RWE

Zwickau statt Essen - Ex-Kandidat hat sich entschieden

Martin Herms
09. März 2018, 09:53 Uhr

Foto: Firo

Regionalligist Rot-Weiss Essen sucht weiter einen Trainer für die kommende Saison. Joe Enochs sollte es werden. Doch der 46-Jährige geht im Sommer lieber zum FSV Zwickau.

Schon vor gut einem Monat hätte die Trainerfrage an der Hafenstraße geklärt sein können. Nach Informationen dieser Redaktion sollte Joe Enochs Argirios Giannikis als Trainer beim Fußball-Viertligisten beerben. Am 4. Oktober 2017 wurde der Ex-Profi beim Drittligisten VfL Osnabrück entlassen. Mitte Februar verhandelte er mit den RWE-Verantwortlichen. Enochs habe Interesse an der Aufgabe gehabt, doch schließlich sagte er den Essenern ab. Offenbar lag dem gebürtigen Kalifornier ein Angebot aus seinem Heimatland USA vor. Nun steht fest, dass er Deutschland vorerst nicht verlassen wird.

Denn wie die Bild-Zeitung berichtet, wird der 46-Jährige in der kommenden Saison den Drittligisten FSV Zwickau trainieren. Enochs schaue sich in Zwickau bereits nach einer Wohnung um, in der kommenden Woche soll die Verpflichtung offiziell verkündet werden.

An der Hafenstraße geht die Suche nach einem Giannikis-Nachfolger hingegen weiter. Knapp zwei Monate sind inzwischen vergangen, seit der aktuelle RWE-Trainer verkünden ließ, dass er sich im Sommer dem Drittligisten VfR Aalen anschließen wird. "Wir haben immer noch mehrere Kandidaten im Auge. Es gibt noch keine Tendenz. Unser Ziel ist es nach wie vor, eine Top-Lösung für Rot-Weiss Essen zu präsentieren", erklärte Präsident Marcus Uhlig zuletzt auf RS-Nachfrage.

Grammozis ist ein heißer Kandidat

Einer der Kandidaten ist Dimitrios Grammozis. RevierSport weiß, dass die Essener den U19-Trainer des VfL Bochum gerne verpflichten würden. Der 39-Jährige absolviert derzeit seine Prüfung zum Fußball-Lehrer und würde demnach alle Voraussetzungen mitbringen, um einen ambitionierten Regionalligisten wie RWE zu trainieren. Nach bestandener Prüfung wolle er sich darüber Gedanken machen, sagt Grammozis: "Ich habe mich mit nichts anderem beschäftigt als mit der Prüfung und der U19 des VfL Bochum. Für etwas anderes habe ich den Kopf gar nicht frei. Wenn ich meinen Fußball-Lehrer habe und die Saison vorbei ist, dann sehen wir weiter."

Autor: Martin Herms

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