Fach wehrt sich gegen Vorwürfe

18. Oktober 2003, 12:10 Uhr

Trainer Holger Fach hat seinen Wechsel von Rot-Weiß Essen zum Bundesligisten Borussia Mönchengladbach erneut verteidigt. Der 41-Jährige wehrt sich gegen die Vorwürfe des Vertragsbruchs.

Holger Fach ist endgültig der Kragen geplatzt. Vor dem Spiel gegen Meister Bayern München hat der Trainer von Bundesligist Borussia Mönchengladbach seinen Wechsel zum Bökelberg nach nur drei Wochen beim Regionalligisten Rot-Weiß Essen vehement verteidigt. "Ich habe keinen Vertragsbruch begangen. Ich habe keine Lust, mich für etwas rechtfertigen zu müssen, was absolut rechtens war", erklärte der Coach in einem Interview der NRZ.

"Sicherlich gibt es eine moralische Verpflichtung. Auch Essen hätte mir direkt am Anfang, bevor ich den Vertrag unterschrieben habe, Vertrauen geben können. Hat der Klub aber auch nicht gemacht, sondern die Verantwortlichen haben gesagt, okay, das machen wir jetzt ein paar Monate. Und wenn es dann nicht geklappt hätte, dann wäre der Fach entsorgt worden. Das ist die andere Seite", meinte der 41-Jährige weiter.

Fach sieht sich nicht als "Frischling"

Auch gegen seine Rolle als "Frischling" wehrt sich der fünfmalige Nationalspieler: "Ich bin im neunten Jahr in dem Verein, zuerst als Spieler und jetzt das dritte Jahr als Trainer. Das wird teilweise so hingestellt, als würde einer, der vorher in der Kneipe gearbeitet hat, jetzt auf den Trainingsplatz gestellt."

Fach war Ende August als Amateur-Coach der Borussen nach Essen gewechselt und hatte sich bereits zu diesem Zeitpunkt festschreiben lassen, bei einem Angebot vom Bökelberg sofort zurückkehren zu können. Bereits drei Wochen später wurde er bei den Borussen Nachfolger des entlassenen Ewald Lienen.

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