Er gehörte zu den großen Überrschungen der vergangenen Saison. Nun will Rot-Weiß Oberhausens Raphael Steinmetz sich selbst und seinen Klub auf ein höheres Level heben.

Raphael Steinmetz

Bereit für den nächsten Schritt

Martin Herms
10. Juli 2015, 09:07 Uhr
Foto: Ketzer

Foto: Ketzer

Er gehörte zu den großen Überrschungen der vergangenen Saison. Nun will Rot-Weiß Oberhausens Raphael Steinmetz sich selbst und seinen Klub auf ein höheres Level heben.

Nur die kühnsten Optimisten hätten im Vorfeld daran geglaubt, dass ein 19-jähriger Stürmer, der zuvor für einen Landesligisten gekickt hat, in seinem zweiten Seniorenjahr 15 Treffer in 35 Pflichtspielen für die Oberhausener erzielt. Umso beeindruckender ist diese Bilanz aufgrund der Tatsache, dass Steinmetz in der Meisterschaft 17 Mal eingewechselt wurde und somit über weite Strecken der Saison eine Joker-Rolle inne hatte. Das große Potential des torgefährlichen Youngsters haben die Verantwortlichen der Kleeblätter frühzeitig erkannt. Sein Vertrag wurde bis zum 30. Juni 2017 verlängert. Steinmetz gehört die Zukunft in Oberhausen, darüber sind sich Trainer, Offizielle und vor allem die Fans einig.

Wie der RWO-Publikumsliebling mit den steigenden Erwartungen und der neuen Konkurrenz im Sturm umgeht, verrät er im Interview mit RevierSport.

Raphael Steinmetz, der Spielplan hat es zu Beginn nicht unbedingt gut gemeint mit Ihrer Mannschaft. Am ersten Spieltag geht es zum Mitfavoriten Viktoria Köln. Ist das aus Ihrer Sicht ein Nachteil?
Das ist uns ehrlich gesagt total egal. Wir haben uns vorgenommen, in dieser Saison ganz oben anzugreifen. Wenn wir das schaffen wollen, müssen wir ohnehin jeden Gegner aus dem Weg räumen. Ein guter Start ist für alle Mannschaften sehr wichtig. Eine Niederlage wie im Vorjahr in Verl wollen wir unbedingt vermeiden.

Es ist in allen Mannschaftsteilen sehr viel Potential dazugekommen. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist das eine klare Steigerung
Raphael Steinmetz

Sie haben Ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und können in diesem Jahr an allen Einheiten teilnehmen. Wird sich das auch positiv auf Ihre Leistungen bemerkbar machen?
Davon gehe ich aus. Die Doppelbelastung aus Ausbildung und Fußball war in der letzten Saison phasenweise sehr hart. Es war mir aber wichtig, die Ausbildung abzuschließen. Jetzt konzentriere ich mich ausschließlich auf den Fußball. Ich merke von Einheit zu Einheit, dass es besser wird. Natürlich habe ich noch sehr viel Luft nach oben.

Sie haben zur Verwunderung aller eine hervorragende erste Saison im RWO-Trikot absolviert. Was können die Fans im zweiten Jahr von Ihnen erwarten?
Mein Ziel ist es zunächst, mehr Einsatzzeiten zu bekommen als in der ersten Saison. Dann möchte ich selbstverständlich auch mehr Tore erzielen. Das wünscht sich jeder Stürmer. Ich hatte eine gute erste Spielzeit. Nun bin ich bereit für den nächsten Schritt.

Mit Simon Engelmann wurde ein gestandener Regionalliga-Spieler für die Offensive verpflichtet. Haben Sie die Befürchtung, angesichts der stärkeren Konkurrenz wieder häufiger auf der Bank zu sitzen?
Nein, ich sehe das als Herausforderung. In guten Vereinen ist die Konkurrenz immer groß. Ich freue mich vielmehr darauf. Es ist in allen Mannschaftsteilen sehr viel Potential dazugekommen. Das habe ich in den ersten Einheiten gemerkt. Im Gegensatz zum letzten Jahr ist das eine klare Steigerung.

Wie bewerten Sie die Chancen Ihres Teams? Die anderen Verein haben auf dem Transfermarkt ebenfalls kräftig zugeschlagen.
Es wird natürlich keine leichte Aufgabe sich in dieser starken Spitze zu behaupten. Dadurch dass Gladbach II den Aufstieg verpasst hat und der BVB II abgestiegen ist, sind noch zwei Favoriten hinzugekommen. Wir machen uns deshalb aber keine großen Gedanken. Unsere Mannschaft ist besser geworden. Wenn alles gut läuft und wir von Verletzungen verschont bleiben, haben wir gute Chancen.

Autor: Martin Herms

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Mannschaften

Rubriken

Kommentieren