Schalke 04

"Großes Ungeheuer": Wagner sieht 50+1-Regel kritisch

14. August 2019, 08:09 Uhr

Foto: firo

Der neue Schalke-Trainer David Wagner hat die 50+1-Regel im deutschen Fußball kritisch hinterfragt.

„Wenn wir einen engeren Wettbewerb haben wollen, dann ist die 50+1-Regel sicher ein Schlüssel dazu“, sagte der 47-Jährige im Interview mit der FAZ. In Deutschland sei es derzeit so, dass die Kluft zwischen den Vereinen an der Spitze und allen anderen immer größer werde.

Wagner glaubt, dass hier ein „großes Ungeheuer“ skizziert wird. „Wenn Investoren kommen dürfen, muss das nicht gleich bedeuten, dass irgendwelche Oligarchen anfangen, Klubs auseinander zu nehmen“, sagte er.

Außerdem forderte der frühere Schalker Profi in Gelsenkirchen nach den vergangenen Jahren mehr Mut. „Es gab hier permanent Veränderungen und nur ganz wenig Kontinuität“, sagte Wagner. Das sei kein guter Nährboden für Leistung, in so einem Umfeld wären die meisten Menschen erst mal sehr vorsichtig.

„Diese Art von Vorsicht habe ich hier als vorherrschendes Gefühl wahrgenommen“, sagte der ehemalige Teammanager des Premier-League-Klubs Huddersfield Town: „Für uns ist aber Mut der Schlüssel. Wir wollen alle im Verein dazu animieren, sich Dinge zu trauen, keine Angst vor Fehlern zu haben.“

Zudem hatte Wagner viel Lob für die Fans übrig: „Was immer konstant herausragend gut war, das ist die Nordkurve, die Kraft in unserem Stadion.“ Die Atmosphäre sei von großer Intensität, Emotionen, Energie und Zusammenhalt geprägt. „Dementsprechend gibt die Nordkurve vor, was wir für einen Fußball spielen werden.“ sid

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14.08.2019 - 18:24 - Noah1

Mal etwas zum Thema: es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet der Trainer ein Thema anspricht, dessen Bearbeitung eigentlich dringenste Aufgabe des Vorstandes ist. Hier zeigt sich aber das dieser Vorstand (und die davor) einfach dilletantisch agiert und die Zeichen der Zeit nicht erkennt oder aus Angst vor den Ultras einfach nicht erkennen will. Wenn ei nicht rasch gelingt, die Weichen zu stellen und den Profibereich auszugliedern und IM RAHMEN der 50+1 Regel für die Kapitalzuführung mittels Investoren die Voraussetzungen für Wettbewerbsfähigkeit zu schaffen, wird man In nicht allzu naher Zukunft diesen Verein gegen die Wand fahren. Dann werdenn Ultras den Verein vereinnahmen und erst Ruhe geben, wenn man in der 4.Liga wieder mit RWE, RWO, WSW u.a. in demselben Sandkasten sitzt. Tönnies wäre gut beraten, wenn er sein Amt niederlegt oder früher niederlegt und sich dem Verein als seriöser Investor NEBEN ANDEREN (z..B 15 % vom Unternehmenswert ) zur Verfügung stellt. Dann hätte er sein Gesicht gewahrt und dem Verein wäre geholfen, für mich die einzige Alternative, dass CT und der Verein. das leidige Rassismusthema vom Tisch bekommen. Wie armselig die Transferpolitik vor dem Hintergrund der Fremdfinanzierungsstragie von Peters und Co. ist, sieht man ja, ohne Verkäufe kein Geld, ohne Geld kein Baustellenbeseitigung in sportlicher Hinsicht, macht nur weiter so ihr Dilettanten in der Führungsetage!!

14.08.2019 - 08:32 - yayabinx

Sehr professionell. Vielleicht haben wir endlich den Trainer der die Kontinuität zurückbringt. Ich finde alles was er sagt hat Hand und Fuß.

Außer der Nordkurve gibt es noch eine große Konstante im Verein und die heißt Norbert Elgert. Ich finde es schon wieder Wahnsinn, dass 2 von der letzten U19 im Profikader mitmachen und gute Chancen haben auch zu spielen. Diese Durchlässigkeit von Spielern der Nachwuchsmannschaften zu den Profis hat kein anderer Verein in Deutschland, vielleicht sogar in ganz Europa.

Mit der momentanen Mannschaft ist ein guter Mittelfeldplatz drin. Mit 22 Feldspielern ist auch ein wenig Glück mit Verletzungen notwendig. Sonst ist der Konkurrenzkampf um die Kaderplätze zu gering. Glück Auf!