserslautern stört. Zinke: "Man merkt, RWE hat schon bessere Zeiten erlebt. Man präsentiert sich professionell."

Ganz unbekannt ist ihm das Team nicht, mit Silvio Pagano, André Maczkowiak und Mike Wundlich spielte er zusammen beim 1. FC Köln. "In der Zeit war ich auch zweimal an der Hafenstraße, wir verloren aber beide Matches", erinnert sich Zinke. Der Innenverteidiger zog mit 18 Jahren aus seiner Geburtsstadt Kassel in Richtung Domstadt. "Das ist auch eher meine Mentalität, ich mag dieses Nordhessische gar nicht so", schmunzelt Zinke, "den Karneval kannte ich damals nur aus Erzählungen". Den nimmt er seit dem aber jedes Mal aus Überzeugung mit. Die Mentalität am Rhein ist mit der im Revier durchaus vergleichbar. "Man ist offen", legt sich Zinke fest, der auch für den KSV Baunatal auflief.

Zurück nach NRW wollte er sowieso, die Offerte von RWE kam genau zum korrekten Zeitpunkt. "So richtig viel gesehen habe ich von der Stadt noch nicht", gibt Zinke zu. Was nachgeholt wird, bis Samstag gilt jedoch die Konzentration nur Fortuna Düsseldorf, dem Gegner im Diebels-Niederrheinpokal (14 Uhr, Georg Melches-Stadion). Danach wird er vielleicht die Gegend mit Freundin Liesa erkunden, die in Kassel Sozialpädagogik studiert. Zinke selbst absolvierte zur Kölner Zeit beim FC nach dem Fachabitur eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann, studiert bei der Düsseldorfer IST für 18 Monate Sportmanagement. "Das muss sein, es kann schnell vorbei sein."

Die aktuelle Saison der Regionalliga West ist am 6. Juni nach dem Match bei Dortund II beendet. Danach will der ehemalige Tuspo Waldauer einen verlängerten Kontrakt in der Hand haben. Deshalb macht Zinke unmissverständlich klar: "Ich habe gerne Spaß mit Freunden, aber wenn es zur Arbeit geht, gelten andere Sachen."

Autor: Oliver Gerulat

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