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Haltern hat schon 15 Mal zu Null gespielt

RevierSport
08. April 2019, 08:18 Uhr

Foto: Thorsten Tillmann

Der TuS Haltern hat in dieser Saison bereits 15 Mal zu Null gespielt. So oft wie keine andere Mannschaft in der Oberliga Westfalen.

Es ist eine Zahl, die besonders Trainer Magnus Niemöller mit einiger Zufriedenheit zurücklässt, obwohl er sich dessen gar nicht bewusst war: Das 1:0 (0:0) beim FC Brünninghausen war das vierte Spiel in Folge und das 15. Spiel in der laufenden Saison, in dem er und seine Mannschaft kein Tor hinnehmen mussten. Damit stehen sie zumindest in dieser Statistik vor dem Ligaprimus FC Schalke II, dem dieses Kunststück bisher einmal weniger gelungen war. 


Einen besonderen Anteil daran hatte nicht nur die Defensivreihe der Halterner, die ihre Gegner mit ihrem Stellungsspiel und klugen Abwehraktionen das ein oder andere Mal zur Verzweiflung brachte, sondern auch die beiden Torhüter Stephan Tentow und Rafael Hester. Tentow musste in 14 Spielen nur fünfmal ein Gegentor oder mehr hinnehmen, sein Kollege Hester stellte sich ähnlich gut an. In zehn Partien musste er sechs Mal nicht hinter sich greifen.

Eine Konstanz auf dieser wichtigen Position, die man so vielleicht nicht erwartet hätte. Die eigentliche Nummer eins, Tentow, hatte sich in der Vorbereitung zur Rückrunde verletzt und so musste Hester auf dessen Platz rücken. „Tentow ist aber wieder im Training. Das ist das allerwichtigste momentan“, erklärte Niemöller. An einen Wechsel auf dieser Position wolle er vorerst allerdings nicht denken. „Hester ist drin und spielt sehr gut. Tentow soll zunächst erst weiter mittrainieren oder auf der Bank sitzen“, so Niemöller weiter. Die vier Spiele in Folge ohne Gegentor seit dem 2:2 gegen den SC Paderborn II bekräftigen die Entscheidung von Niemöller.

Dennoch hat der TuS Haltern in 24 Spielen schon 20 Gegentore kassiert. Diese Zahl versprüht alles andere als den Eindruck eines stabilen Abwehrverbundes. Doch TuS-Trainer Niemöller weiß diese Zahl einzuordnen. „Bei den 20 Gegentoren sind auch die 0:5-Niederlage gegen die TSG Sprockhövel und das 4:4 gegen Westfalia Herne mit drin“, relativiert er. 

Allerdings waren die beiden Torhüter des TuS nicht allein für die bisher starke Defensivleistung verantwortlich. Die gesamte Abwehr des TuS hat dazu beigetragen. Besonders die Verteidiger Robin Schultze und Nils Eisen, die in fast jedem Ligaspiel auf dem Platz standen, sind wichtige Stützen des Haltener Defensivverbands. Schultze, der nun aufgrund einer Verletzung im Spiel gegen den FC Brünninghausen fehlte, war durch seine fünf Saisontore nicht nur ein Spieler für die Defensivarbeit.

Diese Verletzung wird Niemöller aber vor keine allzu großen Probleme stellen. Die Ersatzbank des TuS Haltern hält noch genug Alternativen parat, unter anderem Marvin Schurig, um weiterhin eine starke Kette stellen zu können. Den Beweis kann der Zweite am kommenden Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen die TSG Sprockhövel antreten. 

Autor: Stefan Stobbe

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