Das nächste Talent kehrt Schalke 04 wohl vorläufig den Rücken.

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Nächstes Talent geht: Reese wechselt zum KSC

Andreas Ernst
28. Januar 2017, 00:01 Uhr
Foto: Firo

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Das nächste Talent kehrt Schalke 04 wohl vorläufig den Rücken.

Stürmer Fabian Reese wechselt nach Informationen der "Badischen Neuesten Nachrichten" auf Leihbasis zum Zweitligisten Karlsruher SC. Eine Bestätigung der Vereine steht noch aus. Reese wäre nach Junior Caicara (Basaksehir), Fabian Giefer (Bristol) und Sidney Sam (Darmstadt) Schalkes vierter Abgang in der Winterpause. Beim KSC trifft Reese auf Ex-Schalke-Trainer Mirko Slomka. Er soll die verletzten Offensivkräfte Manuel Torres und Florian Kamberi ersetzen.

Reese bestritt in der aktuellen Saison sechs Pflichtspiele für die Profis der Königsblauen (drei in der Bundesliga, zwei in der Europa League, eins im DFB-Pokal), stand oft im Kader. Allerdings erzielte er kein Tor. Nach der Winter-Vorbereitung ist er hinter Eric Maxim Choupo-Moting, Guido Burgstaller und Donis Avdijaj nur noch Stürmer Nummer vier. Zudem kehren Klaas-Jan Huntelaar und Franco Di Santo in den kommenden Wochen zurück. Dann wäre Reese im Kampf um einen Platz im Kader chancenlos gewesen.

Schalkes Sportvorstand Christian Heidel muss damit rechnen, dass er sich Kritik anhören muss, da zum siebten Mal in kurzer Zeit ein Talent die Königsblauen verlässt. Vor Reese hatten bereits Phil Neumann, Robert Leipertz, Maurice Multhaup (alle FC Ingolstadt), Felix Platte (Darmstadt 98), Marvin Friedrich (FC Augsburg) und Kaan Ayhan (Fortuna Düsseldorf) bei anderen Klubs unterschrieben. Auch Torwart Timon Wellenreuther steht vor dem Absprung - er wäre der achte Spieler.

„Wir werden nicht jeden Spieler aus der Knappenschmiede zum Stammspieler in der Bundesliga machen können", hatte Heidel nach Neumanns Wechsel bekundet. Heidels Vorgänger Horst Heldt stieß das sauer auf. "Was ich alarmierend finde ist, dass ein Spieler wie Neumann geht. Schalke stand immer dafür, junge Spieler einzubauen. Wenn so ein junger Spieler keine Perspektive auf Schalke sieht, finde ich das schade. Da geht ein Stück weit die Identität verloren", sagte Heldt im Rahmen einer Talkshow.

Autor: Andreas Ernst

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