Landesliga Westfalen 1

SC Verl II: Czapp fände Aufstieg "gar nicht mal so dumm"

Philipp Kappenstein
07. Dezember 2020, 14:00 Uhr
Im Drittliga-Stadion des SC Verl sollen in Zukunft auch Eigengewächse groß aufspielen. Foto: dpa

Im Drittliga-Stadion des SC Verl sollen in Zukunft auch Eigengewächse groß aufspielen. Foto: dpa

In der Landesliga Westfalen 1 grüßt die Zweitvertretung des SC Verl derzeit von der Tabellenspitze. Coach Przemek Czapp sieht die Entwicklung junger Spieler im Hinblick auf Einsätze für die erste Mannschaft jedoch als maßgebliche Aufgabe.

Mit 18 Punkten aus acht Spielen ist die zweite Mannschaft des SC Verl aktuell das beste Team der Landesliga Westfalen 1. Wirft man einen Blick auf die Altersstruktur der Mannschaft von Trainer Przemek Czapp, war diese Zwischenbilanz im Vorfeld der Saison nicht unbedingt erwartbar. Im Durchschnitt ist der Kader 20,13 Jahre alt. 

Czapp selbst ordnet gerade diesen Aspekt als die maßgebliche Qualität seiner Mannen in dieser Spielzeit ein. "Die Jungs sind absolut lernwillig und hungrig", sind diese Attribute für den Übungsleiter elementare Grundvoraussetzung. Obwohl der Trainer um das Leistungspotenzial seiner Equipe weiß, bezeichnet er die Konstanz über die gesamte Saison als "extrem schwierig". "Die Entwicklung von jungen Spielern steht am langen Ende im totalen Fokus", sieht Czapp den Schwerpunkt seiner Arbeit ohnehin anders gelegen. 

Beigetragen habe zum bisherigen Erfolg vor allen Dingen die furchtlose Spielweise der Verler. "Wir taktieren nicht rum und gehen in jede Partie, um sie zu gewinnen", gibt der Coach die Marschroute vor. Darüber hinaus sei man trotz der natürlichen Unerfahrenheit "psychisch stark", weshalb man Spiele auch noch in der Schlussphase für sich entscheiden könne. 

"Aufstieg der Ersten hat viel verändert"

Einen möglichen Aufstieg am Saisonende hat man sich beim SC nicht zum zwingenden Ziel gesetzt. Allerdings fände Czapp das Dasein in einer höheren Spielklasse aufgrund der vereinseigenen Drittliga-Mannschaft "gar nicht mal so dumm". "Seit dem Aufstieg im Sommer hat sich viel verändert, alles ist professioneller geworden", soll die Erstvertretung künftig vor allem von ihrem Unterbau profitieren. 

Czapp und sein Trainerteam nehmen diese Aufgabe gerne an. "Wir wissen, dass unsere Spieler jederzeit 'oben' eingebaut werden können", so der Coach. Auch während des jetzigen Corona-Breaks sei deshalb der Erhalt eines guten Fitnesslevels unerlässlich. "Alle arbeiten sehr fokussiert. Individuell und auch über Online-Meetings. So geht nebenbei der Mannschaftsgeist nicht verloren", ist sich Czapp über die Tugenden für eine erfolgreiche sportliche Zukunft bewusst. 

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