S04

Knäbel über Strukturen auf Schalke, Avdijaj und Wright

Christian Hoch
06. August 2018, 17:32 Uhr

Foto: firo

Seit knapp vier Monaten ist Peter Knäbel Technischer Direktor der Knappenschmiede auf Schalke. Sein Credo: Evolution statt Revolution.

Mit einem dunkelblauen Polo-Shirt hat sich Peter Knäbel am vergangenen Sonntag (5. August) auf die Tribüne im Stadion Rote Erde in Dortmund gesetzt. Der Ausflug in die Stadt des Rivalen des Schalke 04 hatte einen speziellen Grund. Knäbel schaute sich das Finale im EMKA Ruhrcup 2018 zwischen Borussia Dortmund und Rapid Wien genau an. Für ihn ein Pflichttermin: „Ich kann relativ viele Mannschaften in kurzer Zeit sehen.“ Potenzielle Kandidaten für die eigene Knappenschmiede wollte er nicht verraten: „Die Saison geht erst los, die Trainer probieren viel. Deswegen kann man bei dem Turnier nur von einem kleinen Überblick sprechen - nicht mehr.“ Nach dem Spiel hat der Technische Direktor der Schalker Knappenschmiede ausführlicher mit dieser Redaktion über Fortschritte, die Infrastruktur und zwei Personalien gesprochen.

Hinter der Zukunft von den Offensivspielern Donis Avdijaj und Haji Wright stehen noch immer große Fragezeichen. Beide sollen in den Planungen von Profi-Trainer Domenico Tedesco keine Rolle spielen. Ein Engagement in Schalkes U23-Mannschaft kommt für beide Akteure nicht infrage. Die Zeichen stehen auf Trennung. Auch Peter Knäbel lässt die Zukunft von Avdijaj und Wright offen. Zum aktuellen Stand sagte er: „Sie sind mit im Trainingslager der U23 und aktuell Spieler von Schalke 04. Wenn es Gespräche im Hintergrund geben würde, dann würde ich das natürlich nicht sagen.“

Erste Veränderungen - Mitarbeiter sollen zuerst informiert werden

Nach ungefähr vier Monaten im Amt auf Schalke hat Knäbel ein detaillierteres Bild von den Strukturen der Nachwuchsabteilung des Champions-League-Teilnehmers. Auch erste Veränderungen sind geplant: „Wir haben schon ein bisschen gearbeitet. Das bekommen aber erst einmal die Mitarbeiter zu hören. Damit fangen wir dann in der nächsten Woche an. Aber auch hier gilt: Das ist keine Revolution, sondern eine Evolution. Wir haben an ein paar Stellschrauben gedreht.“

Um das primäre Ziel der Knappenschmiede weiter zu forcieren, also Jugendspieler in den Profikader integrieren, sieht Knäbel eine wichtige Voraussetzung. „Zuerst benötigt man hervorragende Spieler. Von unten muss erst einmal Qualität geliefert werden. Dann kann man darüber reden, wie man die Spieler in die Profimannschaft integriert“, sagte der ehemalige Sportdirektor und Trainer des Hamburger SV. Zuletzt schaffte mit Weston McKennie in der vergangenen Saison ein Spieler aus dem Nachwuchsbereich den Sprung zu den Profis. Christian Hoch

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