Nach dem 3:3 gegen Karlsruhe verschwanden einige Spieler ohne den Gang zur Kurve in den Katakomben. Erst nach Pfiffen und Protesten stellte sich der Großteil der Mannschaft den eigenen Anhängern. Kapitän Anthony Losilla und Trainer Thomas Reis können den Unmut der Fans verstehen.

2. Bundesliga

VfL-Spieler gehen erst nach Pfiffen in die Fankurve

Christian Hoch
20. Oktober 2019, 16:37 Uhr

Foto: Udo Kreikenbohm

Nach dem 3:3 gegen Karlsruhe verschwanden einige Spieler ohne den Gang zur Kurve in den Katakomben. Erst nach Pfiffen und Protesten stellte sich der Großteil der Mannschaft den eigenen Anhängern. Kapitän Anthony Losilla und Trainer Thomas Reis können den Unmut der Fans verstehen.

Manuel Riemann verschwand nach dem Abpfiff als Erster im Spielertunnel, kurz danach folgten Silvere Ganvoula und Tom Weilandt. Auch Simon Lorenz war schon fast in den Katakomben verschwunden, als er bemerkte, dass er etwas vergessen hatte: Den obligatorischen Gang in die Fankurve, um sich bei den Anhängern für die Unterstützung zu bedanken. Teile der Fans erinnerten die eigene Mannschaft mit lauten Pfiffen, Protesten und Sprechchören an diesen Gang. Auch als sich der Großteil der Mannschaft vor der Fankurve versammelt hatte, gingen die Unmutsbekundungen weiter. Losilla und Reis konnten die Reaktionen nachvollziehen.


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Reis: „Du kannst dich nicht nur feiern lassen, wenn die Sonne scheint. Du musst auch in solch einer Phase deinen Mann stehen und vor die Kurve gehen. Wir haben die Spieler zurückgeholt, weil wir uns auch in schlechten Zeiten stellen müssen.“ Der Bochum-Trainer zu den Pfiffen: „Natürlich kann ich die Fans verstehen, dass sie unzufrieden sind. Wenn du wieder kurz vor Schluss einen Gegentreffer kassierst, dann kann ich das absolut nachvollziehen.

Losilla kann Fan-Frust nachempfinden

Auch Losilla bekräftigte: „Der Moment vor den Fans war natürlich schwer für uns. Aber den Frust können wir verstehen. Wenn sie jede Woche dasselbe erleben, ist es vollkommen normal, dass sie die Geduld verlieren. Auch wenn es schlecht läuft, müssen wir vor die Kurve gehen - das ist völlig selbstverständlich. Und nicht nur, wenn wir gewinnen.“

Durch das enttäuschende 3:3 gegen den Karlsruher SC bleibt der VfL Bochum tief im Tabellenkeller der zweiten Bundesliga stecken. Die Bochumer haben neun Punkte auf dem Konto und liegen auf Relegationsplatz 16. Am kommenden Wochenende kommt es zum Duell mit Holstein Kiel - einem direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg. 

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20.10.2019 - 21:00 - MMM

@Stolllenterror: Genau!

Riemann ist seit Jahren die Schiessbude der Liga und verunsichert seine Vorderleute. Seine "Aktionen" sind für die Abwehr nicht vorhersehbar; hohe Bälle beherrscht er nicht. Nicht einen Sieg hat er uns in all den Jahren festgehalten.
Wir brauchen einen sicheren Rückhalt und keinen herumtobenden Hampelmann auf Regionalliganiveau, der seine Mitspieler verunsichert und dazu noch diffamiert.

Wie trauer ich Luthe hinterher.

20.10.2019 - 20:57 - Mitglied aus DD

Es kotzt einen langsam an. Immer das selbe. In der 2. Halbzeit statt mit einem Mann mehr auf das 4:2 zu drücken, spielt man in einer arroganten Spielweise und bettelt förmlich um den Ausgleich. Die Abwehr ist desolat. Führungsspieler bei der desolaten Leistung ist Herr Riemann. Ja den Elfer gehalten, aber das war es auch schon. Nicht ein Abschlag kommt beim Spieler an. Kein stellen der Vorderleute, kein Spielaufbau mit Ihm möglich aber meckern und meckern.
Mit viel Glück erreicht man den bei den Leistungen den Relegationsplatz. Und das bei diesem Kader.

20.10.2019 - 17:43 - Stollenterror

So eine desaströse Defensive habe ich seit 37 Jahren VfL nicht erlebt. Hammer. Über 70 min in Überzahl und das Spiel nicht gewinnen. Mich kotzen die Standard Aussagen nach den Spiel an und vor allem die Lustlosigkeit vieler Spieler. Riemann muss raus. Hält sich für Neuer aber haut immer wieder daneben. Keine Ahnung warum, vor allem Torwarttrainer Greiber und Riemann so weitermachen dürfen. Wie viele Talente und gute Torhüter müssen sich noch bei anderen Vereinen profilieren um zu verstehen dass auf den falschen Manuel gesetzt wird. Er beschimpft vielfach die eigene Verteidigung auch nach eigenen Fehler. Keine Ahnung ob und wie er die Defensive "organisiert" aber sie ist ein "Hühnerhaufen". Hier muss ganz dringend reagiert werden. 5 Heimspiele und 13:13 Tore. Ich fasse es nicht. In der Kreisliga C erlebt man sowas, vor allem weil der Dilettant den verursachten Elfer zum Glück gehalten hat. Dafür keine Karte zu für "Dummheit" zu bekommen war schon heftig. Keine Ahnung wie der VfL zu Hause gewinnen wird, bessere Voraussetzungen als heute wird es selten geben. Es geht gegen Liga 3.