Nach dem Pokaltriumph gegen Kaiserslautern sprachen wir mir VfL Bochums Sportvorstand Christian Hochstätter.

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Hochstätters sportliche und wirtschaftliche Freude

29. Oktober 2015, 13:07 Uhr
Foto: firo

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Nach dem Pokaltriumph gegen Kaiserslautern sprachen wir mir VfL Bochums Sportvorstand Christian Hochstätter.

Christian Hochstätter, wie haben Sie das Pokalspiel erlebt?
Für mich war das Wichtigste, dass wir gegen eine sehr defensive, zuweilen destruktive Mannschaft hochverdient gewonnen haben. Ich denke, dass wir mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, mit der Geduld, die wir an den Tag gelegt haben, das Spiel zurecht gewonnen haben.

Das Spiel gegen Lautern hat bewiesen, dass der VfL-Kader in der Breite an Qualität gewonnen hat. Stimmen Sie dem zu?
Ja, das war ganz deutlich. Die fünf Jungs, die in die Startelf gerückt sind, haben nachgewiesen, dass sie zurecht hier unter Vertrag stehen. Es ist beruhigend zu wissen, dass, wenn in Zukunft etwas durch Verletzungen passiert, wir Leute dahinter haben, die schon jetzt genügend Druck auf die Stammformation ausüben. In den letzten Wochen haben wir fast immer unverändert gespielt. Jetzt haben wir gewechselt und alle neu Hereingekommenen, da klammere ich Timo Perthel als Stammspieler einmal aus, haben die Erwartungen mehr als erfüllt. Das Spiel war für mich der Beweis: Wenn wir uns an unsere vorgegebene Organisation halten und uns mit Tempo-Fußball bewegen, sind wir wirklich schwer zu schlagen.

Also war der Pokalsieg trotz der vielen Umstellungen keine Überraschung?
Nein. Ich vertraue unserem Trainer voll und ganz. Alle Spieler haben doch schon in der 1. oder 2. Liga nachgewiesen, dass sie es können. Für mich war es wichtig zu sehen, dass die Mannschaft nach dem Spiel in Frankfurt eine Reaktion gezeigt und unseren Entwicklungsprozess weiter vorangetrieben hat. Das haben die Jungs richtig gut gemacht.

Viele VfL-Fans wirkten nach dem Pokalsieg erleichtert. Wie sieht es in Ihrem Innenleben aus?
Bei mir herrscht mehr Freude darüber, dass wir eine Runde weitergekommen sind. Das macht sportlich und wirtschaftlich vieles einfacher. Aber am Freitag geht es wieder um Punkte. Das ist dann eine völlig andere Situation und deshalb ist der Fokus bereits seit Mittwoch ausschließlich auf das St. Pauli-Spiel gerichtet.

Fürchten Sie einen Kräfteverschleiß, zumal St. Pauli im Pokal spielfrei hatte?
Sicherlich haben wir die Belastung von 90 Minuten in den Beinen, aber wir trainieren auf so hohem Niveau, dass man in einer Woche zwei Spiele machen kann. Deshalb sehe ich am Freitag läuferisch keine Probleme auf uns zukommen.

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