Gesucht hat man in Oberhausen ein Vorstands-Mitglied für die Finanzen, doch vorher hat man die Baustelle des Geschäftsführers geschlossen. Besetzt wurde der Posten mit Gerd Kehrberg, mit dem man vor knapp zwei Monaten die ersten Kontakte knüpfte. Der 45-Jährige betont:

RWO: Gerd Kehrberg ist der neue Geschäftsführer

"Markenattribute herausstellen"

cb
06. Juli 2007, 13:24 Uhr

Gesucht hat man in Oberhausen ein Vorstands-Mitglied für die Finanzen, doch vorher hat man die Baustelle des Geschäftsführers geschlossen. Besetzt wurde der Posten mit Gerd Kehrberg, mit dem man vor knapp zwei Monaten die ersten Kontakte knüpfte. Der 45-Jährige betont:

"Vor etwa vier Wochen habe ich mich das erste Mal mit Hajo Sommers, Thomas Dietz und Thorsten Binder getroffen. Wir sprachen über den allgemeinen Fußball und den in Oberhausen. Zudem ging es über kommende Perspektiven und Anforderungen."

Und speziell beim Thema anstehende Arbeit stellte sich für die Ehrenamtler im RWO-Vorstand die Frage, ist das in der Konstellation noch leistbar. Die ehrliche Antwort lautete Nein, daher die Geschäftsführer-Idee, die schnell zu Kehrberg führte, wie der erklärt: "Es wurde ein Anforderungsprofil erstellt, man wollte im direkten Umfeld nach einer passenden Person suchen. Und ich kenne Norbert Lamb von der Agentur CONTACT seit längerer Zeit, so wurde ich empfohlen. Nachdem ich mit dem Vorstand gesprochen hatte, wurde ich noch vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates Hartmut Gieske auf Herz und Nieren geprüft. Dann ging es ziemlich schnell."

Offenbar stimmte die Chemie, denn Kehrberg zeigt sich angetan vom neuen Arbeitgeber. "Die Herren haben im Verein in kurzer Zeit tolle Arbeit geleistet. Zudem wurde weiter gedacht, wie sieht es in der Zukunft aus, ist das mit den Fulltime-Jobs, die jeder hat, vereinbar. Es gehört viel dazu, Kernkompetenzen an Fachleute abzugeben, um einen Schritt nach vorne zu kommen. Jetzt gilt es, Prozesse zu optimieren. Und ich habe nach den tollen Gesprächen ein gutes Gefühl. Man merkt, die Verantwortlichen haben die richtigen Visionen."

Denn der ehemalige Geschäftsführer von Wegberg-Beeck und Alemannia Aachen legt sich fest: "Auf Dauer kann es nicht das Ziel sein von RWO, in der Regionalliga zu spielen. Daher ist es wichtig, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um sich für höhere Aufgaben aufzustellen." Und da kommt Kehrberg ins Spiel, der lange Zeit für Mönchengladbach das Trikot überzog: "Ich bin für die Vermarktung da, dort werde ich ganz eng mit CONTACT zusammen arbeiten. Wir müssen die Markenattribute von RWO herausstellen, die Marke aufbauen, um so Erlöse zu generieren."

Man einigte sich zunächst auf eine Zusammenarbeit von einem Jahr, denn Kehrberg berichtet: "So ist es am besten. Nach dem Jahr schauen wir, wie es gelaufen ist. Wenn beide Seiten zufrieden sind, macht man einfach weiter." Mit Blick auf die Regionalliga-Truppe bleibt der Ex-Gladbacher etwas defensiver: "In der letzten Zeit ist im Fußball der Begriff Mannschaft oft ganz abhanden gekommen, das muss das erste Ziel sein, hier eine echte Einheit zu haben. Ich habe das Gefühl, das passt schon sehr gut, es hat keinen großen Umbruch gegeben. Ansonsten kann ich nicht viel sagen, da ich noch zu wenig gesehen habe. Allerdings habe ich höchsten Respekt vor dem Trainer, mit dem ich noch kurz in Gladbach zusammen trainiert habe. Für mich ist er ein ausgewiesener Experte, der in einem schwierigen Umfeld mit RWO den Aufstieg gepackt und dabei immer die Ruhe bewahrt hat."

Autor: cb

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