Die erste Entscheidung, dass sich Ulrich Zerrath vom Bochumer Insolvenzgericht dem Fall Erkenschwick zugeteilt wurde, sorgt am

Erkenschwick: Zerrath prüft "kostendeckende Masse"

Etat für die neue Saison steht

tr
18. Juni 2008, 23:05 Uhr

Die erste Entscheidung, dass sich Ulrich Zerrath vom Bochumer Insolvenzgericht dem Fall Erkenschwick zugeteilt wurde, sorgt am "Stimberg" für pure Erleichterung. Ehrenpräsident Anton Stark ist mehr als glücklich, in der schwersten Stunde des Clubs einen "echten Experten" zu haben.

Zerrath kennt sich besonders gut bei Vereinsinsolvenzen aus, hat bereits den "Fall" Blau-Weiß Post abgewickelt. "Aber erst einmal bin ich nur der vom Gericht bestellte Gutachter", gibt sich Zerrath zurückhaltend und schiebt einen Blick auf seine ersten Amtshandlungen nach: "Ich musste erst einmal prüfen, ob die Gründen für eine Insolvenz vorhanden sind. Nach dem jetzigen Stand kann ich sagen, dass es der Fall ist." Eine bittere, aber auch erleichternde Nachricht, denn schließlich hoffen die Clubverantwortlichen auf diesem Weg einen Neuanfang starten zu können. Als nächstes muss Zerrath "ein Gutachten über eine kostendeckende Masse" abgeben. "Bis zum 30. Juni wird das Geschehen sein", kennt der Finanzwirt den Termin der Wechselfrist bestens. "

Sollte auch dieser Bericht "erfolgreich" sein, steht einer Insolvenz nichts mehr im Weg. "Dadurch würden alle Altlasten nach hinten gestellt und der Spielbetrieb könnte mindestens ein Jahr lang aufrecht erhalten werden", berichtet Zerrath, der allerdings keine extremen Hoffnungen in das Freundschaftsspiel gegen Schalke setzt. "Jeder Cent hilft, aber wer denkt, dass man nach dieser Partie seine Schulden begleichen kann, irrt." Verständlich, denn immer noch steht die Summe von mindestens 750.000 Euro im Raum.

Doch eine gute Nachricht hat der Zerrath bereits ausgemacht. "Die Voraussetzungen, die Spieler in der kommenden Serie zu bezahlen, sind laut vorgelegtem Etat da." Übersetzt: Wenn die bürokratischen Hürden genommen sind, kann Zerrath die Gespräche mit den Gläubigern aufnehmen und dann hat der Traditionsverein eventuell doch eine Zukunft in der Westfalenliga.

Autor: tr

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