Pierre-Emerick Aubameyang und Sokratis sind die beiden Konstanten in einer bisher wechselvollen BVB-Saison.

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Tuchels Dilemma: Nur zwei Spieler liefern immer

Daniel Berg
02. Dezember 2016, 06:07 Uhr
Foto: Firo

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Pierre-Emerick Aubameyang und Sokratis sind die beiden Konstanten in einer bisher wechselvollen BVB-Saison.

Vermummte Männer tauchen in diesiger Dunkelheit auf. Es sind die Fußballer von Borussia Dortmund, die am Donnerstagnachmittag zum Training gebeten werden. Doch zwei prominente Spieler fehlen überraschend: Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (27) und Abwehrchef Sokratis (28). Trainer Thomas Tuchel hat den beiden vor dem Bundesligaspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach eine individuelle Einheit im Warmen angeordnet. Ein bisschen Schonung, ein bisschen Vorsicht bei zweien, die derzeit so wichtig sind. Denn: Sie sind die beiden Profis, auf die sich der Trainer im Verlauf dieser bislang etwas beschwerlichen Saison am besten verlassen konnte.

Erst am vergangenen Wochenende nach dem 1:2 gegen Eintracht Frankfurt prangerte Tuchel das Auf und Ab der sportlichen Leistungen mit bissigem Ton an. Immer wenn in dieser Spielzeit gerade die zarte Hoffnung keimt, dass nun allen alles leichter fallen könnte, gibt es einen Rückschlag. Die Spieler ringen um Verlässlichkeit. Mario Götze? Spielt oft gut, ist aber noch nicht prägend genug. Gonzalo Castro? Taucht auch immer mal wieder ab. André Schürrle, Marco Reus und Raphael Guerreiro? Fehl(t)en of verletzt. Ousmane Dembélé? Ist nicht konstant genug. Bleiben von den Feldspielern: Aubameyang und Sokratis. Ein ungleiches Duo.

Der eine schießt die Tore, der andere verhindert sie. 13 Treffer hat Aubameyang in elf Ligaspielen erzielt. Manchmal taucht auch er ab, nimmt nicht am Spiel teil, aber dann sind es ein, zwei Momente, in denen er den Unterschied macht. Elegant, leicht, locker. Schmetterlingsgleich. Weiter hinten verrichtet Sokratis wie eine Planierraupe seinen Dienst: ächzend, über Hindernisse hinwegmalmend. Folgenschwere Fehler passieren ihm selten. Er sei „fast ein bisschen besessen vom Verteidigen“, schwärmte Tuchel einst über Sokratis.

Im Windschatten von Beschützer und Angreifer schwingen sich auch die Kollegen leichter zu guten Leistungen auf. Nicht immer, aber häufig genug. Vielleicht wieder am Samstag. Unvermummt versteht sich.

Autor: Daniel Berg

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