518 Mal schnürte Michael „Ata“ Lameck die Schuhe für den VfL Bochum. Die mittlerweile 70 Jahre alte Vereinslegende hat sich am Rande des 15. Traditionsmasters zur schwierigen Situation seines Herzensklubs in der zweiten Bundesliga geäußert.

15. NRW-Traditionsmasters

VfL Bochum: Legende Ata Lameck über den Abstiegskampf

Christian Hoch
06. Januar 2020, 11:00 Uhr
Foto: Dietmar Wäsche

Foto: Dietmar Wäsche

518 Mal schnürte Michael „Ata“ Lameck die Schuhe für den VfL Bochum. Die mittlerweile 70 Jahre alte Vereinslegende hat sich am Rande des 15. Traditionsmasters zur schwierigen Situation seines Herzensklubs in der zweiten Bundesliga geäußert.

„Es tut weh. Ich bin mit dem Herzen dabei, freue mich über jeden Sieg und hoffe einfach, dass es in der Rückrunde wieder besser wird.“ Mit diesen Worten spricht Ata Lameck momentan wohl jedem Anhänger des VfL Bochum aus der Seele: Der Zweitligist steckt tief im Abstiegskampf in der zweiten Bundesliga, liegt in der Jahrestabelle 2019 auf dem drittletzten Platz aller Mannschaften mit 34 Spielen. Auch der Blick auf das Tableau der aktuellen Saison ist trüb: 20 Punkte, sechs Pleiten, lediglich Rang 14. Ganz Bochum ist auf der Suche nach Gründen für die Misere.

Angesprochen von dieser Redaktion nennt Lameck zwei mögliche Ursachen: „Die Spieler, die wir bislang eingekauft haben, haben offensichtlich nicht so gepasst. Das ist vielleicht ein Grund für die Situation, sonst würden wir nicht aktuell nach einem neuen Verteidiger suchen. Wir bekommen einfach zu viele Gegentore und müssen die Abwehr stabilisieren.“ Tatsächlich kassierten die Bochumer in dieser Spielzeit mit Dynamo Dresden und dem 1. FC Nürnberg die zweitmeisten Gegentore (34) der gesamten Liga - zu viel für die eigenen Ansprüche.

Ata Lameck will seinen Optimismus nicht verlieren

Lameck, der fast bei jeder Trainingseinheit der Profis ist und auch sonst noch tief verwurzelt mit seinem Herzensklub ist, will seinen Optimismus dennoch nicht verlieren: „Die Hinrunde war nicht gut, das weiß der Vorstand, der Aufsichtsrat, die Spieler - das wissen alle. Wir müssen uns wieder stabilisieren. Jetzt haben wir natürlich drei Kracher vor der Brust, aber eigentlich spielen wir gegen die vermeintlichen Aufstiegsmannschaften immer besser als gegen die anderen. Deswegen bin ich optimistisch.“ An den kommenden vier Spieltagen muss der VfL dreimal gegen derzeitige Top-3-Mannschaften der Liga ran: Arminia Bielefeld, Hamburger SV, VfB Stuttgart.

An einen Abstieg in die Dritte Liga glaubt Vereinsikone Lameck aber nicht: „Nein, um Gottes Willen. Das wäre eine Katastrophe.“ Beim 15. NRW-Traditionsmasters ist der 70-Jährige derweil als Trainer der Bochumer Traditionsmannschaft bereits nach der Vorrunde ausgeschieden, obwohl der VfL im Vorjahr noch im Finale stand. Für Lameck war das zu erwarten: „Normalerweise müssen wir die Vorrunde überstehen, aber wir sind mit einem kleinen Kräfteverschleiß angetreten, weil wir am Vortag noch gespielt haben. Da war - ehrlich gesagt - dieses Mal nicht mehr drin.“ Und wer weiß: Vielleicht ist das frühzeitige Ausscheiden der Traditionsmannschaft ja ein gutes Omen für das Fußballjahr 2020 der Profis. Ata Lameck würde sich auf jeden Fall genau das wünschen. 

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