Wenn sie beim VfL Bochum jemanden brauchen, der kurzfristige Entscheidungen herbeiführen kann, dann haben sie sich mit Stanislav Sestak den richtigen ausgesucht. Der neue Angreifer aus der Slowakei, kann da mindestens eine neue Methode einbringen. Im Training der Nationalmannschaft vor dem Länderspiel in Hamburg imponierte Sestak mit einer spontanen Idee. Als sich die Spieler beim Fünf gegen Zwei nicht einigen konnten, wer nun in die Mitte muss, setzte der 24-Jährige eine Entscheidung im Knobeln durch. Doch auch was der Rechtsfüßler mit dem Ball machte, konnte sich sehen lassen.

Neuzugang Sestak freut sich auf familiären VfL

„Dribbelstark, extrem schnell“

Tibor Meingast
08. Juni 2007, 10:39 Uhr

Wenn sie beim VfL Bochum jemanden brauchen, der kurzfristige Entscheidungen herbeiführen kann, dann haben sie sich mit Stanislav Sestak den richtigen ausgesucht. Der neue Angreifer aus der Slowakei, kann da mindestens eine neue Methode einbringen. Im Training der Nationalmannschaft vor dem Länderspiel in Hamburg imponierte Sestak mit einer spontanen Idee. Als sich die Spieler beim Fünf gegen Zwei nicht einigen konnten, wer nun in die Mitte muss, setzte der 24-Jährige eine Entscheidung im Knobeln durch. Doch auch was der Rechtsfüßler mit dem Ball machte, konnte sich sehen lassen.

„Er ist ein guter Junge“, lobt Nationaltrainer Ján Kocian, „dribbelstark, mit Zug zum Tor, vor allem aber extrem schnell!“ Pressesprecher Ivan Ceredejev meint, Sestak sei in den letzten Jahren auch viel robuster geworden, früher habe er eher als weich gegolten: „Die einzige Frage ist, ob er schon hart genug ist für die Bundesliga?“[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/270-2299_preview.jpeg Der Slowake Sestak soll Torjäger Theofanis Gekas annähernd ersetzen. (Foto: firo)[/imgbox]

Sestak kommt vom neuen Meister MSK Zilina, für den er drei Jahre lang gespielt hat. Mit 15 Toren war er der zweitbeste Schütze der slowakischen Liga, vor zwei Jahren sogar deren Torschützenkönig, 49 Treffer gelangen ihm in 91 Spielen. Sestak stammt aus Bratislava, spielte für Slovan und bis gestern neun Mal im Nationalteam, allerdings noch ohne Tor.

Der Hoffungsträger beim VfL scheint ein pfiffiger Kerl zu sein, sehr akzeptiert in der slowakischen Mannschaft und dort auch für die gute Laune zuständig. Ständig sieht man Sestak lachen, nur im Gespräch wirkt er ein bisschen zurückhaltend. Er scheut sich, deutsch zu sprechen, obwohl er die Dolmetscherin übersetzen lässt: „In der Schule hatte ich sieben Jahre Deutsch, Grundlagen sind vorhanden.“ Einen Sprachkurs aber will er umgehend machen, zunächst jedoch erst einmal Ferien in der Heimat. „Ich will mich von meinen Mannschaftskollegen noch ordentlich verabschieden.“

Von seinem neuen Club weiß der junge Mann mit dem kurz geschorenen Haar, der mit seinen 1,79 Metern nicht gerade als Kopfballungeheuer gilt, dass er familiär sei, „einen guten Schweizer Trainer hat und ein Stadion für 31.000 Zuschauer“.

Zum VfL haben ihm alle geraten, die er gefragt hat, die Nürnberger Mark Mintal und Robert Vittek und auch Nationaltrainer Kocian. Der glaubt: „Er wird sich sicher noch entwickeln, dazu ist die Bundesliga genau richtig.“

Der geborene Zocker übrigens ist Sestak nicht. Als es darum ging, wer beim Fünf gegen Zwei in die Mitte muss, verlor er das Knobelduell mit seinem Mitspieler. Doch als er dann den ungeliebten Job des Balljägers antrat, da lachte der fröhliche junge Mann schon wieder.

Autor: Tibor Meingast

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