Wenn man über den Favoritenkreis zum Aufstieg in die Regionalliga sprach, tauchte in den letzten Jahren eigentlich immer auch der ASC 09 Dortmund in der Aufzählung auf. In der neuen Oberliga-Spielzeit haben die Aplerbecker aber noch zu kämpfen. Eine Bestandsaufnahme.

Oberliga Westfalen

Vom Aufstiegskandidaten zum Sorgenkind - ASC Dortmund im Abwärtsstrudel

Leon Koch
16. September 2019, 08:26 Uhr

Foto: Tillmann

Wenn man über den Favoritenkreis zum Aufstieg in die Regionalliga sprach, tauchte in den letzten Jahren eigentlich immer auch der ASC 09 Dortmund in der Aufzählung auf. In der neuen Oberliga-Spielzeit haben die Aplerbecker aber noch zu kämpfen. Eine Bestandsaufnahme.

Erst zwei Siege konnten die Dortmunder in der laufenden Runde einfahren. Doch auch bei den Erfolgen über die U21 des SC Paderborn und die TSG Sprockhövel überzeugte die Elf von Daniel Sekic nur teilweise.

Besonders in der Defensive offenbarten die Aplerbecker große Lücken und zeigten sich oft nachlässig im Abwehrverhalten. Bisher konnten die 09er die Abgänge von Nico Wolters und Jan-Patrick Friedrich zum TuS Haltern noch nicht auffangen, was sich auch in der Anzahl der Gegentore bemerkbar machte. Elf Gegentore in sechs Spielen, also fast zwei Gegentreffer pro Spiel im Schnitt, sprechen dabei eine deutliche Sprache.

Doch auch in der Offensive stottert der Motor des Vorjahres-Dritten noch erheblich. Die Angriffsreihe um Stürmer Maximilian Podehl erzielte mit neun Toren zwar nicht viel weniger als die Konkurrenz, doch besonders der sonst so verlässliche Podehl, mit 54 Toren in den letzten drei Saison Top-Torjäger des ASC, hat noch Ladehemmungen und konnte bisher erst drei Tore beisteuern.

Das wohl größte Problem liegt aber weitaus tiefer. Die sonst so erfolgsverwöhnte Mannschaft des ASC hat zum ersten Mal seit langer Zeit eine wirkliche Negativserie und weiß damit nicht so recht umzugehen. Das weiß auch ASC-Cheftrainer Daniel Sekic, der sagt: „Die Jungs machen einen Fehlpass und schon fängt es an im Kopf zu rattern. Dann klappt natürlich nichts mehr, weil sie vor einer Aktion schon darüber nachdenken, was schiefgehen könnte.“

Wie seine Mannschaft aus dieser Situation rauskommen kann, versuchte der Übungsleiter ebenfalls zu umreißen, auch wenn er sich der Schwierigkeit dabei bewusst war: „Wir müssen arbeiten, arbeiten und nochmal arbeiten. Wir müssen uns das Erfolgserlebnis erarbeiten und dann werden die Köpfe auch wieder frei. Natürlich ist das leichter gesagt als getan, aber uns bleibt nichts anderes übrig, als es weiter zu versuchen.“

Die nächste Chance, den Bock umzustoßen, bietet sich schon am kommenden Wochenende, wenn der ASC bei der ebenfalls strauchelnden Truppe der Hammer SpVg zu Gast ist. Eine weitere Woche später wartet schließlich die Bewährungsprobe gegen die Sportfreunde Siegen auf die Sekic-Elf. Genug Möglichkeiten also, den durchwachsenen Saisonstart zumindest ein bisschen vergessen zu machen und an alte Leistungen anzuknüpfen.

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