Heute vor 14 Jahren krönte sich der VfL Bochum zum Zweitliga-Meister und feierte die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Für den Revierverein war es der letzte Bundesliga-Aufstieg. Mittlerweile spielt Bochum seit zehn Jahren im Unterhaus.

Vor 14 Jahren:

VfL Bochum: Czyszczon über die letzte Meisterschaft 2006

Fabrice Nühlen
14. Mai 2020, 16:30 Uhr
David Czyszczon war beim letzten Bundesliga-Aufstieg des VfL Bochum dabei (Foto: firo).

David Czyszczon war beim letzten Bundesliga-Aufstieg des VfL Bochum dabei (Foto: firo).

Heute vor 14 Jahren krönte sich der VfL Bochum zum Zweitliga-Meister und feierte die Rückkehr in die 1. Bundesliga. Für den Revierverein war es der letzte Bundesliga-Aufstieg. Mittlerweile spielt Bochum seit zehn Jahren im Unterhaus.

Am 14.05.2006 fand der 34. Spieltag in der 2. Bundesliga statt. Der VfL Bochum und Alemannia Aachen waren schon sicher aufgestiegen. Es blieb nur noch die Meister-Frage. Die Bochumer hatten vor dem letzten Spieltag einen Zähler Vorsprung vor der Alemannia. Während der VfL in Unterhaching (0:0) spielte, gastierte Aachen bei Wacker Burghausen (1:1). Da beide Spiele Unentschieden endeten, verteidigte Bochum den Vorsprung und wurde Meister in der 2. Bundesliga. Ein Spieler, der in Unterhaching in der Startelf stand, war David Czyszczon.



Kneipen-Tour in Bochum

Der damals 24-jährige Innenverteidiger kam in der Meistersaison fünfmal zum Einsatz und absolvierte die letzten beiden Saisonspiele über die volle Distanz. Beim 1:0-Erfolg bei Erzgebirge Aue am 32. Spieltag erzielte der Defensivakteur sogar den entscheidenden Sieg-Treffer. 


An die Meisterschaft und die anschließenden Feierlichkeiten erinnert sich der gebürtige Pole im Gespräch mit RevierSport gerne zurück: „Das war eine ganz spezielle Zeit. Der VfL Bochum ist ein extrem homogener und familiärer Verein. Die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern hat damals einfach gestimmt. Von Spielern, wie den erfahrenen Dariusz Wosz oder Thomas Zdebel konnte man viel lernen. Dazu hatten wir mit Marcel Koller einen wunderbaren Trainer. Taktisch stellte er uns perfekt auf die Spiele ein. Nach der Meisterschaft haben wir uns in Kleingruppen aufgeteilt und zusammen mit unseren Fans in Bochumer Kneipen gefeiert. Das war ein besonderer Moment. Ich bekomme heute noch Gänsehaut, wenn ich an diese Zeit zurückdenke“, betont der 38-Jährige.

Czyszczon verfolgt Bochum und RWE

Nachdem ihm der Durchbruch beim VfL in der Bundesliga verwehrt blieb, wechselte der Verteidiger im Jahr 2007 zu Rot-Weiss Essen. Bei RWE avancierte Czyszczon zum Stammspieler und absolvierte in zwei Spielzeiten über 50 Pflichtspiele für die Essener. 


Den VfL Bochum und Rot-Weiss Essen verfolgt er weiterhin: „Ich gehe noch ins Stadion bei beiden Vereinen und leide mit, wenn es nicht so gut läuft. Bochum und RWE wünsche ich den maximalen Erfolg und einen baldigen Aufstieg. Das haben sich beide Teams redlich verdient.“ 

Heute spielt der ehemalige Profi in der Kreisliga C bei Rot-Weiss Essen II. 

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