Am Freitag verabschiedete sich Max Meyer in den Urlaub.

Schalke

Max Meyer will angreifen

13. Juni 2016, 19:28 Uhr
Foto: firo

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Am Freitag verabschiedete sich Max Meyer in den Urlaub.

Auf Ibiza wird er noch einmal abschalten, den Akku aufladen – aber bestimmt auch noch einmal die vergangene Saison Revue passieren lassen. Er selbst findet: Es war seine bisher beste als Fußballprofi, wie er im Rahmen eines Foto-Shootings mit seinem Werbepartner Nike gegenüber dieser Zeitung verriet. „Das würde ich so unterstreichen“, sagte Meyer in lockerer Atmosphäre. „Ich habe so viele Scorerpunkte wie zuvor noch nie gemacht, sogar mehr als doppelt so viele im Vergleich zur letzten Saison. Weil bei uns große Unruhe herrschte, ist es vielleicht etwas untergegangen“, mutmaßt der Dribbelkünstler, der bereits seit sechs Jahren auf Schalke kickt. „Wäre ich jetzt ganz neu dabei, wie zum Beispiel Leroy, dann wäre ich noch einmal anders wahrgenommen worden“, schätzt der 20-Jährige. „Aber ich kann damit leben, ich weiß, dass ich eine gute Saison gespielt habe. Ich bin mit meiner persönlichen Leistung nicht unzufrieden.“ Seine Bilanz in der Bundesliga: fünf Tore, acht Vorlagen.

Meyer will eine Schippe drauflegen

Für die kommende Spielzeit hat er sich aber vorgenommen, noch einmal eine Schippe draufzulegen. Mehr Tore schießen, noch mehr Scorerpunkte sammeln, so heißt der Auftrag. Meyer: „Wenn mir das gelingt, hilft das auch der Mannschaft – und umgekehrt.“
Der Oberhausener Junge hat aber auch ganz konkrete Ziele, die er mit den Königsblauen ins Visier nehmen möchte. „Da fallen mir mehrere Dinge ein“, sagt er hochmotiviert. Seine Aufzählung dürften viele Fans ohne Zögern unterschreiben: „Mein Ziel ist es, sich wieder für die Champions League zu qualifizieren. In der Europa League will ich weiter kommen als letztes Jahr. Das Gleiche gilt für den DFB-Pokal.“
Dieser Wettbewerb ist schon fast so etwas wie ein wunder Punkt in seiner – allerdings noch jungen – Laufbahn: „Seitdem ich dabei bin, sind wir dort noch nie weit gekommen, das sollte aber unser Anspruch sein. Das ist der leichteste Weg, einen Titel zu gewinnen, auch wenn Bayern und Dortmund super Mannschaften sind, an denen man schwer vorbeikommt.“

Doch mehr als mit der Konkurrenz wird sich Schalke erstmal mit sich selbst beschäftigen müssen. Nach einem neuen Sportvorstand wurde auch ein neuer Trainer verpflichtet. Damit verbunden: die immer wieder junge Hoffnung, dass jetzt alles besser wird. „Man ist zunächst immer optimistisch“, sagt Meyer. Er glaubt aber fest daran, dass sein neuer Chef frischen Wind bei den Königsblauen entfachen kann: „Ich habe ja nun schon einige Trainer miterlebt und denke, dass Markus Weinzierl in Augsburg in der Vergangenheit super Arbeit geleistet hat. Er hat die Mannschaft in die Europa League geführt und dieses Jahr vor dem Abstieg gerettet. Ich glaube, dass der Mann eine sehr gute Idee vom Fußball hat. Ich freue mich auf das Training und bin gespannt darauf, wie er uns vorbereiten wird.“

Meyer ist mit seinen Gedanken ganz bei Schalke. Ein Wechsel ist zumindest kein konkretes Thema. „Stand jetzt fühle ich mich wohl auf Schalke. Ich habe noch zwei Jahre Vertrag, aber im Fußball kann immer etwas passieren. Doch ich fühle mich wohl hier, habe noch vieles vor mit dem Verein und den anderen jungen Spielern wie Leroy Sané und Leon Goretzka. Das ist ein guter Kern, da kann etwas Großes entstehen in den nächsten Jahren.“ Seiner Karriere als Werbefigur würde das keinen Abbruch tun.

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