Großes Unverständnis allerorten

13.02.2014

Trennung von "Abenteurer" Ilsö

Großes Unverständnis allerorten

Auf der Pressekonferenz des VfL Bochum am Donnerstagmittag wurden erstmals Internas der zuvor kommunizierten überraschenden Trennung von Ken Ilsö bekannt.

[person_box=1781][/person_box]Christian Hochstätter: "Peter Neururer und ich haben am Samstag in der Mannschaftssitzung jedem verdeutlicht, was wir von ihm in den verbleibenden Spielen erwarten. Am Dienstag ist dann Ken Ilsö auf mich zugekommen und hat mir gesagt, dass er sich nicht imstande sieht, der Mannschaft zu helfen. Ich habe ihm dann eine 24-stündige Bedenkzeit eingeräumt, weil ich dies für eine Kurzschlusshandlung gehalten habe. Am Mittwochabend hat er dann erneut um eine Vertragsauflösung gebeten. Dem haben wir zugestimmt."

"Ken Ilsö wollte keine Verantwortung übernehmen"

Für den VfL bedeutet dies nicht nur den Verlust eines Angreifers, der in keiner Phase angedeutet hat, dass er sein Leistungspotential auch nur im Ansatz abrufen kann, sondern auch eine Einsparung für die anderthalb Jahre von rund 250.000 Euro. Denn Hochstätter erklärte auf die Frage nach einer Abfindung: "Das fehlte auch noch." Im Gegenteil: Der VfL behält weiter die Transferrechte für den erst 27-jährigen Stürmer. Hochstätter: "In meiner langjährigen Laufbahn als Sportchef habe ich so etwas noch nicht erlebt. Doch Ken Ilsö erklärte, er sei ein Abenteurer und wollte hier keine Verantwortung übernehmen." Der Sportvorstand ergänzt: "Ich kann das nicht nachvollziehen und mir fällt es sehr schwer, das zu verstehen."

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Coach Peter Neururer kommentierte die Trennung mit seiner speziellen Art: "Ich bin von seinem Verhalten schwer enttäuscht. Aber ein Spieler mit so einer Einstellung ist kein Verlust. Die Trennung ist sogar ein Gewinn, weil die Mannschaft noch enger zusammenrückt." Ilsö verschwand am Mittwoch unmittelbar nach der Vertragsauflösung in Richtung Dänemark.

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