Nach dem Sieg über Bayer Leverkusen war ganz Dortmund vor reineinhalb Wochen euphorisiert. Das hat sich vor dem Spiel gegen den FC Bayern München geändert.

Borussia Dortmund

So nah und doch so fern

29. September 2015, 13:51 Uhr
Foto: firo

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Nach dem Sieg über Bayer Leverkusen war ganz Dortmund vor reineinhalb Wochen euphorisiert. Das hat sich vor dem Spiel gegen den FC Bayern München geändert.

Hierzu haben auch die letzten beiden Ergebnisse des BVB beigetragen. Von "Wer wird Deutscher Meister?"-Fußball war gegen Hoffenheim und zuletzt beim 2:2 gegen Darmstadt nicht viel zu sehen. Und den Angriff auf die Spitze in der nächsten Woche haben die Dortmunder nach den jüngsten Punktverlusten auch vertan.

Und wenn Dortmund am Sonntag (17.30 Uhr) in München genauso auftritt wie zuletzt gegen den Aufsteiger, dürfte die Meisterschaft bereits am 8. Spieltag zu Gunsten des FCB vorentschieden sein. Zwar wird die Mannschaft von Pep Guardiola nicht mit einer Sechserkette – wie Darmstadt über weite Strecken des Spiels – agieren. Doch wird es sicher ähnlich schwer sein, die Münchner Defensive zu knacken.

Doch so weit ist Thomas Tuchel mit seinen Gedanken noch nicht. Für den BVB-Trainer zählt erst einmal das Europa-League-Spiel in Saloniki. „Wichtig ist, dass wir das Unentschieden verarbeiten und uns für Donnerstag aufstellen. Wir müssen unbedingt die Reihenfolge einhalten“, erklärte er.

Tuchel will verhindern, dass seine Mannschaft die Partie unter der Woche auf die leichte Schulter zu nimmt. Schließlich haben die Schwarz-Gelben international ihre Ziele. „Wenn es dann so weit ist, werden wir für alle Fragen zur Verfügung stehen“, fügte Tuchel an und schloss das Thema Bayern München damit ab.

Trotzdem gilt es für Dortmunds Coach, seine Mannschaft in den nächsten Tagen wieder in die Spur zu bringen. Das Unentschieden gegen Darmstadt ist noch bitterer als das 1:1 in Hoffenheim davor. „Es fühlt sich mehr wie eine Niederlage an“, befand Tuchel, der sichtlich enttäuscht war. „Wir wollten den Punkt aus Hoffenheim aufwerten und positiv in die zwei schweren Aufgaben der nächsten Woche gehen. Ich bin aber überzeugt, dass wir das schaffen.“

Um dann vielleicht doch noch einmal in den Kampf um die Meisterschaft einzugreifen. Schließlich haben sich nicht nur die BVB-Fans nach dem überragenden Saisonstart des BVB gewünscht, dass es nach zwei Jahren der Eintönigkeit endlich wieder einmal spannend wird an der Spitze.

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