Mit 26 Jahren und 62 Regionalliga-Spielen zählt Mo Abdulai zu den erfahrensten Kräften der neustrukturierten Wattenscheider Verbandsliga-Truppe.

Wattenscheid: Mo Abdulai unter "jungen Wilden"

"Der Opa bin ich nicht, eher Bruder oder Kollege"

tt
10. August 2007, 22:29 Uhr

Mit 26 Jahren und 62 Regionalliga-Spielen zählt Mo Abdulai zu den erfahrensten Kräften der neustrukturierten Wattenscheider Verbandsliga-Truppe. "Team-Opa oder Papa könnt ihr mich deswegen aber nicht nennen", lacht der unverheiratete Ex-Dortmunder, "so alt bin ich ja auch noch nicht. Mit Farat Toku zähle ich aber schon zu den Routiniers, wir haben eine Menge zu tun, müssen pushen, Tipps geben. Ich sehe mich aber eher als Bruder oder Kollege von den anderen Jungs im Kader. Wir wollen zusammen Erfolg haben."

Nach der etwas verzögerten Rückreise aus Afrika (er machte Station in seinem Heimatland Ghana, besuchte anschließend seinen Vater in Nigeria) hob der Mittelfeld-Mann schließlich den Daumen, zurrte seine Zusage richtig fest. "Es gab andere Angebote", sagt Mo, "unter anderem aus Lippstadt und aus dem Ausland. Aber ich wohne fünf Minuten von der Lohrheide entfernt, möchte hier noch etwas zeigen und habe deswegen ein Jahr verlängert. Danach kann man immer noch sehen, wie es weitergeht."

Ursprünglich wollte der Techniker wieder in den höheren Ligen-Bereich, doch sein Verletzungs-Pech und der sportliche Abstieg durchkreuzten die Pläne. "Ich hatte wochenlang Muskelprobleme, die Ursache dafür ist mittlerweile gefunden", atmet der einstige Uerdinger auf.

Bei der medizinischen Abteilung des FC Schalke 04 ging man der Sache auf den Grund. Ergebnis: Rückenprobleme! Abdulai: "Ich werde mich mit dem Arzt besprechen, danach eine Therapie und sicherlich auch Gymnastik machen. So eine Saison zwischen Training, Comeback-Versuch und erneuter Verletzung möchte ich nicht noch Mal erleben."

Und was kann die SG 09 in der Verbandsliga erreichen? "Es wird kein Spaziergang", warnt der Spaßvogel, "ich erwarte eine aggressive Spielklasse. Wattenscheid hat immer noch einen Namen, die Gegner werden sich voll reinhauen, wenn sie bei uns auflaufen. Wir müssen hart arbeiten und wollen eine gute Rolle spielen."

Autor: tt

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