Im Rahmen der Aufstiegsrunde in die Landesliga kreuzten auf der Anlage des Bochumer Landesligisten SSV SW Südfeldmark die SG Welper und die SpVg BG Schwerin die Klingen. Den rund 150 Zuschauern in Wattenscheid wurde ein packender Fight geboten, bei dem am Ende die Welperaner die Nase vorn hatten: 3:2 hieß es nach 90 Minuten, die Schützlinge von Ex-Profi Peter Kursinski treffen nun auf den 1. FC Preußen Hochlarmark.

Aufstiegsrunde Landesliga: SG Welper schlägt SpVg BG Schwerin

Matchwinner: Remzi Aydin

Christian Pozo y Tamayo
07. Juni 2007, 12:38 Uhr

Im Rahmen der Aufstiegsrunde in die Landesliga kreuzten auf der Anlage des Bochumer Landesligisten SSV SW Südfeldmark die SG Welper und die SpVg BG Schwerin die Klingen. Den rund 150 Zuschauern in Wattenscheid wurde ein packender Fight geboten, bei dem am Ende die Welperaner die Nase vorn hatten: 3:2 hieß es nach 90 Minuten, die Schützlinge von Ex-Profi Peter Kursinski treffen nun auf den 1. FC Preußen Hochlarmark.

Dabei erwischten die Blau-Gelben aus Castrop-Rauxel den wesentlich schwungvolleren Start in die Partie, was auch Kursinski neidlos anerkennen musste: "Hätten die Schweriner den Schwung aus den ersten 30 Minuten über die gesamte Distanz beibehalten, wären wir ganz sicher als Verlierer vom Platz gegangen." Schon nach drei Minuten eröffnete die SpVg den Torreigen. Bastian Fritsch nutzte die erste Unsicherheit in der Hattinger Hintermannschaft eiskalt aus: "Wir sind viel zu vervös in die Partie gegangen, haben überhaupt nicht in unser Spiel gefunden", analysierte Kursinski, der vor allem in der Anfangsphase zahlreiche individuelle Fehler im eigenen Ballbesitz bemängelte. Die kombinationsstarken Schweriner wurden kaum gestört, verpassten es aber auch, die sich bietenden Freiräume und Torchancen zu nutzen.

Erst nach 30 Minuten bot sich auf der Gegenseite die erste Chance der Partie. Mithat Aydin, torgefährlichster Angreifer in Reihen der Hattinger, sorgte für den überraschenden Ausgleich. Aydin, der in der kommenden Spielzeit aller Voraussicht nach für den Verbandsliga-Aufsteiger SV Herbede auf Torejagd gehen wird, zeigte einmal mehr seine individuelle Klasse. Kursinski: "Das war der Wachmacher in der Partie."

[imgbox-left]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/259-2288_preview.jpeg Remzi Aydin erzielte zwei Treffer und ebnete seiner Mannschaft den Weg in Runde Zwei (Foto: cpt)[/imgbox]Fortan ergriffen die Hattinger die Initiative. Mittelfeldregisseur Remzi Aydin, dessen Einsatz aufgrund beruflicher Verpflichtungen bis kurz vor dem Anpfiff noch auf der Kippe stand, avancierte zum Matchwinner, zog fortan die Fäden im Spiel des Vizemeisters der Bezirksliga 14. Kurz vor dem Pausenpfiff setzte er seinen Teamkollegen Philipp Andreew gekonnt ein, der aus spitzem Winkel nur den Pfosten traf.

Keine 60 Sekunden später vergab Eric Mpongo eine noch größere Chance. Nach einem Foulspiel an Mithat Aydin entschied der Schiedsrichter auf Strafstoß, Mpongo versagten die Nerven. "Die Nervösität war allen anzumerken. Es geht schließlich um sehr viel", zeigte Kursinski Verständnis.

[imgbox-right]http://static.reviersport.de/include/images/imagedb/000/002/261-2290_preview.jpeg So sehen Sieger aus: Die Akteure der SG Welper holen sich ihren verdienten Applaus ab (Foto: cpt)[/imgbox]Kurz nach Wiederanpfiff entschied der Unparteiische ein weiteres Mal auf Elfmeter für die Hattinger. Diesmal war Remzi Aydin nur per Foulspiel zu stoppen, der auch den fälligen Strafstoß sicher verwandelte. Unter großer Mithilfe des ansonsten starken Torhüters Selcuk Aydin kamen die Schweriner in der 64. Minute überraschend zum 2:2-Ausgleich, Sebastian Janas nutzte eine Unkonzentriertheit des Schlussmanns und verwandelte den Abpraller nach einem Stellungsfehler.

In der 79. Minute sorgte Remzi Aydin mit seinem zweiten Treffer aus einer schönen Einzelaktion für die Entscheidung und den Endstand: 3:2 für die SG Welper, die nun am 10. Juni auf den 1. FC Preußen Hochlarmark trifft und nochmal alle Kräfte mobilisieren muss. "Die Jungs gehen ordentlich auf dem Zahnfleisch, die Saison wird lang und länger", erklärt Welper-Coach Kursinski, der allerdings froh ist, dass die Runde Zwei an einem Sonntag ausgetragen wird: "Ich hoffe, dass dann auch die dabei sind, die heute beruflich verhindert waren."

Autor: Christian Pozo y Tamayo

Mehr zum Thema

Kommentieren