Auch im dritten Anlauf hat es nicht mit einem Sieg gegen den SV Rödinghausen geklappt. Für die Seestädter des TuS Haltern wird der Regionalliga-Spitzenreiter zum Angst-Gegner. Davon will Cheftrainer Magnus Niemöller jedoch nichts wissen und zieht sein Nutzen aus der jüngsten Pleite.

Westfalenpokal

Halterns Rödinghausen-Fluch - Niemöller bleibt optimistisch

Leon Koch
09. Oktober 2019, 09:53 Uhr

Foto: Micha Korb

Auch im dritten Anlauf hat es nicht mit einem Sieg gegen den SV Rödinghausen geklappt. Für die Seestädter des TuS Haltern wird der Regionalliga-Spitzenreiter zum Angst-Gegner. Davon will Cheftrainer Magnus Niemöller jedoch nichts wissen und zieht sein Nutzen aus der jüngsten Pleite.

Gleich drei Mal mussten sich die Halterner in diesem Kalenderjahr dem SVR geschlagen geben. Neben der deutlichen 1:5-Niederlage in der Liga waren es das Westfalenpokal-Halbfinale in der vergangenen Saison, als die Niemöller-Elf erst in der Verlängerung den Kürzeren zog und nun das Achtelfinale im eben diesem Wettbewerb, als am Dienstagabend im Elfmeterschießen Schluss war.

„Wir haben jetzt drei Mal gegen Rödinghausen gespielt, es ist als ob der Fußball-Gott nicht will, dass wir gewinnen“, blickte Niemöller mit einem Augenzwinkern auf die Duelle mit dem Regionalliga-Tabellenführer zurück. Was dem Cheftrainer des TuS jedoch Mut machte, war die Art und Weise, wie seine Mannschaft besonders in den Pokalduellen gegen den vermeintlich stärkeren Gegner auftrat.

Gerade beim letzten Aufeinandertreffen zeigte Haltern eine ansprechende Leistung und hatte durchaus die Chance, dem Favoriten ein Bein zu stellen. Dass es am Ende nicht zum Weiterkommen reichte, fuchste Übungsleiter Magnus Niemöller, der aber sofort das Positive sah. „Von der Niederlage können wir uns rein gar nichts kaufen“, urteilte der 45-Jährige, um sich jedoch gleich zu korrigieren und anzufügen „Eigentlich doch, wir können Selbstvertrauen mitnehmen. So wie wir aufgetreten sind und gemerkt haben, dass wir auch gegen so einen Gegner mithalten können. Das wird den Jungs nach der Enttäuschung schon weiterhelfen.“

Besonders mit Blick auf das anstehende Ligaspiel gegen den Bonner SC wusste der Halterner Trainer die Niederlage zu nutzen und sagte abschließend: „Wir werden das Selbstvertrauen mitnehmen und am Samstag damit hier zuhause auflaufen. Ich bin mir sicher, dass damit in der Liga was möglich sein wird.“

Auf eine Chance, ihren Fluch zu brechen müssen die TuS’ler hingegen noch bis zur Rückrunde im nächsten Jahr warten. Erst am 27. Spieltag sind die Halterner beim Spitzenreiter zu Gast und haben die Möglichkeit, dem Primus möglicherweise auf dem Weg in die dritte Liga ein Bein zu stellen. Bis dahin gilt jedoch voller Fokus auf den Liga-Alltag, um den Verbleib in der Regionalliga zu sichern. 

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09.10.2019 - 20:34 - User1

done, TuS hat in dieser Saison, wie auch jetzt, mehrere Mal zurückgelegen, und?
Geile Truppe, aber kommst wohl aus OWL, und guckst mal hin und wieder Fußball.
Mach das weiter, aber wir bleiben bei dem wahren Spirit!
20 Prozent Ballbesitz, was ist daran schlimm?
Setz dich wieder zu deinen Statistiken!

09.10.2019 - 11:35 - done

Auch geil, wie der Autor hier mit der reißerischen Überschrift geradezu zu suggerieren versucht, der münsterländische RL-Aufsteiger stünde auch nur ansatzweise auf Augenhöhe mit einem ambitionierten Regionalligisten. Da ist mal minimum eine Klasse Unterschied. Da brauch niemand von einem "Angstgegner" zu schwadronieren. Völlig unangebrachte Vokabel. Die "Seestädter" sind im Gegenteil diejenigen, die sich mit 20 % und weniger Ballbesitz vollumfänglich auf das Reagieren statt aktives Spielgestalten beschränken, ähnlich wie seinerzeit das Hannover 96 unter Slomka in der Bundesliga erfolgreich praktiziert. Mag im Ergebnis zu Überraschungserfolgen führen, endet aber spätestens an dem Punkt, wo man entweder 0:1 hinten liegt oder der Gegner dieselbe destruktive Taktik verfolgt.